Tragödie

Freudenschüsse könnten Bräutigam auf eigener Hochzeit getötet haben

Möglicherweise durch fehlgeleitete Freudenschüsse ist in Indien ein Bräutigam während seiner Hochzeit getötet worden.

Lakhimpur Kheri/Indien - Der Schütze, ein Freund des Opfers, wurde am Dienstag festgenommen, wie die Polizei im Bundesstaat Uttar Pradesh mitteilte. Er habe zwei Schüsse aus seiner Pistole abgegeben.

"Er hat die Schüsse gestanden, aber die Ermittlungen werden fortgesetzt", sagte der Polizist Ghanshyam Chaurasia im Bezirk Lakhimpur Kheri. Dem Mann droht eine Anklage wegen Mordes.

Ein Video von dem Vorfall verbreitete sich im Internet. Darauf ist zu sehen, wie der 25-jährige Sunil Verma während eines hinduistischen Hochzeitsrituals auf dem Boden sitzt und sich plötzlich mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Brust fasst. Im nächsten Moment kippt er um. Der Schütze war nach dem Vorfall am Sonntagabend zunächst geflohen und wurde am Dienstag in der Nachbarstadt gefasst.

Obwohl sie verboten sind, sind Freudenschüsse mit scharfer Munition bei Hochzeiten in Indien noch weit verbreitet. Dabei kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen. Erst am Sonntag war in Uttar Pradesh ein 20-Jähriger bei der Hochzeit seines Cousins getötet worden. Im Februar starb in der Hauptstadt Neu Delhi ein Bräutigam durch Querschläger.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Bräutigam einer indischen Hochzeitsfeier durch Freudenschüsse zu Tode gekommen ist. Bereits im Februar ereignete sich ein ähnlicher Fall.

afp

Rubriklistenbild: © dpa / Piyal_Adhikary (Symbolbild)

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