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Gräueltaten in Butscha: Drohnenaufnahmen zeigen russische Soldaten neben Leichen

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Von: Tobias Utz, Lukas Zigo

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Die bislang größte Gräueltat des Ukraine-Krieges könnte nun von Drohnenaufnahmen bestätigt werden. Die Aufarbeitung der Verbrechen von Butscha dauert an.

Kiew – Mitte März schockierten Gräueltaten in Butscha, einem Ort nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew, die Öffentlichkeit. Der ukrainischen Generalstaatsanwältin Irina Wenediktowa zufolge wurden bereits mehr als 400 Leichen entdeckt. Russland bestreitet seit Bekanntwerden des Massakers jegliche Beteiligung, obwohl zahlreiche russische Militärfahrzeuge in Butscha gesichtet worden waren. Unter anderem wurde die Argumentation vor dem UN-Sicherheitsrat vorgebracht. Nun zeigen Drohnenaufnahmen, welche der US-Sender CNN veröffentlichte, russische Soldaten neben Leichen.

Die Aufnahmen stammen vom 12. und 13. März, wurden geographisch lokalisiert und auf ihre Echtheit geprüft, heißt es im CNN-Bericht. Zudem fand ein Abgleich mit Satellitenaufnahmen, die vom US-Unternehmen Maxar Technologies Anfang April veröffentlicht wurden, statt. Auf Nachfrage des US-Senders äußerte sich das russische Verteidigungsministerium wiederholt nicht.

Ukraine-Krieg: Russland dementiert Kriegsverbrechen in Butscha

Russische Offizielle, wie der Kremlsprecher Dimitri Peskow oder Außenminister Sergej Lawrow, behaupteten mehrfach, dass die Videos und Satellitenbilder, die Leichen in Butscha zeigen, gefälscht seien. Das veröffentlichte Drohnenvideo stellt nun allerdings ein mutmaßliches Beweisstück dar, das den Kreml erneut unter Druck setzen dürfte.

Gräueltaten in Butscha
Eine verwüstete Straße in Butscha. © Felipe Dana/AP/dpa

Zahlreiche führende Politiker wie der Präsident der USA, Joe Biden, und Frankreichs Präsident, Emmanuel Macron, hatten die Gräueltaten in Butscha als Kriegsverbrechen bezeichnet.

Derweil spitzt sich die Lage im Ukraine-Krieg weiter zu. Dabei konzentrieren sich russische Truppen mittlerweile auf den Donbass , im Osten der Ukraine. Die Verluste für das russische Militär sollen Berichten zufolge weiterhin hoch sein. Die dazu veröffentlichten Zahlen weichen jedoch stark voneinander ab. (lz/tu)

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