Infektionskrankheit

Coronavirus: Chinesische Polizei setzt  „Bürgerjournalisten“ fest - sie berichteten aus Wuhan

Coronavirus: Zwei „Bürgerjournalisten“ werden von der Polizei festgesetzt. Sie hatten aus Wuhan berichtet. Derweil steigt die Zahl der Todesopfer auf über 1000.

  • 14. Coronavirus-Fall in Deutschland bestätigt
  • Zahl der Toten durch das Coronavirus so stark gestiegen wie noch nie.
  • Alle 20 China-Rückkehrer in Berlin wurden negativ getestet

Update vom Dienstag, 11.02.2020, 11.45 Uhr: China hat die Zählung von Coronavirus-Infizierten geändert: Wer keine Symptome hat, wird nicht mehr in der Coronavirus-Statistik gelistet. Lesen Sie das und mehr in unserem neuen Ticker zum Coronavirus.

Update vom Dienstag, 11.02.2020, 07.30 Uhr: Zwei chinesische „Bürgerjournalisten“, die über den Ausbruch des Coronavirus und die überfüllten Krankenhäusern in Wuhan im Internet berichtet haben, sind von der chinesischen Polizei festgesetzt worden. Wie die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch am Dienstag unter Hinweis auf Familie und Freunde berichtete, hätten Polizisten den Anwalt Chen Qiushi und den Blogger Fang Bin „unter dem Vorwand der Quarantäne abgeholt“.

Seither seien beide nicht mehr über ihr Handy erreichbar, was in Isolation normalerweise möglich sein müsste. Keiner von beiden habe Symptome einer Infektion gehabt. „Wer in normaler Quarantäne steckt, kann telefonieren“, sagte die in New York ansässige Forscherin Wang Yaqiu von Human Rights Watch. „Beide haben die Zustände in Wuhan untersucht und unverblümt darüber gesprochen.“

Coronavirus: Zahl der Infektionen ist zurückgegangen

Derweil werden aktuell mehr als 1000 Todesfälle gemeldet. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden fielen der Lungenkrankheit weitere 108 Menschen zum Opfer, womit bislang insgesamt 1016 Menschen in China an der Lungenkrankheit gestorben sind. Das teilte die Gesundheitskommission in Peking am Dienstag mit. Allein 103 neue Opfer wurden aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei gemeldet. 

Während die Zahl der Toten so schnell stieg wie noch nie seit Ausbruch der Krankheit, ging die Zahl neuer Infektionen am Dienstag im Vergleich zum Vortag zurück. Landesweit wurden 2478 weitere Erkrankungen gemeldet, somit die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen in China auf 42 638 stieg.

Update vom Montag, 10.02.2020, 17.00 Uhr: Chinas Präsident Xi Jinping hat sich am Montagnachmittag  zum ersten Mal mit Atemmaske in der Öffentlichkeit gezeigt. Auf Bildern des staatlichen Fernsehens war zu sehen, wie Xi Jinping sich mit ausgestrecktem Arm die Körpertemperatur messen ließ und er mit einigem Abstand mit Anwohnern sprach. In der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Virus ursprünglich in der Stadt Wuhan ausgebrochen war, war Xi Jinping bislang noch nicht zu Besuch. Das Coronavirus setzt die Staatsführung in China unter Druck. Die Aufnahmen sollen das chinesische Volk vermutlich beschwichtigen.

Update vom Montag, 10.02.2020, 15.10 Uhr:Die 20 Rückkehrer aus China, die am Sonntag in Berlin-Tegel gelandet sind, sind negativ auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die zuständige Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) teilte in Berlin mit: „Alle Testergebnisse auf das neuartige Coronavirus der Rückkehrerinnen und Rückkehrer in Berlin sind negativ." 

Trotz der Entwarnung müssen die Rückkehrer in Quarantäne bleiben. „Die 14-tägige Quarantäne für die Dauer einer längst möglichen Inkubationszeit unter Beobachtung ist eine Maßnahme, um die Betroffenen selbst und die Bevölkerung zu schützen. Der Bevölkerungsschutz hat höchste Priorität für mich“, erklärte Kalayci das Vorgehen. Parallel zur Quarantäne sollen bei den Rückkehrern alle vier Tage Tests auf Coronavirus durchgeführt werden.

In Deutschland breitet sich das Coronavirus* weiter aus. Ein Verbündeter im Kampf gegen SARS-CoV-2 ist das Wetter und dabei vor allem der Sommer.

Coronavirus: London verschärft Schutz-Maßnahmen

In Großbritannien hat die Regierung unterdessen das neuartige Coronavirus als „ernste und unmittelbare Gefahr für die Volksgesundheit“ eingestuft. Deshalb hat sie ihre Schutzmaßnahmen verschärft: Menschen können nun gezwungen werden, in Quarantäne zu gehen, wie das Gesundheitsministerium am Montag in London mitteilte. Zuvor war bekannt geworden, dass sich ein Brite im Januar in Singapur mit der Coronavirus infiziert hatte und inzwischen mit Fällen in England, Frankreich und Spanien in Verbindung gebracht wird.

Update vom Montag, 10.02.2020, 07.25 Uhr: Die Zahl neuer Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus in China ist erneut gestiegen. Wie Chinas Gesundheitskommission am Montag mitteilte, wurden landesweit 97 neue Todesfälle bestätigt. Damit sind bislang mehr als 908 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen. Die Zahl der neu nachgewiesenen Erkrankungen stieg um 3062 auf 40.171 Fälle.

Testergebnisse der China-Rückkehrer erwartet

Allein in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Virus ursprünglich in der Stadt Wuhan ausgebrochen war, kamen 2618 Infektionen und 91 Todesfälle hinzu. Außerhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt mehr als 300 Erkrankungen bestätigt, davon 14 in Deutschland.

Nach der Ankunft von 20 weiteren China-Rückkehrern in Berlin sollen an diesem Montag Ergebnisse der Tests auf das Coronavirus vorliegen. Die Auswertung soll am Universitätsklinikum Charité erfolgen. Die Senatsverwaltung für Gesundheit wollte sich am Nachmittag zu den Ergebnissen äußern.

Update vom Sonntag, 09.02.2020, 20.31 Uhr: China kämpft weiterhin gegen das neuartige Coronavirus. Rund 6200 medizinische Fachkräfte sind am Wochenende mit 47 Charterflügen in die schwer betroffene chinesische Stadt Wuhan gebracht worden. Dies sei der vom Umfang her größte Transport medizinischen Personals seit Ausbruch der neuartigen Lungenerkrankung in China, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag unter Berufung auf die zivile Luftfahrtbehörde ACCA. Neun chinesische Fluggesellschaften hätten neben dringend benötigter medizinischer Ausstattung 34 Teams aus mehreren Provinzen befördert.

Update vom Sonntag, 09.02.2020, 20.22 Uhr: Den China-Rückkehrern aus der vom Coronavirus am stärksten betroffenen Stadt Wuhan geht es nach ersten Angaben gut. Die 16 Erwachsenen und vier Kinder seien wohlauf, sagte die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) nach der Rückkehrer-Ankunft am Flughafen Tegel.

Coronavirus: Maschine mit Wuhan-Rückkehrern in Berlin gelandet

Update vom Sonntag, 09.02.2020, 15.44 Uhr: Neue Rückkehrer aus China: Ein Flugzeug der Bundeswehr ist aus der schwer vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan in Berlin gelandet. Die Maschine kam am Sonntagmittag auf dem Flughafen Tegel an, wie das Auswärtige Amt der dpa in Berlin mitteilte. Die 20 Rückkehrer aus China kommen nun in Quarantäne. Sie werden in einem Gebäude der Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in dem Berliner Stadtteil Köpenick untergebracht.

