Durchbruch bei Hauttransplantation

Schwerstverbrannter überlebt durch Haut des Bruders

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Franck hat Glück im Unglück: Durch die transplantierte Haut seines Zwillings kann er weiter leben.

In Paris ist ein Durchbruch bei einer Hauttransplantation geglückt. Durch die Haut des Zwillingsbruders kann ein Schwerstverbrannter weiter leben. Die Chancen standen bei Null.

Paris - Dank der Haut seines Zwillingsbruders hat ein Schwerstverbrannter in Frankreich überlebt. Chirurgen der Pariser Klinik Saint-Louis teilten am Donnerstag mit, ihnen sei erstmals eine Hauttransplantation zwischen Zwillingen auf 95 Prozent der Körperfläche gelungen. Der leitende Chirurg Maurice Mimoun sagte der Nachrichtenagentur AFP, bisher seien solche Verpflanzungen nur auf einer Fläche von bis zu 68 Prozent erfolgreich gewesen.

In einem Interview mit der französischen Tageszeitung Figaro sagte der leitende Chirurg: „95 Prozent, das ist enorm. Die Chancen, das zu überleben, lagen quasi bei Null.“

Der 33-jährige Franck hatte im September 2016 bei einem Arbeitsunfall lebensgefährliche Verbrennungen erlitten. Sieben Tage nach seiner Einlieferung in die Klinik transplantierten die Ärzte ihm in mehreren Stufen Haut seines eineiigen Zwillingsbruders. Laut spiegel.de wussten die Ärzte bisher noch nichts von dem Glücksfall. Erst als sich sein Bruder Eric nach Neuigkeiten erkundigte, erzählte dieser, dass er der Zwillingsbruder sei. Das sei wegen der schweren Verbrennungen nicht zu erkennen gewesen. „Eine immense Hoffnung breitete sich plötzlich in mir aus“, erzählt Mimoun.

Dafür wurden nach Angaben der Ärzte fünf bis zehn Zentimeter große Schichten unter anderem vom Schädel und Rücken des Zwillingsbruders entnommen, wo die Haut besonders schnell nachwächst. Die so gewonnene Haut wurde dann mit einer Spezialmaschine gestreckt, sodass sie "wie eine Netzstrumpfhose" um den Körper des Brandopfers gelegt werden konnte, berichtet Mimoun.

Der Bruder sei "äußerst glücklich", seinem Zwilling geholfen zu haben, sagte der Chirurg. Das Brandopfer mache gesundheitlich gute Fortschritte, die Haut im Gesicht und an den Händen habe sich schon sehr gut erholt.

AFP

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