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Kind (3) tot nach Unfall in Mainz: Ampelschaltung wird überprüft – Polizei startet Zeugenaufruf

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Von: Kim Hornickel, Erik Scharf, Samira Müller

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Ein Kind (3) wird bei einem Unfall in der Parcusstraße in Mainz tödlich verletzt. (Symbolfoto)
Ein Kind (3) wird bei einem Unfall in der Parcusstraße in Mainz tödlich verletzt. (Symbolfoto) © Andreas Arnold/dpa

Nach dem tödlichen Unfall in Mainz suchen die Ermittler nach Augenzeugen. Derweil äußern sich Rettungskräfte nach einem schweren Tag mit emotionalen Worten.

Update vom Freitag, 25.03.2022, 13.30 Uhr: Nach dem tragischen Unfall in Mainz, bei dem ein dreijähriges Mädchen von einem SUV erfasst und ums Leben gekommen ist, sucht die Polizei noch immer nach Informationen, die dabei helfen, das Unfallgeschehen zu rekonstruieren. Dazu haben die Einsatzkräfte nun einen Zeugenaufruf veröffentlicht.

Darin werden alle Augenzeugen des Unfallgeschehens aufgerufen, die Angaben zum Unfallhergang, dem beteiligten Fahrzeug oder der Personengruppe um das getötete Mädchen machen können, sich bei der Polizeistation Mainz 1 zu melden. Zu erreichen sind die Ermittler unter der Telefonnummer 06131 - 65 4110 oder per E-Mail pimainz1@polizei.rlp.de.

Dreijähriges Kind stirbt bei Unfall in Mainz: Rettungskräfte mit emotionalen Worten

Update vom Mittwoch, 23.03.2022, 10.29 Uhr: Nach dem tödlichen Unfall in Mainz am Dienstag (22.03.2022) gehen die Ermittlungen der Polizei weiter. Ein dreijähriges Mädchen war an einer Kreuzung von einem SUV erfasst worden und erlag noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Unklar ist weiterhin, wie die Ampelschaltung zum Zeitpunkt des Unfalls war.

Es sei möglich, dass sowohl der SUV-Fahrer als auch die Fußgänger eine grüne Ampel hatten, wie ein Sprecher der Polizei Mainz der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte. Aussagen von Zeugen, Berichte von Gutachtern und Drohnenaufnahmen sollen Klarheit bringen. Außerdem werden die Ampelanlage ausgelesen.

Kind (3) tot nach Unfall in Mainz: Passanten erschwerten Ermittlungen

Die Ermittlungen vor Ort waren von Passanten erschwert worden, die die Absperrungen ignorierten hatten.  „Von Behinderung am Tatort kann man in dem Fall nicht sprechen, sondern eher von einer Missachtung“, sagte ein Polizeisprecher der Allgemeinen Zeitung aus Mainz. Manche Fußgänger hätten mitten im Tatort gestanden. Die Polizei musste Durchsagen mit dem Megafon machen.

Der DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe meldete sich mit einem emotionalen Statement auf Facebook zu Wort. „Bei manchen Einsätzen fragen wir uns, ob all das, was wir in der Ausbildung, Fortbildung und in Workshops lernen und trainieren wirklich gebraucht wird. Und dann kommt dieser eine Einsatz. (...) Für diesen einen Moment lohnt sich jede Minute Ausbildung und jeder Schweißtropfen im Training.“

Den Einsatzkräften könne man nur Dank aussprechen, hieß es, und ihnen nach der „belastenden Situation“ versprechen, sie nicht alleine zu lassen. Kurz nach dem tödlichen Unfall hatten die Rettungskräfte einen weiteren schweren Einsatz absolvieren müssen, als ein Mann in Mainz mehrere Menschen mit einem Messer verletzte und durch einen Schuss eines Polizisten schwer verletzt wurde. „Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen“, schrieb der Rettungsdienst abschließend.