Ein britisches Charterflugzeug brachte die Rückkehrer aus Wuhan zunächst zu einem Militärflughafen in der Nähe von Oxford. Nach dem Zwischenstopp dort flog eine Bundeswehr-Maschine die Deutschen am Vormittag weiter nach Berlin.

Am Flughafen Tegel sollten die Menschen laut Gesundheitsverwaltung von einem Amtsarzt in Empfang genommen werden. Er soll prüfen, ob bei Passagieren während des Fluges Symptome aufgetreten sind. Alle Passagiere würden auf das Coronavirus getestet, hieß es. Mit einem Ergebnis wurde für Montagmittag gerechnet.

Coronavirus: WHO kämpft gegen Fake News in Sozialen Netzwerken

Update vom Sonntag, 09.02.2020, 7 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisatio WHO sagt der Desinformation in den Sozialen Medien im großen Stil den Kampf an. Dafür arbeitet die WHO nicht nur mit Instagram und Youtube zusammen, sondern auch mit Facebook, Twitter, Google, TikTok und Pinterest. 

Ziel der Maßnahme soll sein, dass bei Suchanfragen zum Coronavirus zunächst Suchanfragen die Informationen der Weltgesundheitsorganisation als erstes Ergebnis angezeigt werden. 

Mittlerweile hat die Zahl der Todesopfer durch das neue Coronavirus die Zahl der Toten durch die Sars-Pandemie vor 17 Jahren überstiegen. Die Gesamtzahl der Todeopfer weltweit klettert am Sonntag auf 813, wie dpa berichtet. Allein in Festland-China und Hongkong hatte es 648 Todesfälle geben.

Unterdessen werden weitere Ausländer aus der stark vom Coronavirus betroffenen Region rund um die Stadt Wuhan ausgeflogen. 

Das Auswärtige Amt twitterte am Samstagabend mit einem Dank an die britischen Behörden: "An Bord einer britischen Chartermaschine sind Deutsche und Familienangehörige aus Wuhan auf dem Weg in die Heimat." In Berlin werden am Sonntagvormittag etwa 20 deutsche Staatsbürger aus Wuhan erwartet.

Coronavirus: WHO geht gegen Falschinformationen in sozialen Netzwerken vor

Update vom Samstag, 08.02.2020, 18 Uhr: Im Internet kursieren zahlreiche falsche Informationen über das neuartige Coronavirus, die nach Angaben von Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, für Verwirrung und Angst in der Bevölkerung sorgen. Deshalb geht die WHO gegen solche Falschinformationen vor. „Wir bekämpfen daher auch die Trolle und Verschwörungstheoretiker, die falsche Informationen verbreiten und damit die Arbeit gegen den Ausbruch unterlaufen“, so Tedros.

Der WHO-Chef erklärte, dass man dafür auch mit zahlreichen sozialen Netzwerken in Kontakt sei. „Wir haben sie gebeten, falsche Informationen heraus zu filtern und korrekte Infos von vertrauenswürdigen Quellen zu begünstigen.“ Über Instagram und Youtube habe die WHO zudem den Kontakt zu Influencern gesucht und darum gebeten, sachliche Nachrichten über das Virus zu verbreiten. „Der Fokus liegt dabei auf der Region Asien-Pazifik“, sagte Tedros.

Neuartiges Coronavirus könnte sich auch über Fäkalien ausbreiten

Update vom Samstag, 08.02.2020, 15.00 Uhr: Das neuartige Coronavirus breitet sich vor allem über Tröpfcheninfektion aus, davon gehen Forscher aus. Doch laut einer Studie chinesischer Wissenschaftler könnte es noch einen weiteren Verbreitungsweg geben: Fäkalien. Einige Patienten in einem Krankenhaus in der zentralchinesischen Millionenstadt Wuhan hätten vor dem Auftreten von Fiebersymptomen und Atembeschwerden zuerst unter Durchfall und Übelkeit gelitten, heißt es in einer am Freitag im "Journal of the American Medical Association" veröffentlichten Arbeit.

Bei zehn Prozent von 138 Patienten habe der Krankheitsverlauf mit Durchfall und Übelkeit begonnen, schreiben die Wissenschaftler. Die Forscher gaben an, sich bei den frühen Fällen der erstmals im Dezember in Wuhan aufgetreten Krankheit vor allem auf Atemwegssymptome konzentriert zu haben. Dabei könnten mit dem Verdauungstrakt verbundene Symptome übersehen worden sein.

Coronavirus könnte über Fäkalien übertragen werden - genau wie Sars

Die Erkenntnis über einen Infektionsweg über Fäkalien kommt für die Wissenschaftler nicht völlig überraschend, da sich auch das Sars-Virus während der Epidemie Anfang der 2000er Jahre teilweise so übertragen hatte. Sars wird genauso wie die neuartige Erkrankung durch Coronaviren ausgelöst.

Die Ansteckung über Fäkalien könne vor allem in Krankenhäusern eine neue Herausforderung für die Eindämmung der Viruserkrankung darstellen, warnte David Fisman, ein Epidemiologe an der Universität Toronto.

Update vom Samstag, 08.02.2020, 14.30 Uhr: Am morgigen Sonntag sollen 20 weitere deutsche Rückkehrer aus dem chinesischen Wuhan in Berlin landen. Die Rückkehrer sollen im militärischen Teil des Flughafens Tegel landen und vom zuständigen Amtsarzt in Empfang genommen werden. Anschließend sollen sie in einem Isolierbereich in den DRK-Kliniken Berlin-Köpenick untergebracht werden. Mit einem Ergebnis des Tests auf das Coronavirus wird dann am Montagmittag gerechnet. Am vergangenen Wochenende war eine Luftwaffen-Maschine mit 126 Rückkehrern aus Wuhan in Frankfurt gelandet. Bei zwei der Rückkehrer wurde das Coronavirus diagnostiziert. Die China-Rückkehrer befinden sich derzeit noch in Quarantäne.

Coronavirus: Chinesische Gesundheitsbehörde meldet mehr Neuinfektionen

Update vom Samstag, 08.02.2020, 9.50 Uhr: Die vergangenen zwei Tage war kurz Hoffnung aufgekommen, dass nun der Höhepunkt der Infektionswelle mit dem Coronavirus erreicht wurde. Nun meldet die chinesische Gesundheitsbehörde am Samstag (8.2.2020) sehr viel mehr Neuinfektionen. Die Zahl der Patienten, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, kletterte innerhalb eines Tages um 3399 auf 34 546. Das teilte die Gesundheitskommission in Peking mit.

Auch die Zahl der Toten legte erneut deutlich um 86 auf 722 zu. Allein die Provinz Hubei, wo das Virus ursprünglich in der Metropole Wuhan ausgebrochen war, meldete 81 neue Todesopfer. Außerhalb von Festland-China gibt es in mehr als zwei Dutzend Ländern über 270 weitere Infektionsfälle, davon 14 in Deutschland, zwölf davon in Bayern. 

Unter den Toten in Wuhan sind erstmal zwei Ausländer. Zwei Patienten, einer aus den USA und einer aus Japan, starben an einer Infektion mit dem Coronavirus. 

30.000 Menschen in China am Coronavirus erkrankt, Lage in Wuhan dramatisch

Update vom Samstag, 08.02.2020, 6.16 Uhr: Die Lage in der chinesischen Metropole Wuhan ist weiterhin dramatisch. Wie spiegel.de berichtet sind die Krankenhäuser vollkommen überlastet. Es fehle an Schutzanzügen. 

