In kanadischer Wildnis 

Todesdrama: Mutter und zehn Monate altes Baby wohl von Bär getötet

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In Kanada wude am Montag eine Mutter und ihr Baby vermutlich von einem Grizzlybären getötet.

Ein Familienvater machte am Montag einen grausigen Fund: Vor einer Waldhütte lagen die Leichen seiner Frau und seiner Tochter. Vermutlich wurden sie von einem Bären getötet.

Mayo - In der Provinz Yukon (Kanada) ereignete sich am Montag ein furchtbares Unglück. Eine frischgebackene Mutter und ihr zehn Monate altes Baby wurden Montagnachmittag nahe einer Waldhütte tot aufgefunden. Ersten Erkenntnissen zufolge könnten sie von einem Grizzlybär attackiert worden sein, so die Gerichtsmedizin Yukon in einer Pressemitteilung

Nahe einer abgelegenen Waldhütte: Mutter und Baby wohl von Grizzlybären getötet

Valérie T., ihr Mann und deren gemeinsame Tochter Adele waren laut der Gerichtsmedizin rund um einen See nahe der Nordwest-Territorien bereits seit drei Monaten unterwegs, um Fallen zu stellen. In dieser Gegend hatte sich die Familie auch eine abgelegene Hütte gekauft, wie der kanadische Nachrichtendienst „CBC“ berichtet. 

Vergangenen Montag blieben Valérie und ihre Tochter in der Hütte, während der Ehemann zum Fallen stellen weiter in den Wald ging. Nach dem Bericht der Gerichtsmedizin kehrte er ungefähr um 15.00 Uhr zurück, wurde jedoch kurz vor der Hütte von einem Grizzlybär angegriffen. Der Mann trug jedoch eine Waffe bei sich und konnte das Tier erschießen. Als er zur Hütte kam, fand er die Leichen seiner Frau und der zehn Monate alten Tochter. Offenbar wurde die Mutter und ihr Baby von einem Bären getötet, nachdem sie zu einem Spaziergang aufgebrochen waren, so die Gerichtsmedizin weiter. 

In einem Tweet der Polizei Yukon heißt es nun, dass sie gemeinsam mit der Gerichtsmedizin nun den Tod der beiden untersuchen würden. Die örtliche Umweltbehörde unterstütze sie dabei.

Nach Bär-Attacke in Kanada: Ehepaar offenbar gut vorbereitet für die Wildnis

Nachdem der Ehemann die Polizei im nahe gelegenen 200-Seelen-Dorf Mayo informiert hatte, rief er auch Verwandte und Freunde an. Ein Bekannter der Familie meint nun gegenüber der CBC: „Sie waren begeisterte Naturmenschen mit sehr viel Erfahrung.“ Demnach hätten sie schon lange mehr Zeit in der Wildnis verbringen wollen. Doch erst als Valérie T. sich im Mutterschutz befunden hatte, wäre dies möglich gewesen, so der Freund weiter. „Sie waren, und da bin ich mir zu 100 Prozent sicher, gut vorbereitet für alles, das passieren hätte können. Aber man weiß ja nie“, sagt er im Interview. 

Auch ein erfahrener Fallensteller, der das Paar gut kannte, findet gegenüberCBC, dass der Vorfall nicht mangels guter Wildnis-Erfahrung geschehen sei . In ihrer Vorbereitung auf den Winter wären die Bären einfach aggressiver, so der Jäger weiter. Deswegen sei es so wichtig, dem Ehemann nun zu helfen: „Er wird Unterstützung brauchen und zwar viel - von jedem“.

Lesen Sie auch: Am Münchner Hauptbahnhof war es zwar kein Bär, sondern ein Rottweiler, der mehrere Menschen attackierte. Dabei wurden fünf Menschen schwer verletzt, glücklicherweise kam keiner zu Tode. Davon berichtet Merkur.de*.

Jedoch ebenfalls in München wurde ein Vater beschuldigt, seine sechs Wochen alte Tochter zu Tode geschüttelt zu haben, wieMerkur.de* berichtet.

mef

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