Wegen Frustration

Flüchtlingsheim angezündet - acht Jahre Haft wegen versuchten Mordes

Ein Somali ist in Mönchengladbach wegen versuchten Mordes zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte gestanden, das Flüchtlingsheim, in dem er wohnte, angezündet zu haben.

Mönchengladbach - Das Landgericht sprach ihn am Mittwoch zusätzlich wegen schwerer Brandstiftung schuldig. Die Frustration des Flüchtlings über seine Situation könne die Tat nicht rechtfertigen, sagte der Vorsitzende Richter Lothar Beckers am Mittwoch.

Der dem Gutachten zufolge 21 Jahre alte Mann aus Somalia stand während der Tat unter anderem wegen schwerer Körperverletzung unter Bewährung. Sein Asylantrag war abgelehnt worden, er soll aber eine Duldung erhalten haben. Er hatte ausgesagt, dass Feuer gelegt zu haben, um sich umzubringen.

Das Gericht äußerte Zweifel an dem Motiv, ging aber von einer verminderten Schuldfähigkeit des Mannes aus. Die rund 100 Bewohner der Unterkunft hatten sich unverletzt retten können. Der Containerkomplex war vollständig in Flammen aufgegangen. Der 21-Jährige soll die Tat angekündigt haben - aus Unzufriedenheit über die Unterkunft. Der Brandalarm hatte am 23. März viele Bewohner aus dem Schlaf gerissen.

dpa

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