Ausgebüchst!

Jäger entdeckt Känguru: Eine Frage bewegt alle Tierfreunde

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Känguru Viggo aus Niedersachsen ist in der Wildtierstation - sein Artgenosse hüpft noch durch Baden-Württemberg.

Seelbach in Baden-Württemberg: In der Gemeinde mit knapp 5000 Einwohnern wurde ein Känguru gesichtet. Ist es das entflohene Beuteltier, das vor gut zwei Wochen ausgebüxt ist?

Seelbach - Ein Känguru ist im baden-württembergischen Seelbach gesichtet worden - gut zwei Wochen nach dem Ausbruch eines Kängurus im 30 Kilometer entfernten Kenzingen. Ob es sich bei der Sichtung um das entflohene Beuteltier handelte, war noch unklar. 

Gesichtet, aber nicht gefangen

Wie die Polizei am Montag mitteilte, meldete ein Jäger am Sonntag, das Tier auf der Aufzeichnung einer Wildkamera gesehen zu haben. Das vermisste Känguru war am 23. Juni von einem privaten Grundstück ausgebüxt. Es wurde danach laut badische-zeitung.de mehrmals gesichtet, wie etwa auch in Weisweil, konnte aber nicht eingefangen werden.

Ein Känguru in der freien Wildbahn einzufangen, sei eher schwierig, sagte Claudia Vollhardt, Kuratorin im Karlsruher Zoo. Aus dem Karlsruher Zoo seien immer wieder mal Beuteltiere ausgebüxt. Eines habe man in die Enge treiben und mit einem Netz einfangen müssen. Die anderen seien mehr oder weniger freiwillig zurückgekehrt.

Kein erstes Mal

Wie die badische-zeitung.de berichtete, ist es nicht das erste Mal, dass ein Känguru in Kenzingen ausgebrochen ist. Es handelt sich sogar um dieselbe Besitzerin. 2013 hüpfte Bennett-Wallaby-Dame Sally drei Wochen lang rund um Bombach herum. Nun ist es ein männliches Jungtier, das offenbar eine Lücke im Zaun nutzte. Bennett-Wallaby-Kängurus sind kleiner und dickfelliger als andere Arten - und werden oft in Europa gehalten.

dpa/Sabina Kläsener

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