Chinas Nationale Gesundheitskommission meldet bis Freitag über 30.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen und 636 Tote. Zahlreiche Berichte lassen jedoch den Rückschluss zu, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegen könnte. Wie der Spiegel weiter berichtet, seien in den letzten Tagen viele Menschen mit Symptomen einer Infektion mit dem Coronavirus von einem Krankenhaus zum nächsten geschickt worden. Die Labore nicht hinterher, das Virus bei den jeweiligen Patienten nachzuweisen. 

Die Maßnahmen in vier Millionenstädten in der Provinz Zhejiang wurden derweil weiter verschärft. Dort darf laut Spiegel-Informationen nur alle zwei Tage ein Familienmitglied das Haus verlassen, um Besorgungen zu machen. 

Die Krankenzahlen in Wuhan steigen weiter. Am Donnerstagabend soll es offiziell 1766 Neuinfektionen gegeben haben. 

Coronavirus: Forscher haben Verdacht, welches Tier die Krankheit überträgt

Update vom Freitag, 07.02.2020, 20.05 Uhr: Nach einem weiteren Nachweis ist die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle in Deutschland auf 14 gestiegen. Der Erreger wurde bei der Frau eines Infizierten aus Bayern nachgewiesen, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Abend mitteilte. Die Frau werde medizinisch überwacht und ist in der München Klinik Schwabing isoliert. 

Damit gibt es in Bayern zwölf Fälle, alle stehen in Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto. Dort hatten sich Mitarbeiter bei einer Kollegin aus China angesteckt. Deutschlandweit gibt es nun 14 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert haben. Bei zwei von ihnen wurde das Virus nachgewiesen, nachdem sie am Wochenende mit einem Flug der Bundeswehr aus China nach Deutschland geholt worden waren.

Update vom Freitag, 07.02.2020, 19.51 Uhr: Die US-Notenbank Fed hat vor massiven Folgen des Coronavirus für die Weltwirtschaft gewarnt. Die Ausbreitung der neuartigen Erkrankung könne zu Verwerfungen in der chinesischen Wirtschaft führen, die weltweit Niederschlag finden, erklärte die Fed in ihrem halbjährigen Bericht zur Währungspolitik. Vor diesem Hintergrund einer international schwächelnden Konjunktur und niedriger Inflation deutete die Fed an, dass Zinssenkungen durch die Zentralbanken weltweit zu erwarten seien.

Die Ausbreitung des Coronavirus hat die chinesische Wirtschaft bereits schwer getroffen. Flugverbindungen aus dem Ausland wurden gestrichen, ausländische Unternehmen schlossen ihre Produktion oder ihre Filialen in Festland-China. Die chinesische Zentralbank stellte der Wirtschaft des Landes unlängst eine Finanzspritze in Milliardenhöhe zur Verfügung.

Update vom Freitag, 07.02.2020, 14.54 Uhr: Forscher aus Süd-China haben nun einen ersten konkreten Verdacht, welches Tier das Coronavirus übertragen haben könnte. Wie der Guardian schreibt, könnte das Schuppentier, auch Pangolin genannt, für den Ausbruch der Epidemie verantwortlich sein. 

Auslöser des Coronavirus: Schuppentier für Ausbruch verantwortlich?

Das Schuppentier (Pangolin) kommt ursprünglich aus der Sahara, gehört aber zu den weltweit am meisten geschmuggelten Tieren. Die Tiere stehten deswegen unter starkem Schutz. Unglücklicherweise sind die Tiere für Schmuggler leichte Beute: bei Gefahr rollen sich die Schuppentiere zusammen und bleiben versteift liegen, weswegen sie von Wilderern leicht eingesammelt werden können.

Coronavirus: Forscher haben Verdacht, welches Tier die Krankheit überträgt.

Das Fleisch des Pangolin gilt als teure Spezialität. Die Schuppen sollen bei Magenbeschwerden helfen und zur Potenzsteigerung bei Männern beitragen. Auch zur Regulierung des Menstruationszyklus bei Frauen soll es dienlich sein. In der chinesischen Medizin gelten die Schuppen unter anderem als Aphrodisiakum. 

"Diese neue Entdeckung ist sehr wichtig, um den Ursprung des Erregers in den Griff zu bekommen und neuen Infektionen vorzubeugen", erklärte die South China Agricultural University, die die Forschungsarbeit geleitet hat. Ein Professor für Tiermedizin an der Hong Kong City University warnt derweil jedoch vor voreiligen Schlüssen. Die Studie sei bisher nur ein Anhaltspunkt. Ob das Pangolin das Virus tatsächlich überträgt, muss noch genauer untersucht werden. 

Coronavirus: Toter Arzt aus China wird zur Symbolfigur 

Update vom Freitag, 07.02.2020, 13.31 Uhr: Nach der offiziellen Bestätigung des Todes von Li Wenliang, der früh vor dem Ausbruch des Coronavirus gewarnt hatte, wurde der Arzt in Online-Netzwerken als Held im Kampf gegen das Virus gewürdigt, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Dabei wurde auch die Frage gestellt, warum die Behörden nicht auf seine Warnungen hörten und dadurch im Kampf gegen die Epidemie kostbare Zeit verloren. Mittlerweile gibt es in China schon mehr als 31.000 nachgewiesene Infektionen und mehr als 630 Todesopfer, die Zahlen steigen täglich.

Die Kritik reicht aber weit über Lis Fall und das Coronavirus hinaus. „Ich will Meinungsfreiheit“ oder „Wir fordern Meinungsfreiheit“, ist im Kurzbotschaftendienst Weibo derzeit immer wieder zu lesen, bevor die Zensur die Einträge löscht. Ein anderer Beitrag lautete: „Dem chinesischen Volk wird nur eine Freiheit erlaubt und das ist die Freiheit, die das Land und die Kommunistische Partei ihm gibt.“ Kämpferisch fügte der Nutzer hinzu: „Aber es sollten eindeutig wir die Herren über die Gesetze dieses Landes sein.“

Statt die Warnung des Arztes aufzugreifen, versuchten die Behörden in Wuhan, Li mundtot zu machen. Wie er im Internet schilderte, kam die Polizei zu ihm und zwang ihn, eine Erklärung zu unterschreiben, dass er keine „gesetzeswidrigen Handlungen“ mehr begehen werde.

Arzt in China hatte früh vor Coronavirus gewarnt - Jetzt ist er an der Infektion gestorben

Update vom Freitag, 07.02.2020, 08.45 Uhr: Nach dem Tod des chinesischen Arztes Li Wenliang, der frühzeitig vor dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus gewarnt hatte, hat die chinesische Regierung eine offizielle Untersuchung gestartet. 

Mit Zustimmung des Zentralkomitees der Partei schickte die staatliche Aufsichtskommission ein Ermittlungsteam nach Wuhan, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Der Tod des 34-jährigen Augenarztes, der am Donnerstagabend selbst an der Lungenkrankheit gestorben war, hatte große Anteilnahme im ganzen Land ausgelöst. 

Das Schicksal des Arztes symbolisiert für viele Chinesen die Folgen der Untätigkeit oder langsamen Reaktion der Behörden auf den Ausbruch. Bei den Ermittlungen gehe es um Fragen des Volkes zu diesem Geschehen, hieß es. 

Coronavirus: Chinesischer Arzt Li Wenliang ist tot

Update vom Donnerstag, 06.02.2020, 19.42 Uhr: Der chinesische Arzt Li Wenliang, der als einer der ersten vor dem Virus gewarnt hatte, ist nach Angaben der chinesischen staatlichen Zeitung „Global Times“ vom Donnerstag an dem Virus gestorben. 

