Name führe zu "Spott und abstoßenden Bemerkungen"

Eltern wollen Kind ungewöhnlichen Namen geben - Richter verbietet ihn sofort

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Einen ungewöhnlichen Namen wollten mexikanische Eltern ihrer Tochter geben.

Immer öfter wollen Paare ihren Kindern ungewöhnliche Namen geben, wie auch in einem aktuellen Fall. Doch ein Richter untersagte den Namensvorschlag der Eltern sofort.

Sonora - Ungewöhnliche Namen sind in Hollywood keine Seltenheit. Der Sohn von Anthony Kiedis, Sänger der Band "Red Hot Chilli Peppers", heißt "Everly Bear", Nicole Kidman und Keith Urban haben ihre erste gemeinsame Tochter "Sunday Rose" genannt und die Tochter von Gwyneth Paltrow heißt „Apple“. Die Assoziation zum gleichnamigen Computerriesen war im Fall der US-Schauspielerin kein Problem. 

Eltern wollen Kind „Facebook“ nennen

Anders dagegen der Namenswunsch eines Paares in Mexiko. Wie der Dailystar online berichtet, wollten die Eltern ihr Baby „Facebook“ nennen. Doch nachdem schon der Standesbeamte in Sonora den von dem Sozialen Netzwerk inspirierten Namen für unangemessen hielt, hatte auch ein Gericht den ungewöhnlichen Namen untersagt.

Dem Bericht zufolge, entschied der Richter, dass „Facebook“ nur zu "Spott und abstoßenden Bemerkungen" führen könne. Stattdessen haben die Eltern ihr Kind nun Ella genannt.

Diese Namens-Regeln gelten in Deutschland

In Deutschland haben Eltern noch viel weniger (Narren-)Freiheit. Zwar gibt es kein eigenes Gesetz für die Namensgebung, allerdings bestehen durch zahlreiche richterliche Entscheidungen bestimmte Richtlinien über die Zulässigkeit von Vornamen. So dürfen zum Beispiel keine Orts- oder Markennamen gewählt werden. Der nach dem New Yorker Stadtteil Brooklyn benannte Sohn von Victoria und David Beckham wäre also hierzulande vermutlich nicht zulässig. 

Und auch der Passauer, der seinen Sohn "WikiLeaks" nennen wollte, erhielt im Jahr 2014 eine Absage, wie Merkur.de* berichtete. Die Entscheidung des Standesbeamten beruhte auf der Rechtssprechung, wonach der Vorname das Wohl des Kindes nicht gefährden dürfe. Im Falle "WikiLeaks" war dies wohl eine Ermessensentscheidung.

va

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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