Neue Spur führt nach Bulgarien

Fall Maddie: Welche Rolle spielte ein verurteilter Pädophiler in der Nachbarschaft?

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Die Ermittler erhoffen sich von einer Zeugin ein neue Erkenntnisse im Fall Maddie McCann.

Seit über zehn Jahren suchen die Eltern von Madeleine McCann nach ihrer Tochter - ohne Erfolg. Nun gibt es eine neue heiße Spur, die zu einer Witwe nach Bulgarien führt.

London/Praia da Luz - Der Fall Maddie McCann kommt allmählich wieder ins Rollen. Vor knapp zwei Monaten sollten die Ermittlungen eigentlich aufgrund der auslaufenden Finanzierung endgültig eingestellt werden, dem zuständigen Team wurden jedoch überraschend weitere 154.000 Pfund (173.800 Euro) vom britischen Innenministerium bereitgestellt. Die „Operation Grange“, wie die Suchaktion für Maddie McCann heißt, konnte fortgesetzt werden, auch weil die Ermittler offenbar eine neue heiße Spur haben: Wie die Sun schreibt, führt diese Spur auf den Balkan, genauer gesagt nach Bulgarien. Demnach habe eine Quelle von Scotland Yard bestätigt, dass eine osteuropäische Frau und ihr Begleiter in den Fokus der Ermittler gerückt sind, die sich zum Tatzeitpunkt nahe des Feriendomizils der McCanns aufgehalten haben sollen.

Wie die Sun weiter berichtet, sollen sich die Frau und ihre männliche Begleitung als Haushaltshilfen in direkter Nachbarschaft zum „Ocean Club“ verdingt haben, in dem die McCanns 2007 abgestiegen waren. Anwohner hatten die Polizei bereits kurz nach dem Verschwinden von Maddie auf diesen Umstand hingewiesen, allerdings seien die beiden unmittelbar anschließend untergetaucht. Zwar wisse man nicht, ob die Zielpersonen direkt etwas mit dem Verschwinden der damals dreijährigen Maddie zu tun haben, allerdings seien sie eventuell wichtige Zeugen.

Ex-Mann der Gesuchten war offenbar ein verurteilter Pädophiler

Eine konkrete Spur haben die Ermittler nun scheinbar zu der osteuropäischen Frau, deren Gatte offenbar bereits gestorben ist. Der Sun zufolge war er ein verurteilter Pädophiler, ob es sich bei ihm um den ebenfalls gesuchten Begleiter der Dame handelt, ist unklar. Einziger weiterer Hinweis: Die Dame trage offenbar bevorzugt Lila.

Bereits seit zehn Jahren beschäftigt die Suche nach Maddie McCann immer wieder die britische und internationale Öffentlichkeit. Über zehn Millionen Euro wurden bereits in die Suche investiert, die bislang leider erfolglos verlief. Dennoch haben die Eltern Kate und Gerry McCann die Hoffnung bis heute nie aufgegeben und kämpfen immer noch darum, ihre Tochter eines Tages wieder in die Arme schließen zu können. 

Während die Eltern verzweifelt den letzten Funken Hoffnung am Leben erhalten wollen, sorgten vor kurzer Zeit zwei ungeheuerliche Fälle für Entsetzen: Zum einen verkleidete sich der 25-jährige Daniel Gearie aus Schottland zu Halloween als Maddie McCann und erntete damit einen Sturm der Entrüstung. Auf das negative Feedback antwortete der Schotte an die Eltern von Maddie gerichtet: „Und bevor ihr sagt, dass das Kostüm krank sei: Ich bin nicht derjenige, der sein Kind unbeaufsichtigt in einem portugiesischen Hotel zurückgelassen hat“.

Doch nicht nur diese Abscheulichkeit mussten die Eltern ertragen: Auf der Internetplattform eBay bot ein unbekannter Nutzer eine Tasse an, auf dem Maddie als Comicfigur zu sehen ist. Daneben befindet sich ein Bild eines gezeichneten Skeletts und darunter der Spruch: „„Wenn ihr sie seht, zögert nicht - begrabt sie.“ zu sehen.

Das Auktionshaus regierte umgehend auf den Shitstorm und löschte die geschmacklose Tasse umgehend.

mh

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