Er und sieben weitere Teilnehmer einer Medizinergruppe waren nach ihrer Warnung zunächst von der Polizei vorgeladen und verwarnt worden und mussten unterschreiben, dass sie nichts mehr über den Ausbruch enthüllen.

Wie die New York Times berichtet soll Li anschließend mit Repressionen von staatlicher Seite gedroht worden sein. Man soll ihn von staatlicher Seite verboten haben, weiter über die neuartige Erkrankung zu berichten. 

Update vom Donnerstag, 06.02.2020, 19.38 Uhr: In Deutschland hat sich die Frau eines Infizierten ebenfalls mit dem Coronavirus angesteckt. Damit ist die Gesamtzahl der Virennachweise auf 13 gestiegen – 11 davon im Zusammenhang mit der bayerischen Firma Webasto, zwei bei Rückkehrern aus China.

Coronavirus: Vier Infizierte in bayrischer Familie

Der jüngste Virennachweis stamme von der 38-jährigen Frau eines der Patienten aus Bayern, wie das bayerische Gesundheitsministerium mitteilte. In den vergangenen Tagen war bereits bekannt geworden, dass sich auch zwei Kinder des Paares angesteckt haben. Bei dem dritten Kind des Paares, einem Säugling, sei das Virus bisher nicht nachgewiesen worden, sagte der medizinische Direktor der Kliniken der Südostbayern AG, Stefan Paech. Die ganze Familie ist im Trostberger Klinikum der Südostbayern AG in Quarantäne.

Mit dem Coronavirus infizierte Patienten sind in einem provisorischen Krankenhaus in China untergebracht.

Update vom Donnerstag, 06.02.2020, 19.31 Uhr: Die Bundesregierung will weitere Deutsche aus dem Coronavirus-Gebiet in China holen. Wie der „Spiegel“ am Donnerstag unter Berufung auf den Krisenstab des Auswärtigen Amts berichtete, befinden sich in der Region um die zentralchinesische Stadt Wuhan noch rund 20 Deutsche. Sie hätten am vergangenen Wochenende zum Teil nicht ausgeflogen werden können, da sie es nicht zum Flughafen geschafft hätten.

Die Betroffenen wollen demnach aber nicht in der abgeriegelten Stadt bleiben und haben sich an das Auswärtige Amt gewandt. Der Krisenstab bemühe sich deshalb, auch diese Deutschen zurück nach Deutschland zu bringen, berichtete der „Spiegel“ weiter. Möglicherweise könnten die Deutschen mit einer Maschine mitfliegen, die am Wochenende eine größere Gruppe von britischen Staatsbürgern ausfliegen soll. Für diese Option laufen dem Bericht zufolge bereits Gespräche mit der Regierung in London.

Coronavirus: Rückkehrer müssen sich auf Quarantäne einstellen

Für die zweite Gruppe von Rückkehrern aus dem Coronavirus-Gebiet sollen nach der Rückkehr ähnlich strenge Regeln wie für die am Wochenende ausgeflogenen Deutschen gelten, unter anderem eine 14-tägige Quarantäne. Nach „Spiegel“-Informationen soll die Gruppe aber nicht in der Bundeswehr-Kaserne Germersheim sondern in einer Klinik in Berlin-Köpenick untergebracht werden.

Update vom Donnerstag, 06.02.2020, 16.55 Uhr:  Mehrere europäische Fluggesellschaften haben am Donnerstag die Aussetzung ihrer Flüge nach China wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verlängert. Der französisch-niederländische Luftfahrtkonzern Air France-KLM will frühestens Mitte März wieder erste Verbindungen aufnehmen, die spanische Iberia will China sogar bis mindestens Ende April fern bleiben. Die Lufthansa hatte ihre Flugpause bereits am Montag ausgedehnt.

Die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic erklärte am Donnerstag, die Verbindung von London nach Shanghai werde noch bis mindestens 28. März ausgesetzt. Iberia teilte mit, China werde frühestens Ende April wieder angeflogen.

Die Lufthansa hatte bereits am Montag mitgeteilt, länger als zunächst geplant auf Flüge zum chinesischen Festland zu verzichten. Die Airline selbst sowie die Lufthansa-Gesellschaften Swiss und Austrian Airlines fliegen bis zum 28. Februar nicht nach Peking und Shanghai. Die übrigen Ziele Nanjing, Shenyang und Qingdao werden demnach bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März nicht angeflogen.

Coronavirus verunsichert Hongkong – Menschen stürmen Supermärkte

Update vom Donnerstag, 06.02.2020, 13.45 Uhr: Gerüchte um das Coronavirus haben die Bevölkerung von Hongkong in Alarmbereitschaft versetzt. Dort sind derzeit Hamsterkäufe von Klopapier und anderen Gütern des alltäglichen Bedarfs an der Tagesordnung. In Supermärkten bilden sich lange Schlangen und Menschen stopfen ihre Einkaufswägen mit mehreren Klopapierpackungen voll, da sie deren Mangel befürchten. 

Falschinformationen über Knappheit bei Waren wie Klopapier und Reis hätten zu „Panikkäufen und sogar Chaos“ geführt, wie die Hongkonger Regierung am Mittwochabend erklärte. Menschen „mit bösen Absichten“ hätten die Gerüchte gestreut, gerade jetzt, wo die Stadt gegen die Virus-Krankheit kämpfe. „Es gibt genügend Vorräte an Grundnahrungsmitteln wie Reis und Nudeln“, versicherte die Regierung in ihrer Mitteilung. „Es gibt keinen Grund für die Öffentlichkeit, sich Sorgen zu machen.“


Update vom Donnerstag, 06.02.2020, 11.23 Uhr: Ein Biotechnologie-Unterhehmen aus Tübingen forscht derzeit an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Das Vorhaben wird mit 7,5 Millionen Euro gefördert, wie tagesschau.de berichtet. Bereits in wenigen Monaten könnte der Impfstoff einsatzbereit sein.

Auch in Großbritannien, Amerika und Australien laufen die Entwicklungen für einen Impfstoff auf Hochtouren. Dabei wird vor allem auf biotechnologische Verfahren gesetzt – sie sollen die Zeit verkürzen, die es braucht, um einen Impfstoffkandidaten für die Prüfung in klinischen Studien bereitzustellen. 

Update vom Donnerstag, 06.02.2020, 10.45 Uhr: Ein chinesischer Blogger hat Videos über die sozialen Netzwerke veröffentlicht, die die Lage in Wuhan weitaus dramatischer zeigen, wie es die offiziellen Stellen in China bisher vermittelt haben. 

Anders als bisher kommuniziert, haben die Behörden die Lage in der vom Coronavirus am stärksten betroffenen Region nicht im Griff. Die Veröffentlichung hat Konsequenzen für den jungen Mann. 

Zahl der Toten durch das Coronavirus so stark angestiegen wie nie zuvor

Update vom Donnerstag, 06.02.2020, 7.00 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus werden die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen von Wien verschärft. Ab Donnerstagmorgen werde am Flughafen der österreichischen Hauptstadt bei Passagieren, die per Direktflug aus Peking kommen, die Temperatur gemessen, kündigte Niederösterreichs Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig im Sender ORF an.

Sieben Österreicher, darunter ein Kind, waren am Sonntag aus der chinesischen Provinz Hubei, von wo die Epidemie ihren Ausgang genommen hatte, ausgeflogen worden. Bislang fielen die Tests bei den Rückkehrern nach Behördenangaben negativ aus. Sie befinden sich in Wien in Quarantäne.

