Coronavirus: Variante aus Indien

Mit Delta infiziert? Eindeutige Symptome für eine Corona-Infektion

Eine Corona-Erkrankung ist meistens an ähnlichen Symptomen zu erkennen. Die Delta-Variante scheint sich aber anders zu äußern - und das ist gefährlich.

Die Corona-Pandemie lässt Deutschland aktuell etwas durchatmen. Die Inzidenzen sinken weiterhin und auch Baden-Württemberg freut sich über niedrige Zahlen*. Kein Wunder also, dass einige Politiker mittlerweile über eine Lockerung der Maskenpflicht nachdenken - sogar Bundesgesundheitsminister Jens Spahn findet eine schrittweise Abschaffung richtig*. Doch wenn man Richtung Großbritannien blickt, könnte es schon bald wieder vorbei sein, mit der Glückseligkeit. Dort hat sich die sogenannte „Delta-Mutation“ des Coronavirus ausgebreitet. Wie echo24.de* berichtet, könnte das bald auch Deutschland drohen.

Doch viele würden ihre Corona-Infektion mit der Delta-Variante, die zuerst in Indien aufgetaucht ist und als „Doppelmutante“ bezeichnet wurde, vielleicht gar nicht als solche erkennen. Denn wie der britische Nachrichtensender BBC jetzt berichtet, unterscheiden sich die Symptome von denen der bisherigen Varianten und des ursprünglichen Coronavirus. Und das kann auch weitreichende Folgen für den Sommer-Urlaub haben. Wie costanachrichten.com* berichtet, breitet sich die Delta-Variante auch in Spanien* weiter aus.

Corona-Symptome bei Delta-Mutation variieren - hilft die Impfung noch?

Eine gute Nachricht ist, dass unsere in Europa zugelassenen Impfstoffe bisher wohl gut gegen die Delta-Variante schützen. Laut einer aktuellen britischen Studie können schwere Krankheitsverläufe durch eine vollständige Impfung mit dem Präparat von BioNTech zu 96 Prozent verhindert werden. Mit einer kompletten AstraZeneca-Immunisierung können Fälle der stationären Behandlung aufgrund von Covid-19 in 92 Prozent der Fälle abgewendet werden.

Somit ist die Wirksamkeit der Impfstoffe laut der britischen Gesundheitsbehörde PHE für die Delta-Variante ähnlich, wie bei der Alpha-Mutation, die zuerst in England festgestellt wurde und mittlerweile auch in Deutschland einen großen Teil der Neuinfektionen ausmacht. Wichtig ist laut PHE, dass man sich in jedem Fall vollständig impfen lässt. PHE-Immunisierungschefin Dr. Mary Ramsay sagte in einer Mitteilung: „Es ist essenziell, sich sofort mit der zweiten Dosis impfen zu lassen, sobald man dran ist, um maximalen Schutz gegen alle existierenden und kommenden Varianten zu erhalten.“

Corona-Symptome bei Delta-Mutation: Wie erkennt man eine Erkrankung?

Und die Impfungen gegen das Coronavirus und seine Mutanten scheinen immer wichtiger zu werden - auch mit Blick auf die Delta-Variante. Denn sie zu erkennen könnte schwierig werden. Wie Tim Spector vom King‘s College in London dem Sender BBC erklärte, haben sich die Symptome nämlich bei den meisten Covid-Infizierten geändert. Er erklärte, Fieber gehöre zwar noch immer dazu, doch Infizierte, die an der Delta-Mutation leiden, klagten immer seltener über den Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn. Dieser galt bisher als typisches Corona-Symptom.

Das Coronavirus hat Deutschland fest im Griff. Nun scheint die Delta-Variante neue Symptome hervorzurufen. (Symbolbild)

Spector erklärte weiter, für einige jüngere Menschen könne sich eine Corona-Infektion somit eher wie eine einfache Erkältung anfühlen. Deshalb sei es umso wichtiger, sich in jedem Fall - auch bei normalen Erkältungssymptomen - auf Covid-19 testen zu lassen. Denn die Delta-Variante macht in Großbritannien bereits mehr als 90 Prozent aller Corona-Neuinfektionen aus.

Großbritannien liegt aktuell bei einer 7-Tage-Inzidenz von 75,1, obwohl fast 45 Prozent der dortigen Bevölkerung bereits vollständig geimpft sind. Da die Alpha-Variante des Coronavirus, die sich zunächst im Vereinten Königreich ausgebreitet hatte, nun auch in Deutschland über 90 Prozent der Neuinfektionen ausmacht, gehen Forscher davon aus, dass es sich mit der Delta-Mutation genauso verhalten wird und die Variante in den nächsten Wochen in Deutschland Fuß fasst. *echo24.de und costanachrichten.com ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © NIAID-RML/AP/dpa

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