Der Direktor erschoss das Tier

Entlaufener Tiger in Paris sorgt für Furore - Besitzer vermutet kriminellen Akt

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Der Tiger war einem Zirkus entlaufen.

Ein entlaufener Tiger ist in Paris erschossen worden. Die 200 Kilogramm schwere Raubkatze war am späten Freitagnachmittag aus einem Zirkus im Südwesten der Stadt ausgebrochen.

Paris - Wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Polizeikreise berichtete, wurde das Tier kurze Zeit später von seinem Besitzer erschossen. Privatpersonen hatten den Tiger entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Der Vorfall ereignete sich im 15. Arrondissement der Stadt. 

Aus Sicherheitsgründen wurde der in der Nähe verlaufende Tramverkehr für rund 30 Minuten eingestellt. Laut AFP war der Tiger bereits tot, als die Sicherheitskräfte eintrafen. Der Besitzer des Tieres wurde in Polizeigewahrsam genommen. Er habe das Tier nicht mitten auf einer belebten Straße erschossen. Der Mann stehe unter Schock.

Zirkusdirektor geht von Vorsatz aus

Der Zirkusdirektor geht inzwischen von einem vorsätzlichen Akt aus. Das Schloss zum Tigerkäfig sei aufgebrochen worden, sagte Direktor Eric Bormann am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. 

Der Zirkusdirektor wurde mehrere Stunden von der Polizei befragtEs wurden Ermittlungen eingeleitet, ob Menschenleben gefährdet wurden. Bormann sagte jedoch, es handle sich um einen kriminellen Akt und forderte die Polizei auf, zu ermitteln. "Es gibt ein ganzes Sicherheitskonzept, das mit Großkatzen befolgt werden muss", sagte Bormann. Der Tiger sei in einem Käfig innerhalb einer weiteren Umzäunung gewesen. "Es ist ein Käfig in einem Käfig", sagte der Zirkusdirektor. Es habe eine Kette mit einem Vorhängeschloss gegeben, das Schloss sein aufgebrochen worden.

dpa

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