Update vom Donnerstag, 06.02.2020, 6.19 Uhr: Die Zahl der am Coronavirus Verstorbenen ist auf insgesamt 563 gestiegen. Wie die chinesische Gesundheitskommission in Peking berichtete, waren es innerhalb eines Tages 73 neue Tote. Damit ist die Zahl der Toten durch das Coronavirus in China so stark angestiegen wie noch nie zuvor. Auch die bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus nahmen um 3694 auf 28018 Fälle zu. Die Kommission sprach zusätzlich von mehr als 24 000 Coronavirus-Verdachtsfällen. Außerhalb von Festland-China sind in mehr als einem Dutzend Ländern mehr als 240 weitere Fälle bestätigt. In Hongkong und auf denPhilippinen gab es auch zwei Tote.

Update vom Mittwoch, 05.02.2020, 20.41 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat zu Spenden in Höhe von 675 Millionen Dollar (613 Millionen Euro) zur Bekämpfung des Coronavirus aufgerufen. Der Großteil des Geldes solle in besonders "gefährdete" Länder fließen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Die WHO habe einen Vorsorgeplan entwickelt, für dessen Finanzierung in den kommenden drei Monaten 675 Millionen Dollar nötig seien. "Unsere Botschaft an die internationale Gemeinschaft ist: Investiert heute oder zahlt später mehr", sagte Tedros. Die Summe liege deutlich unter jener, die später fällig werde, "wenn wir jetzt nicht in Vorsorge investieren". 

Coronavirus: Airbus schließt Werk in China aus Angst vor Pandemie

60 Millionen Dollar sollen demnach für WHO-Einsätze verwendet werden, der Rest soll an Länder gehen, die Hilfe bei Vorsorgemaßnahmen gegen das Virus benötigen. In einem ersten Schritt sollen Tedros zufolge 500.000 Atemschutzmasken und 350.000 Paar Gummihandschuhe an 24 Länder verschickt werden. Die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates sagte am Mittwoch 100 Millionen Dollar für den Kampf gegen das Virus zu. 

In China steigt die Zahl der Todesopfer des Coronavirus weiter. Nun gibt es neue Erkenntnisse zur Übertragbarkeit der Krankheit. 

Update vom Mittwoch, 05.02.2020, 13.35 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat der Flugzeugbauer Airbus sein Werk in China geschlossen. Das Unternehmen erklärte, dass die Fertigung in der Hafenstadt Tianjin südöstlich von Peking zum Erliegen gekommen sei. Das Virus stelle den Flugzeugbauer vor „logistische Herausforderungen“, wie Airbus als Begründung für die Schließung bekanntgab. 

„Airbus verfolgt die Entwicklung der Lage beim Coronavirus und setzt die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation um“, betonte der Konzern. Er sieht sich „weltweit“ von dem hoch ansteckenden Coronavirus betroffen. Die Fertigungsanlage in Tianjin ist die einzige außerhalb von Europa.

Coronavirus: Situation „an der Belastungsgrenze“

Update vom Mittwoch, 05.02.2020, 8.38 Uhr: Als „an der Belastungsgrenze“ beschreibt Oberst Johannes Stamm die Situation auf dem Evakuierungsflug der Luftwaffe nach Deutschland, bei dem mehr als 100 Deutsche aus dem Coronavirus-Krisengebiet geflogen wurden. Das berichtet die Bild. Die Atmosphäre auf dem Flug sei leicht angespannt gewesen, Personal und Material seien an der Belastungsgrenze gewesen. 

Der Flug war relativ spontan geplant worden, alles sei recht kurzfristig geschehen, so der Oberst. Man habe schließlich Überflugrechte für verschiedene Länder gebraucht. Nach der Landung habe große Erleichterung geherrscht. Während des Flugs habe die gesamte Crew unter „Vollschutz“ arbeiten müssen, so Oberstarzt Dr. Thomas Harbaum vom Kommando Sanitätsdienst. 

Wie bereits berichtet haben Forscher herausgefunden, dass das Coronavirus auch von Menschen mit nur leichten Symptomen übertragen wird. Die Experten begründen ihre Aussage mit der Beobachtung, dass einige der derzeit in der München Klinik Schwabing wegen der Lungenkrankheit behandelten Patientinnen und Patienten mit Coronavirus-Infektion auch bei nur schwachen Krankheitssymptomen ansteckende Viren in ihrem Nasen-Rachen-Raum aufweisen würden. 

Coronavirus: Maschine nach Evakuierung aus China bald wieder einsatzbereit

Die Maschine werde anschließend desinfiziert, nach 24 Stunden solle sie weider einsatzbereit sein. Ein weitere Flugh dieser Art sei seines Wissens nicht geplant, so Stamm zu Bild.de (hinter Bezahlschranke).

Update vom Mittwoch, 05.02.2020, 6.58 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen und der Toten durch das neuartige Coronavirus ist in China wieder schneller gestiegen als in den Tagen zuvor. 

Bis Mittwoch kletterte die Zahl der Patienten innerhalb eines Tages um 3887 auf 24.324, berichtete die Gesundheitskommission in Peking. Die Zahl der Toten legte um 65 auf 490 zu. Außerhalb von Festland-China gibt es in mehr als zwei Dutzend Ländern rund 220 weitere Fälle, davon zwölf in Deutschland. In Hongkong und den Philippinen sind auch zwei Patienten gestorben.

Update vom Mittwoch, 05.02.2020, 6.35 Uhr: Von den Menschen auf dem in Japan unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiff sind mindestens zehn mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Dies hätten die ersten vorliegenden Testergebnisse gezeigt, teilte der japanische Gesundheitsminister Katsunobu Kato am Mittwoch mit. Die Mehrheit der Testergebnisse stand nach seinen Angaben noch aus.

Coronavirus: Betroffene müssen auf Schiff ausharren

Die zehn positiv auf das Virus getesteten Menschen seien von der „Diamond Princess“ geholt worden, sagte der Minister. Sie sollten von medizinischen Organisationen betreut werden. Zur Staatsbürgerschaft der Infizierten machte Kato keine Angaben. Ein Sprecher der deutschen Repräsentanz der Reederei Princess Cruises hatte zuvor der „Bild“-Zeitung gesagt, unter den Passagieren seien acht Deutsche.

Laut Kato müssen die an Bord verbleibenden Passagiere und Besatzungsmitglieder zwei Wochen auf dem Schiff ausharren. Er verwies auf die bisherigen Erkenntnisse, wonach es bis zu 14 Tage dauern kann, bis mit dem Coronavirus Infizierte die ersten Symptome zeigen.

Das Schiff mit insgesamt 3711 Passagieren und Besatzungsmitliedern war am Montag im Hafen von Yokohama unter Quarantäne gestellt worden. Auslöser der Maßnahme war der Fall eines 80-jährigen Passagiers, der die „Diamond Princess“ in Hongkong verlassen hatte und dann dort positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Coronavirus kann von Patienten mit sehr milden Krankheitssymptomen übertragen werden

Update vom Dienstag, 04.02.2020, 23.03 Uhr: Das Coronavirus kann nach Erkenntnissen deutscher Forschungsinstitute auch von Patienten mit nur sehr milden Krankheitssymptomen übertragen werden. Das teilten die Charité in Berlin, die München Klinik Schwabing und das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr  in einer gemeinsamen Erklärung mit. 

