Kurioser Fall

Ex für Beinbruch des Hundes verantwortlich? Frau klagt durch alle Instanzen

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Symbolbild

Eine Frau verklagte ihren Ex-Freund auf 18.000 Euro Schadensersatz. Beim Ballspiel mit ihm brach sich ihr Hund das Bein. Die Klägerin machte den Mann dafür verantwortlich. 

Frankfurt - Fast 20.000 Euro Schadenersatz wollte eine Frau von ihrem früheren Freund haben, den sie für das gebrochene Bein ihres jungen Hundes verantwortlich machte. Der Mann hatte einige Wochen nach der Trennung des Paares dem Retriever zu dessen erstem Geburtstag einen fußballgroßen Ball geschenkt. Anschließend spielte er mit dem Hund, der den Ball zurückbringen sollte. Nach einer halben Stunde sprang der zur Rasse Flat-Coated gehörende Retriever jedoch so in die Luft, dass er mit dem gesamten Gewicht auf dem hinteren linken Bein aufkam und sich das Hinterbein brach. 

Oberlandesgericht Frankfurt wies Klage ab 

Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt wies die Klage der Frau ab und stellte fest, dass das Unglück nicht dem Werfer zuzurechnen sei. Wenn ein junger Hund beim Springen nach einem Ball einen Bruch erleide, sei dies ein „gänzlich unwahrscheinliches Ereignis“. Das Springen gehöre zum Spieltrieb gerade von jungen Hunden. Außerdem habe die Halterin des Hundes auch nichts gegen das Spielen ihres Ex-Partners mit dem Tier unternommen. 

Frau verklagte Ex-Freund auf 18.000 Euro Schadensersatz

Das Oberlandesgericht bestätigte mit seiner unanfechtbaren Entscheidung ein Urteil des Landgerichts Gießen. Die Frau hatte Schadenersatz von knapp 18 000 Euro geltend gemacht. Neben den Behandlungskosten für den Hund verlangte sie entgangenen Gewinn, da der Retriever wegen der Verletzungen nicht mehr zuchttauglich sei.

(dpa)

In Hannover ist eine alte Frau mit ihrem Hund spazieren gegangen, doch nur das Tier kehrte heim, wie nordbuzz.de* berichtet.

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