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Sehen aus wie gefrorene Cupcakes: Unglaubliche Bilder von Jupiter-Stürmen veröffentlicht

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Von: Christoph Gschoßmann

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Sehen so Stürme auf dem Jupiter auf? Neue 3D-Render des Planeten lassen staunen.
Sehen so Stürme auf dem Jupiter auf? Neue 3D-Render des Planeten lassen staunen. © Screenshot Europlanet / YouTube

Immer wieder entdecken Wissenschaftler mithilfe von Raumsonden und neuen Teleskopen unbekannte Bereiche des Weltalls. Diesmal gibt es erstmals Modelle der Stürme auf dem Jupiter.

München - Wie ist das Wetter auf dem Jupiter heute? Diese Frage lässt sich meist nicht so einfach beantworten. Doch immerhin weiß man nun, wie es aussehen könnte, denn: Ein weltweites Team aus Amateur-Wissenschaftlern hat beeindruckende Modellbilder der Wolkendecke über dem Planeten veröffentlicht. Erstellt wurden sie aus den Daten der NASA-Raumsonde Juno, als sie in einer Höhe von 13.536 Kilometern über den Wolken des Planeten.

Auf den 3D-Darstellungen sind gewaltige Stürme zu erkennen, ebenso wie zerklüftete Wolkenformationen. Wie hoch die Wolken stehen, konnte durch Messungen von reflektiertem Licht ermittelt werden. Damit arbeiteten die Wissenschaftler und wandelten die Daten in 3D-Renderings um. Die Messungen sollen auch helfen, die chemischen Bestandteile der Wolkendecke herauszufinden. Im Jahr 2011 Juno zur Erforschung des Jupiters ins Weltall auf. 2016 kam sie dort an. Der Planet ist der größte in unserem Sonnensystem.

Deutscher Wissenschaftler: „Wäre mit erdgestützten Teleskopen nicht möglich“

Jupiter hat einen fast elfmal so großen Durchmesser wie die Erde und ist 88.846 Meilen (142.984 Kilometer) breit. Obwohl Jupiter massiv ist, wird er ausnahmslos als glatte Murmel dargestellt, die vor der Dunkelheit des Weltraums hängt, aber das obige Video gibt dem Planeten Schichten und Tiefe.

Das Animationsprojekt wurde von Citizen Scientist und Weltraumbildverarbeiter Geral Eichstadt geleitet. Der deutsche Mathematiker arbeitet regelmäßig daran, Daten der JunoCam in spektakuläre Bilder zu übersetzen. „Die Juno-Mission bietet uns die Möglichkeit, Jupiter auf eine Weise zu beobachten, die mit erdgestützten Teleskopbeobachtungen im Wesentlichen nicht zugänglich ist“, sagt Eichstadt.

„Wir können innerhalb weniger Minuten dieselben Wolkenmerkmale aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten“, sagte er in einer Erklärung von Europlanet. Eichstadt stellte die Ergebnisse des Projekts diese Woche auf dem Treffen des Europlanet Science Congress vor. (cg)

Es klingt wie im Film: Wissenschaftler von der Erde schießen Asteroiden ab. Dies ist nun erstmals Realität geworden, auch wenn es „nur“ ein Asteroidenmond war.

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