Die Experten begründen ihre Aussage mit der Beobachtung, dass einige der derzeit in der München Klinik Schwabing wegen der Lungenkrankheit behandelten Patientinnen und Patienten mit Coronavirus-Infektion auch bei nur schwachen Krankheitssymptomen ansteckende Viren in ihrem Nasen-Rachen-Raum aufweisen würden. 

Zudem sei festgestellt worden, dass sich das neuartige Coronavirus bei den betroffenen Patienten unabhängig von der Lunge auch im Nasen-Rachen-Raum und im Verdauungstrakt vermehrt. Diese Beobachtungen seien deutliche Hinweise für eine Übertragbarkeit des Virus bereits bei milder oder beginnender Erkältungssymptomatik wie zum Beispiel Halsschmerzen, einer Nasennebenhöhlen-Infektion oder nur einem leichten allgemeinen Krankheitsgefühl ohne Fieber. 

Den zwölf Coronavirus-Patienten in Deutschland geht es gut. Zwei Infizierte, die am Wochenende aus Wuhan zurückgeholt worden waren, sind wohlauf. "Sie haben keine Symptome", sagte der Leiter des Gesundheitsamts Frankfurt, René Gottschalk. Wie lange sie auf der Isolierstation bleiben müssten, könne nicht vorhergesagt werden. Die Patienten müssten virenfrei sein, um die Station verlassen zu können.

Update vom Dienstag, 04.02.2020, 13.35 Uhr: Nach dem dramatischen Anstieg der Neuansteckungen in China mit dem Coronavirus meldet die chinesische Gesundheitsbehörde, dass die Zahl der Todesopfer von 64 auf 425 gestiegen. An der Lungenkrankheit sind in China mittlerweile mehr Menschen gestorben als an der Sars-Pandemie vor 17 Jahren.

Zunehmend besorgt die Verbreitung des Coronavirus die Menschen in China und sie suchen Mittel und Wege, den Überblick über die Verbreitung der Infektion zu behalten. Wie spiegel.de berichtet, aber chinesische Web-Entwickler in kürzester Zeit Apps und Webdienste entwickelt, die die Ausbreitung des Coronavirus dokumentieren. 

Einige davon, zum Beispiel das WeChat-Programm „YiKuang“ liefert Interessierten Angaben darüber, wo infizierte Personen leben. Auf Umgebungskarten wird anschließend angezeigt, wie weit die entsprechenden Gegenden vom jeweiligen Nutzer entfernt sind. 

Coronavirus: Todesfälle sprunghaft angestiegen

Update vom Dienstag, 04.02.2020, 11.41 Uhr: Rund jeder 50. Infizierte stirbt an dem Coronavirus. Das geht aus Zahlen der chinesischen Gesundheitskommission hervor. Das entspricht einer Sterblichkeitsrate von etwa 2,1 Prozent. 

Allerdings sieht die Lage in der vom Coronavirus am stärksten betroffenen Region rund um die Stadt Wuhan anders aus. Dort liegt die Sterblichkeit bei 3,1 Prozent. Woran die unterschiedlichen statistischen Werte liegen, sagte die Gesundheitskommission nicht. 

Coronavirus: Kreuzfahrtschiff in Quarantäne - 3500 Menschen sitzen fest

Update vom Dienstag, 04.02.2020, 07.00 Uhr: Wegen des neuartigen Coronavirus hat Japan ein Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne gestellt. Fernsehbilder zeigten, wie am Montagabend im Hafen von Yokohama Gesundheitsbeamte an Bord der „Diamond Princess“ gingen. Sie sollten den Gesundheitszustand sämtlicher 2500 Passagiere und 1000 Besatzungsmitglieder überprüfen. 

Der Verdacht, dass Menschen an Bord mit dem Erreger infiziert sein könnten, war wegen eines 80-jährigen Passagiers aufgekommen, der einige Tage zuvor das Schiff in Hongkong verlassen hatte. Er wurde von den Behörden der chinesischen Sonderverwaltungszone positiv auf das Virus getestet. 

Erster Toter durch Coronavirus in Hongkong

Die „Diamond Princess“ war bereits am Samstag in einem Hafen im japanischen Naha kurzzeitig unter Quarantäne gestellt worden. Zu diesem Zeitpunkt war die Infektion des 80-Jährigen in Hongkong aber noch nicht bestätigt. Nachdem der dortige Test bei dem Mann dann positiv ausfiel, wurde das Schiff nach der Ankunft in Yokohama am Montagabend erneut unter Quarantäne gestellt. Die Passagiere wurden unterrichtet, dass sich ihre Weiterreise um 24 Stunden verzögern würde.

Update vom Dienstag, 04.02.2020, 05.45 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus ist in China erneut sprunghaft angestiegen. Wie die chinesische Gesundheitsbehörde mitteilte, gab es bis Dienstag 20.438 bestätigte Erkrankungen - 3225 neue Fälle im Vergleich zum Vortrag.

Coronavirus breitet sich weiter aus

Durch das Virus ist erstmals auch ein Patient aus Hongkong ums Leben gekommen. Die Krankenhausbehörde der chinesischen Sonderverwaltungsregionen bestätigte am Dienstag den Tot eines 39-Jährigen. Wie die Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“ berichtete, hatte der Mann zuvor die besonders schwer vom Virus betroffene Stadt Wuhan besucht. Seit Ausbruch der neuen Lungenkrankheit ist es erst der zweite bestätigte Todesfall außerhalb des chinesischen Festlands. Zuvor war auch ein Patient auf den Philippinen ums Leben gekommen.

Ausnahmezustand in China: Das Coronavirus legt das ganze Land still

Die Zahl der Todesopfer in China stieg gestern um 64 auf 425. Es ist der bisher stärksten Anstieg der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und der Todesfälle innerhalb eines Tages. Weltweit sind rund 180 Fälle in etwa zwei Dutzend Ländern bestätigt. In Deutschland ist das Virus bei zwölf Menschen nachgewiesen.

Update vom Montag, 03.02.2020, 22.42 Uhr: Ungewöhnlicher Schritt von Chinas Führung: Angesichts immer höherer Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus hat die Kommunistische Partei „Fehler“ im Umgang mit der Epidemie eingeräumt. Der Ständige Ausschuss des Politbüros der regierenden Partei erklärte am Montag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, die Reaktion auf die Epidemie habe „Fehler und Schwierigkeiten“ beim nationalen Notfallmanagement offengelegt. 

Zahl der Coronavirus-Erkrankten steigt in Deutschland auf zwölf

Update vom Montag, 03.02.2020, 21.42 Uhr: Die offizielle Zahl der am Coronavirus Erkrankten in Deutschland ist erneut angestiegen. Das bayrische Gesundheitsministerium teilte unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit, es gebe einen zwölften Infizierten. Bei dem Betroffenen handele es sich um einen weiteren Mitarbeiter des Automobilzulieferers Webasto aus Stockdorf bei München. 

Insgesamt ist der Erreger damit nun bei acht Mitarbeitern des Unternehmens sowie bei zwei Kindern eines Mitarbeiters nachgewiesen worden. Außerdem war das Virus bei zwei Passagieren festgestellt worden, die am Wochenende mit einem Bundeswehrflugzeug aus Wuhan zurückgeholt wurden.

Update vom Montag, 03.02.2020, 20.06 Uhr: In Bayern hat sich nachweislich ein weiteres Kind mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Damit steigt die Zahl der Betroffenen in Deutschland auf elf. Es handelt sich um das zweite Kind jenes Mannes aus dem Landkreis Traunstein in Bayern, dessen positiver Befund in der vergangenen Woche bekannt geworden war. Anschließend war auch bei seinem ersten Kind das Virus nachgewiesen worden. 

