Raten Sie mal, welcher gemeint ist

Forscher finden heraus: Mit einem Buchstaben hat fast jeder Probleme

+
Mit diesem Buchstaben haben viele Menschen Probleme.

US-Forscher haben herausgefunden, dass viele Menschen Probleme mit einem bestimmten Buchstaben haben. Was ist die Ursache?

Baltimore - Das Alphabet zu lernen, ist etwas, was wir schon in der frühen Kindheit tun. Dennoch fällt es den meisten Menschen schwer, den Kleinbuchstaben „g“ richtig zu erkennen. Wissenschaftler von der "Johns Hopkins University" in Baltimore haben 38 Studenten nach den zwei verschiedenen Schreibweisen des kleinen "g" befragt und wurden vom Ergebnis überrascht. 

Finden Sie es selbst heraus, erkennen Sie das richtige „g“`?

Falls Sie es nicht erkannt haben, sind sie nicht alleine. Das Verblüffende: Etwa die Hälfte der Befragten konnte sich überhaupt nicht an die zweite, doppelt gewundene Schreibweise erinnern. Und nur eine Testperson konnte das kleine "g" korrekt aufschreiben. Kaum jemandem ist bewusst, dass es zwei Formen des „g“ gibt. Die offene Form, die die meisten verwenden und die geschwungene, die oftmals in digitalen Medien verwendet wird.

Lesen sie dazu auch: Wie das große "ß" auf den Bildschirm kommt

"Wir denken, dass, wenn wir etwas genug betrachten, besonders wenn wir auf seine Form achten müssen, wie wir es beim Lesen tun, dann würden wir wissen, wie es aussieht, aber unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass das nicht immer der Fall ist", erklärt Professor Michael McCloskey, Forschungsleiter der Universität.

Auch das zweite Experiment überrascht

In einem weiteren Experiment legten die Forscher 44 neuen Testpersonen vier unterschiedliche Schreibweisen des Buchstaben vor - drei davon waren nicht korrekt, nur eine richtig. Über die Hälfte der Probanden glaubte, der Buchstabe Nummer 1 sei der Richtige. Vier Prozent wählten die zweite Variante. Zwölf Prozent wählten die vierte Möglichkeit und nur 28 Prozent das Richtige „g“, nämlich Nummer drei.

Elektronische Medien sind Schuld

Der Grund für die Leseschwäche sei, dass wir nicht mehr das richtige Schreiben lernen, da wir zu sehr von elektronischen Medien beeinflusst werden. 

Vielleicht interessiert Sie auch das: „Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann?“ Hoffentlich nicht.*

"Viele Forscher denken jetzt, dass das Schreibenlernen eine wichtige Rolle beim Lesen lernen spielt", sagte Professor McCloskey. "Wir schreiben heutzutage immer weniger in unserer Kultur."

Die Wissenschaftler fragen sich auch, welche Auswirkungen es auf Kinder haben wird, die das Lesen auf elektronischen Geräten erlernen.

"Das wissen wir nicht wirklich", sagte McCloskey. "Unsere Ergebnisse geben uns eine faszinierende Möglichkeit, Fragen zur Bedeutung des Schreibens für das Lesen zu stellen."

lom

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks

Kommentare