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Ein Toter und viele Verletzte bei S-Bahn-Zusammenstoß

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Zusammenstoß
Die beiden beschädigten S-Bahn-Züge nach dem Zusammenstoß. © Lennart Preiss/dpa

Südlich der bayerischen Landeshauptstadt stoßen zwei S-Bahnen zusammen. Ein Mensch stirbt und mehr als ein Dutzend Menschen werden verletzt. Viele Fahrgäste werden noch untersucht.

Schäftlarn - Beim Frontalzusammenstoß zweier S-Bahnen im Landkreis München sind ein Mensch getötet und mindestens 14 Menschen verletzt worden.

80 weitere Fahrgäste würden medizinisch untersucht, sagte der Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums, Andreas Franken, am Abend. „Das sind schreckliche Nachrichten“, schreibt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder auf Twitter.

Die Bahnen stießen gegen 16.35 Uhr in der Nähe des Bahnhofes Ebenhausen-Schäftlarn zusammen. Die Ursache war zunächst noch völlig unklar. Nach ersten Erkenntnissen waren die beiden Züge südlich von München in entgegengesetzter Fahrtrichtung unterwegs.

Alle Fahrgäste aus den Zügen geborgen

In dem Bereich des Zusammenstoßes ist die Bahnstrecke eingleisig. Warum beide Züge gleichzeitig auf der Strecke gefahren seien, sei Gegenstand der Ermittlungen, erläuterte Franken. Das Polizeipräsidium arbeite dabei mit der Bundespolizei zusammen. Die Bahnsicherheit liegt üblicherweise im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei.

Die Fahrgäste wurden aus den Zügen geborgen. Ein Großteil von ihnen wurde zur weiteren Betreuung ins Kloster Schäftlarn gebracht. Die Identität des tödlich verletzten Opfers stand zunächst nicht fest. Die Feuerwehr berichtete, dass es sich um einen Fahrgast handele. Über die Schwere der Verletzungen bei den anderen Opfern gab es ebenfalls keine genauen Informationen.

Einer der Züge ist offenbar entgleist

Laut Polizeisprecher Franken ist einer der Züge wohl entgleist, beide Bahnen stünden aber noch aufrecht. Für die Bergungsarbeiten und die Ermittlungen waren rund 130 Polizisten und zahlreiche Feuerwehrleute vor Ort.

Bergungsarbeiten
Für die Bergungsarbeiten und die Ermittlungen sind mehr als 100 Polizisten und zahlreiche Feuerwehrleute vor Ort. © Matthias Balk/dpa

Der Bahnhof liegt an der Strecke der S7 nach Wolfratshausen. Die Deutsche Bahn (DB) hatte als Betreiber der S-Bahn zunächst per Twitter mitgeteilt, dass in dem Bereich zwischen Ebenhausen-Schäftlarn und Baierbrunn „Gegenstände auf der Strecke“ seien. Später wurde mitgeteilt, dass wegen eines Rettungsdienst- und Polizeieinsatzes die Strecke gesperrt sei und ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet worden sei. Aktuelle Informationen lesen Sie in den News-Tickern zum S-Bahn-Unfall von Merkur.de und tz.de - zudem lesen Sie auf Merkur.de Augenzeugenberichte zum Unglück und einen Überblick, was bisher bekannt ist. *Merkur.de und tz.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA. dpa

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