Damen-Besuch auf Luna

Eltern flüchteten nach Deutschland: 37-Jährige könnte erste Frau auf dem Mond werden

Jasmin Mogbheli steht in Uniform vor einem Flugzeug der NASA
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Jasmin Mogbheli ist eine von neun Anwärterinnen auf die Reise zum Mond im Rahmen des NASA-Raumfahrtprojekts Artemis.

Die NASA hat angekündigt, bis 2024 die erste Frau auf den Mond zu bringen. Nun wetteifern neun Astronautinnen um einen Platz im Raumfahrzeug Orion. Der erste Sitz ist schon vergeben - an einen Mann.

Superwoman hat eine irdische Schwester: Sie heißt Kayla Barron und hat alle Fähigkeiten, die auch die DC-Comic-Heldin auszeichnen: Geschwindigkeit, Beweglichkeit, Ausdauer, Intelligenz. Zudem ist sie Stipendiatin der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung und hat einen Master-Abschluss in Nukleartechnik der Elite-Uni Cambridge.

Doch das ist bei Weitem noch nicht alles. Barron zählt auch zu den ersten weiblichen Offizieren der U-Boot-Kriegsführung der US-Marine. Darüber hinaus hat sie auch das zweijährige Astronautenanwärter-Trainingsprogramm der NASA erfolgreich abgeschlossen.

Erste Frau auf dem Mond: Einen Geschlechter-Bonus gibt es nicht

Grund genug für US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft, die 33-jährige Amerikanerin als eine von 18 Kandidat*innen ins Artemis-Programm zu berufen. Ein Raumfahrtprojekt mit dem Ziel, erstmals seit Apollo 17 wieder Astronauten auf den Mond zu schießen.

Diesmal werden allerdings nicht nur Männer die Reise antreten. Die Hälfte der 18 ausgewählten Personen sind Frauen. Alle hoch qualifiziert. (*Merkur.de berichtete) Eine von ihnen könnte die erste sein, die den Mond betritt. Unter den Anwärterinnen befinden sich vier Mitglieder des US-Militärdienstes: Kayla Barron, Nicole Mann, Anne McClain und Jasmin Moghbeli. Letztere wurde sogar in Deutschland geboren. Ihre Eltern flüchteten vor dem iranischen Bürgerkrieg in die Bundesrepublik.

Obwohl 18 Personen für das Programm benannt sind, bedeutet die Ankündigung nicht, dass alle von ihnen irgendwann auf der Mondoberfläche landen werden. Diese Reisen sind tückisch, und sie sicher zu beenden, erfordert jahrelanges Training. Zum Mond zu gelangen - das Einschwenken in die Mondumlaufbahn - ist schwierig, ein Kunststück.

Doch die NASA*hat versprochen, dass mit dem Artemis-Programm bis spätestens 2024 erstmals eine Frau ihre Stiefel in den Mondstaub drücken wird. Chancen auf dem Flug zum Mond haben aber nur die erfahrensten unter ihnen. Erschwerend hinzu kommt, dass das Raumschiff Orion nur Platz für vier Personen bietet. Der erste Platz ist auch schon vergeben - an einen Mann.

Von den 47 aktiven Astronauten, die die Nase aktuell beschäftigt, sind 17 weiblich. Nur 12 Menschen haben jemals den Mond betreten, alle männlich. Dass das Raumfahrtprojekt Artemis nach der griechischen Mondgöttin und Zwillingsschwester von Apollo benannt wurde, scheint zumindest schon mal ein gutes Omen zu sein. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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