Der Vater und die beiden Kinder seinem in einem stabilen gesundheitlichen Zustand, teilt das bayrische Gesundheitsministerium unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Der Erreger war bei sieben Mitarbeitern des Autozulieferers Webasto in Stockdorf bei München nachgewiesen worden. Dazu kommen die beiden Kinder des einen Mitarbeiters.

Coronavirus: Experten erwarten Höhepunkt der Epidemie Mitte Februar

Update vom Montag, 03.02.2020, 17.45 Uhr: Das neue Coronavirus breitet sich rasend schnell aus. Ihren Höhepunkt wird das Virus nach Einschätzung chinesischer Experten aber erst in zehn bis 14 Tagen erreichen. Dafür müssten aber vorbeugende Maßnahmen verstärkt werden, sagte der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Coronavirus, Zhong Nanshan, nach Angaben chinesischer Staatsmedien vom Montag. In Wuhan, dem Ausgangsort der Epidemie, wurde nach weniger als zwei Wochen Bauzeit ein erstes von zwei Notkrankenhäusern eröffnet.

Update vom Montag, 03.02.2020, 16.05 Uhr: Keine Entwarnung für Flugreisende. Die Lufthansa-Gruppe streicht wegen des Coronavirus weitere Flüge nach China. Die Maßnahme umfasst auch die Töchter Swiss und Austrian, wie der Dax-Konzern am Montag in Frankfurt mitteilte. Peking und Shanghai werden bis zum 29. Februar nicht mehr angeflogen, die übrigen Ziele Nanjing, Shenyang und Qingdao sogar bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März. Zunächst hatte die Lufthansa nur die Flüge bis zum 9. Februar gestrichen. Die 19 wöchentlichen Verbindungen nach Hongkong werden hingegen weiterhin unverändert angeboten. Man beobachte die Situation weiterhin laufend und stehe mit den Behörden im Kontakt, teilte das Unternehmen noch mit.

Update vom Montag, 03.02.2020, 14.34 Uhr: Hongkong schließt wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus fast alle Grenzübergänge nach China. Wie Regierungschefin Carrie Lam am Montag mitteilte, bleiben ab Mitternacht (Ortszeit) nur noch die Brücke nach Shenzhen und die Brücke nach Zhuhai und Macao geöffnet. Auch auf dem Hongkonger Flughafen sollen demnach weiter Flüge aus Festland-China landen dürfen. Es gibt dort aber bereits strenge Kontrollen für Reisende aus der zentralchinesischen Provinz Hubei, dem Zentrum der Epidemie.

Vier Grenzübergänge wurden bereits in der vergangenen Woche geschlossen. Die Hongkonger Regierung lehnt es trotz wachsenden Drucks aus der Bevölkerung aber weiterhin ab, die Grenzen zu China komplett zu schließen.

Vollständige Grenzschließung nicht praktikabel

Lam sagte, eine vollständige Grenzschließung sei nicht praktikabel, diskriminierend und schädlich für die Wirtschaft. Die Zahl der einreisenden Festland-Chinesen werde aber auch durch die nun beschlossene Schließung der meisten Grenzübergänge zurückgehen, sagte die pekingtreue Regierungschefin. Zudem könnten sich die Behörden nun stärker auf die Kontrolle der zwei weiterhin geöffneten Grenzübergänge und des Flughafens zu konzentrieren.

In Hongkong wurden bislang 15 bestätigte Coronavirus-Fälle gemeldet. Am Montag hatten hunderte Hongkonger Krankenhaus-Angestellte für eine Grenzschließung gestreikt. Lam sagte, ihre Entscheidung zur Schließung weiterer Grenzübergänge habe nichts mit dem Streik zu tun, den sie als "irrational" kritisierte.

Am Samstag waren noch rund 13.400 Festland-Chinesen nach Hongkong eingereist. Drei Tage zuvor, vor der Schließung der ersten vier Grenzübergänge, waren es noch 27.800 gewesen. Gleichzeitig kehren jeden Tag mehr als 100.000 Hongkonger aus Festland-China zurück, wo viele auch arbeiten.

Update vom Montag, 03.02.2020, 12.00 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus hat auch deutliche Auswirkungen auf das soziale Leben der in Frankfurt lebenden Chinesen. „Die Leute sind in großer Sorge“, sagt die Geschäftsführerin des Frankfurter Konfuzius-Instituts Christina Werum-Wang. „Sie gehen nicht vor die Tür, meiden Menschenansammlungen und sorgen sich um ihre Angehörigen in China.“ Zudem würden Menschen, die aktuell oder kürzlich aus China zurückgekommen sind, gemieden.

Soziale Folgen des Coronavirus

„Nach meiner persönlichen Einschätzung sind die sozialen Folgen viel gravierender als die gesundheitlichen Auswirkungen“, sagte Werum-Wang. Die Deutschen seien diesbezüglich entspannter. Am Samstag habe es beispielsweise ein Neujahrskonzert in der Community gegeben: Während zahlreiche Chinesen wegen des Virus zu Hause geblieben sind, habe es von den Deutschen keine Absagen gegeben.

Mit Blick manche Berichte in sozialen Netzwerke sagte Werum-Wang: „Ich würde mir wünschen, dass diese Panikmache aufhört. Das nutzt ja nichts“. Zudem sei es unfair, wenn das Coronavirus genutzt werde, um negative unsachliche Stimmung gegen China zu machen.

Update vom Montag, 03.02.2020, 10.00 Uhr: In einem Interview mit dem Fernsehsender Fox News hat US-Präsident Donald Trump behauptet, den Coronavirus besiegt zu haben: „We did shut it down“, sagte er im Original. Trump hatte einen Einreisestopp in die der USA für alle Chinesen und andere Ausländer verhängt, die in China waren.

Update vom Montag, 03.02.2020, 06.45 Uhr: 

Chinesische Fachleute rechnen erst später als bisher erwartet mit dem Höhepunkt der Coronavirus-Epidemie in der Volksrepublik. „Wir gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Epidemie in zehn Tagen bis zwei Wochen erwartet wird“, sagte der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Coronavirus, Zhong Nanshan, nach Angaben chinesischer Staatsmedien vom Montag. Dafür müssten aber vorbeugende Maßnahmen verstärkt werden. „Wir dürfen in unserer Wachsamkeit nicht nachlassen.“

Coronavirus - kein „nationaler Ausbruch“

Damit korrigierte der bekannte Experte seine bisherige Vorhersage von vor einer Woche, als er den Höhepunkt noch für Ende dieser Woche vorhergesagt hatte. Warum er den Zeitpunkt jetzt doch weiter in die Zukunft verschieben musste, sagte Zhong Nanshan nicht.

Obwohl die Ausbreitung des neuartigen Erregers zunimmt und das Virus bereits in jeder Provinz und Region Chinas nachgewiesen ist, rechnet er nach eigenen Worten nicht mit einem „nationalen Ausbruch“. „Es könnte eher nur ein partieller Ausbruch sein“, sagte Zhong Nanshan.

Stärkster anstieg der Todesfälle wegen Coronavirus

China hat den bisher stärksten Anstieg von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und Todesfällen innerhalb eines Tages gemeldet. An der Lungenkrankheit seien erneut 57 Menschen gestorben, teilte die Gesundheitskommission am Montag in Peking mit. Damit sind nun offiziell 361 Todesfälle in China zu beklagen. 

Die Zahl der bestätigten Infektionen kletterte den Angaben zufolge um 2829 auf 17 205. Weltweit sind rund 180 Fälle in etwa zwei Dutzend Ländern bestätigt. In Deutschland ist das Virus bei zehn Menschen nachgewiesen.