Kleines Kind mit Laufrad
Bei einem Unfall am Dienstag (22.03.2022) in Mainz ist ein dreijähriges Kind mit einem Laufrad gestorben (Symbolfoto). © Florian Gaertner/photothek.net/Imago

Tödlicher Unfall in Mainz: Kleines Kind wird angefahren und stirbt

Update vom Dienstag, 22.03.2022, 17.30 Uhr: Bei einem Autounfall in Mainz am Dienstag (22.03.2022) ist ein kleines Kind gestorben. Gegen 12.26 Uhr kam es in der Parcusstraße zu dem Unfall zwischen dem 63-jährigen Fahrer eines Mercedes und einem dreijährigen Mädchen mit einem Laufrad, wie die Polizei mitteilte.

Beide Personen kamen aus Richtung Aliceplatz. Der Autofahrer aus Mainz befuhr den rechten Fahrstreifen. Das Mädchen befand sich in gleicher Richtung auf der ampelgeregelten Fußgängerfurt zur Überquerung der Bahnhofstraße. Der Autofahrer will nach rechts in die Bahnhofstraße in Richtung Münsterplatz abbiegen. Dann kommt es zum Unfall. Das aus Wiesbaden stammende Mädchen erlitt dabei schwerste Verletzungen. Kurze Zeit später stirbt es an der Unfallstelle, wie die Polizei mitteilte.

Tödlicher Unfall in Mainz: Seelsorger betreuen Angehörige des Mädchens

Die Mutter befand sich in unmittelbarer Nähe zu ihrem Kind. Die Unfallstelle wurde sofort für den Individualverkehr und ÖPNV gesperrt. Es wurden Sichtschutzwände aufgebaut. Notfallseelsorger betreuten die Angehörigen des Kindes sowie den beteiligten Fahrer.

Die Staatsanwaltschaft Mainz ordnet die Sicherstellung des PKW und des Laufrades an. Zudem bestellt sie einen Sachverständigen zur Feststellung der Unfallursache. Zur Dokumentation der Unfallstelle setzte die Polizei Mainz eine Drohne ein. Die Unfallstelle war laut Polizei bis 15.30 Uhr gesperrt. Es befanden sich 25 Einsatzkräfte der Polizei im Einsatz. Das DRK entsendete zwei RTW und ein Notarzteinsatzfahrzeug, die Johanniter einen RTW sowie die Uniklinik Mainz das speziell ausgestattete Kindernotarzt-Einsatzfahrzeug. Zudem waren viele Einsatzkräfte der Feuerwehr, mehrere Notfallversorger und Verkehrsmeister der MVG im Einsatz.

Mainz: Dreijähriges Kind stirbt bei schwerem Unfall

Erstmeldung vom Dienstag, 22.03.2022, 15 Uhr: Mainz – In Mainz ist es am Dienstag (22.03.2022) gegen 13.30 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Dabei wurde auch ein dreijähriges Mädchen getötet, wie die Polizei in Mainz auf Twitter mitteilt.

Wie die Beamten erklären, sind Seelsorger bereits im Einsatz und kümmern sich um die Angehörigen. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist vorerst noch unklar. Unfallermittler und Sachverständige ermitteln vor Ort.

Über den Unfall und eine damit verbundene Vollsperrung im Bereich Binger Straße, über Münsterplatz bis Große Bleiche hatten die Polizisten bereits zuvor über Twitter informiert. Zu der Vollsperrung gibt die Polizei nun ein Update. So ist die Parcusstraße zwischen Aliceplatz und Stadthaus (Kaiserstraße) weiterhin voll gesperrt. Eine Durchfahrt zum Rhein ist nicht möglich. Die Gegenrichtung sei jedoch offen. Eine Durchfahrt mit dem ÖPNV sei außerdem derzeit nicht möglich, teilen die Polizisten mit. (kh/smm/esa)

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