Abgemagert erreicht er sein Ziel

Vermisster Hund Pablo läuft 380 Kilometer bis nach Hause - Besitzer: „konnten es nicht glauben“

Terrier springt durch Osterglockenwiese.
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Hund Pablo ging auf einer Raststätte verloren. Er lief rund 380 Kilometer nach Hause (Symbolbild).

Plötzlich verschwindet Hund Pablo auf einer Raststätte in Frankreich. Einige Tage später taucht er 380 Kilometer entfernt wieder auf - bei sich zu Hause.

Stuttgart/Nîmes - In Baden-Württemberg* leben allerhand interessante Tiere. Kreuzottern, Wildkatzen oder auch der Feuersalamander sind bei uns heimisch. Auch immer mehr Wildtiere, wie Schakal, Wolf und Luchs, kehren in das Bundesland zurück (BW24* berichtete). Nicht alle davon sind als Haustier geeignet, manche Arten sind sogar gefährlich und daher als Haustier verboten*.

Eine Familie aus Nîmes in Frankreich hat auch ein ganz besonderes Haustier. Doch dabei handelt es sich nicht etwa um ein exotisches Tier, sondern einen Jagdterrier. Das Besondere an Pablo: Er ist 380 Kilometer nach Hause gelaufen, allein.

Seine Familie war mit dem Wohnmobil unterwegs in den Urlaub nach Italien, als das Unglück passierte: Auf einer Raststätte in St. Martin in Savoyen, rund 380 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt, legte die Familie einen Stopp ein. Vom Wohnmobil aus erkundete der zweijährige Hund die neue Umgebung. Doch anders als sonst kehrte Pablo nicht wieder zum Wohnmobil zurück.

Hund Pablo verschwindet auf Raststätte in Frankreich - und macht sich auf den Nachhauseweg

Pablos Besitzern fiel das Verschwinden des Vierbeiners schnell auf. Doch er war nirgends zu finden. „Wir haben stundenlang gewartet. Wir haben sogar die Nacht dort verbracht, vergeblich“, sagte seine Besitzerin Catherine dem französischen Radiosender „France bleu“. Doch als er auch am nächsten Tag nicht auftaucht, meldeten sein Herrchen und Frauchen ihn beim Bürgermeisteramt als vermisst.

Die Familie setzt ihre Reise zu Verwandten ohne Pablo fort, besuchten Verwandte in Ain. „So konnten wir näher sein, falls sich jemand wegen Pablo meldet“, sagt sein Herrchen Roger. Wenige Tage später dann die Erleichterung: Bekannte, die auf das Haus der verreisten Familie aufpassen, schicken ein Foto eines Hundes, der in Nîmes durch die Straßen wanderte. „Darauf habe ich Pablo erkannt, ich konnte es nicht glauben, es war ein echter Glücksmoment“, sagte Frauchen Catherine. „Wir haben uns sofort entschlossen, nach Hause zu fahren“, sagte Pablos Herrchen Roger. 

Und tatsächlich: Es war Pablo. Der Vierbeiner war von der Raststätte 380 Kilometer nach Hause gelaufen - das entspricht der Entfernung von Stuttgart nach Salzburg. Zwar war der Terrier abgemagert, aber dennoch gesund und wohlauf. Damit Pablo künftig nicht mehr stiften geht, haben ihm seine Besitzer nun ein GPS-Halsband gekauft. So wissen sie beim nächsten Mal ganz genau, wo sich ihr kleiner Vierbeiner rumtreibt.

Tierische Vermisstenfälle: In Stuttgart gab es für Hund „Dobby“ ein Happy End

Einen ähnlich tragischen Vermisstenfall gab es Anfang des Jahres in der Landeshauptstadt Stuttgart*: Die vermisste Hündin „Dobby“ war nach vier Monaten endlich wieder Zuhause*. Die Beagle-Hündin war bei einem Waldspaziergang spurlos verschwunden. Dank der Hilfe von Tierschützern konnten ihre Besitzerinnen Dobby mit einer Lebendfalle einfangen.

In einem anderen Fall wurde ein Hund in der Gemeinde Fischingen in Baden-Württemberg zum Lebensretter: Hund Maui erschnüffelte eine Katze unter einem Schachtdeckel, nachdem diese 26 Tage vermisst wurde*. *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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