Fünf Personen betroffen

K.o.-Tropfen-Skandal bei Weihnachtsfeier von Hochschule

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K.O.-Tropfen 

In der Hansestadt Wismar nahm die Weihnachtsfeier einer Hochschule eine unschöne Wendung: Einigen Menschen wurden offenbar K.o.-Tropfen in ihre Drinks geschüttet.

Wismar - Bei einer Asta-Weihnachtsfeier an der Hochschule Wismar in Mecklenburg-Vorpommern sind in der Nacht zu Freitag mehrere Menschen vermutlich durch K.o.-Tropfen verletzt worden. Die Veranstaltung mit circa 550 Teilnehmern wurde am frühen Morgen abgebrochen. Nach Angaben der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern kam der erste Notruf kurz vor Mitternacht, als zwei Frauen bereits durch Rettungskräfte betreut und anschließend ins Krankenhaus gebracht wurden.

Eine Stunde später sei dann der zweite Einsatz am selben Ort erfolgt. Ein Mann habe sich übergeben müssen, nachdem er von einem Unbekanntem zu einem Glas Cola eingeladen wurde und davon getrunken hatte. Anschließend mussten noch zwei weitere Frauen, die offensichtlich unter dem Einfluss von K.o.-Tropfen standen, ins Krankenhaus gebracht werden.

K.o.-Tropfen an Hochschule: Auswertung für genauere Erkenntnisse läuft

Die Polizei ging am Freitag Hinweisen auf einen Mann nach, der auf der Weihnachtsfeier Getränke verteilt habe, sagte ein Sprecher der Polizei. Erste Ermittlungen deuteten demnach auf einen Einzeltäter.

Der Rektor Bodo Wiegand-Hoffmeister bezeichnete den Vorfall als eine „gemeine, hinterhältige und schwerwiegende Tat“. Er hoffe, dass die Studenten bald wieder wohlauf sind und die Polizei bei der Aufklärung schnell voran kommt, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Ob es sich tatsächlich um K.o.-Tropfen handelte, soll die Auswertung von Blut- und Urinproben zeigen. Die Tropfen enthalten oft Gamma-Hydroxybuttersäure (GHB). Sie wirkt in höheren Dosen einschläfernd und muskelentspannend, kann aber zudem Übelkeit, Bewusstseinsstörungen und Gedächtnislücken verursachen.

Am Dienstag fiel das Urteil gegen einen jungen Mann, der für den Tod eines Bekannten verantwortlich ist: Der 26-Jährige brachte im Dezember 2014 flüssiges Ecstasy auf eine Party mit, wodurch ein 27-Jähriger starb.

dpa

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