Mann und Kinder bleiben zurück

Familien-Tragödie: Hirntote Frau (25) bringt gesundes Kind zur Welt

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Franziska Lemcke wurde nur 25 Jahre alt.

Es könnte so schön sein! Franziska Lemcke (25) ist hochschwanger, steht kurz vor der Geburt ihres dritten Kindes. Dann geht alles ganz schnell - und die Familien-Tragödie beginnt.

Berlin - Ein schrecklicher Anblick: Dominik Lemcke (29) blickt traurig in die Kamera, an seiner Seite die Söhne Elias (3) und Louis (2) sowie seine neugeborene Tochter. Doch eine wichtige Person im Leben von Dominik fehlt: Seine Frau, die Mutter seiner Kinder. Denn Franziska Lemcke (25) ist tot.

Wie die „Bild“ berichtete, fing die Familien-Tragödie einen Tag nach der Babyparty an. Einen Tag später klagte die junge Frau über Kopf- und Nackenschmerzen.

Ihr Mann Dominik kann sich gut erinnern: „Sie dachte, das Baby liegt vielleicht ungünstig und drückt irgendwo drauf.“ Dann wurden die Schmerzen für Franziska unerträglich und sie wurde ins Krankenhaus geliefert.

Dann ging alles ganz schnell: Die Ärzten diagnostizierten bei der jungen Frau eine Hirnhautentzündung mit Pneumokokken-Infektion. Doch die Antibiotika schlugen nicht mehr an, die Ärzte konnten nicht mehr viel tun: „Schon nach einer Viertelstunde im Krankenhaus hat sie mich nicht mehr erkannt“, berichtet Dominik. Wenige Stunden später war Franziska bereits hirntot.

Doch die Ärzte halten die junge Frau am Leben, wollen wenigstens das ungeborene Baby retten. Die kleine Leonie-Franziska kam dann per Kaiserschnitt zur Welt und ist benannt nach ihrer Mama: „Ich hielt sie glücklich im Arm, weinte aber gleichzeitig um meine Frau, die diesen Moment nicht mehr mit mir teilen konnte“, erinnert sich Dominik.

Zwei Tage später stellten die Ärzte dann die Maschinen ab - der junge Vater bleibt nun allein mit seinen drei Kindern zurück. Seine neu begonnene Ausbildung aus Lokführer muss er jetzt aufgeben: „Die Kinder brauchen mich jetzt.“ Für eine finanzielle Geldspritze sammeln seine Freunde jetzt über einen Spendenaufruf im Internet - um die kleine Familie etwas zu entlasten. 

Immerhin tröstend für die Kinder: Dominik hat ihnen erzählt, dass „die Mama jetzt ein Engel ist.“ Aber Dominik entgegnet: „Viele wollen helfen, das tröstet natürlich. Aber meine Frau bringt mir das alles nicht wieder.“

nm

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