Update vom Sonntag, 02.02.2020, 22.32 Uhr: Etwa 20 Passagiere, die mit einem Sonderflug aus Wuhan nach Frankreich zurückgekehrt sind, haben Symptome einer Infektio n mit dem Coronavirus. Es seien nun Tests geplant, teilte Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Abend in Paris mit.

Die Flugpassagiere waren Sonntag auf dem Militärflughafen Istres bei Marseille angekommen. Sie verblieben zunächst auf dem Rollfeld, sagte Buzyn.

In der Maschine, die von Frankreich gechartert worden war, befanden sich gut 250 Passagiere, davon rund 64 Franzosen. Ein Teil der Passagiere reiste weiter. In Frankreich sind bisher sechs Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt.

Update vom Sonntag, 02.02.2020, 17.15 Uhr: Ein Erfolg im Kampf gegen den neuartigen Coronavirus aus China: Italienische Forscher haben nach Medienberichten das Virus isoliert. „Das ist international eine wichtige Nachricht. Sie bedeutet, dass es mehr Möglichkeiten gibt, es zu verstehen und zu studieren, um es eindämmen zu können“, sagte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza am Sonntag. Die Ergebnisse der Wissenschaftler vom nationalen Institut für Infektionskrankheiten in Rom würden der internationalen Gemeinschaft für weitere Forschungen zur Verfügung gestellt.

An dem italienischen Spezialinstitut werden auch Untersuchungen im Fall eines Corona-Verdachts in Italien durchgeführt, es gibt in dem Mittelmeerland zwei bestätigte Fälle von chinesischen Touristen. Die Forscher erläuterten nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa, sie hätten das Virus weniger als 48 Stunden nach der Diagnose isolieren können.

China-Rückkehrer mit Coronavirus infiziert

Update vom Sonntag, 02.02.2020, 13:00 Uhr: Bei dem aus China zurückgekehrten Passagier, der am Frankfurter Universitätsklinikum auf das Coronavirus untersucht wurde, hat sich der Verdacht nicht bestätigt. Das teilte das hessische Sozialministerium am Sonntag mit. 

Derweil war bei zwei anderen Passagieren, die vom Frankfurter Flughafen zur Quarantäne in die Kaserne nach Germersheim gebracht worden waren, das Virus nachgewiesen worden. Sie werden nun ebenfalls in die Frankfurter Uniklinik gefahren.

Update vom Sonntag, 02.02.2020, 11:25 Uhr: Einen Tag nach ihrer Rückkehr aus der chinesischen Stadt Wuhan nach Deutschland sind zwei Menschen positiv auf den Coronavirus getestet worden. Die beiden Patienten sollten nun von der Südpfalz-Kaserne in Germersheim, wo sie mit mehr als 110 weiteren Rückkehrern unter Quarantäne stehen, in einem Infektionsschutz-Fahrzeug in die Uniklinik Frankfurt am Main gebracht werden, teilte der Landkreis Germersheim am Sonntag mit. Für die ehrenamtlichen Helfer und die Bevölkerung bestehe „kein Grund zur Sorge“.

Es sei nun jener „Fall eingetreten, wofür die Einrichtung dieser Schutzzone erfolgt ist“, hieß es in der Erklärung weiter. „Die betroffenen Personen haben diesen Befund gefasst aufgenommen und wurden isoliert.“

Update vom Sonntag, 02.02.2020, 06:34 Uhr: Während sich der neuartige Coronavirus in China weiter rasant verbreitet, haben über 100 von dort ausgeflogene Passagiere ihre Quarantänestation in Deutschland erreicht. Die deutschen Staatsbürger und Familienangehörige wurden in der Nacht zum Sonntag mit Bussen in eine Kaserne in Rheinland-Pfalz gebracht. Sie waren am Samstag aus der Stadt Wuhan in der Provinz Hubei ausgeflogen worden, die besonders stark von der Lungenkrankheit betroffen ist und als Ursprungsort der Epidemie gilt. Allein von dort wurden nun binnen eines Tages 45 weitere Todesfälle gemeldet.

Coronavirus: Todesfall auf den Philippinen

Die chinesische Gesundheitskommission teilte am Sonntag in Peking mit, dass die Lungenkrankheit mit den neuen Todesfällen in Hubei nun insgesamt 304 Menschen in China das Leben gekostet habe. Die Zahl der bestätigten Erkrankungen kletterte demnach so schnell wie noch nie innerhalb eines Tages - um 2580 auf 14 380 Fälle. Etwa 150 Infektionen sind bislang außerhalb Chinas bekannt, davon acht in Deutschland. Am Sonntag meldete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den ersten bestätigten Todesfall außerhalb der Volksrepublik: Ein am 21. Januar auf die Philippinen gereister Chinese aus Wuhan sei am Samstag gestorben, seine Begleiterin erkrankt. Bei ihnen handelt es sich laut WHO um die einzigen nachgewiesenen Infektionsfälle auf den Philippinen. Mögliche Kontaktpersonen würden untersucht.

Update vom Samstag, 01.02.2020, 20:14 Uhr: In dem Flugzeug aus China, das am Samstagnachmittag in Frankfurt landete, befand sich auch ein Verdachtsfall. Geschlecht, Alter oder die Nationalität wurden nicht bekannt. Das Testergebnis auf das Coronavirus liege morgen vor, hieß es auf einer Pressekonferenz am Samstagabend (01.02.2010).

Die Person wurde mit Atemnot und Husten in die Frankfurter Uniklinik eingeliefert. Darüber hinaus wurden zehn weitere Personen mit leichten gesundheitlichen Problemen in die Uniklinik eingeliefert, es handelt sich aber nicht um Verdachtsfälle. 

Die restlichen Passagiere werden heute noch nach Germersheim transportiert. "Die Passagiere sind erst einmal erleichtert, das sie hier sind. es geht ihnen den Umständen entsprechend gut", sagte Gesundheitsminister Kai Klose auf einer Pressekonferenz.

Die Laune an Bord war gut, die Besatzung fliege nun weiter nach Köln, sagte Rene Gottschalk, der Leiter des Gesundheitsamt Frankfurt. Und weiter: "Die Passagiere haben sich alle bedankt. ich war sehr erstaunt, wie gut die Passagiere den Flug empfunden haben".

Die Angaben über die Anzahl der Passagiere schwanken. Laut dpa-Informationen seien 128 Personen an Bord gewesen, Gesundheitsminister Kai Klose sprach auf der Pressekonferenz von 124 Passagieren. Ein Sprecher der Luftwaffe sagte auf Nachfrage dieser Redaktion, dass 126 Passagiere, 15 Crewmitglieder und 2 Ärzte an Bord gewesen sein. Wie die unterschiedlichen Angaben entstehen konnten, ist nicht nachvollziehbar.

Coronavirus: Achter Fall in Bayern bestätigt

Update vom Samstag, 1.2.2020, 19:25 Uhr: In Bayern ist erneut das Coronavirus bei einem Menschen nachgewiesen worden. Bei dem Infizierten handle es sich um einen 33 Jahre alten Mann, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Er ist so wie sechs andere Corona-Kranke Mitarbeiter der Firma Webasto in Stockdorf im Landkreis Starnberg. Die Gesamtzahl der Fälle in Bayern - und somit auch in Deutschland - ist damit auf acht gestiegen. 

Außer den nun sieben Mitarbeitern der Firma war ein Kind eines der Erkrankten ebenfalls positiv auf die neuartige Lungenkrankheit getestet worden. Bei der Firma Webasto hatte es in den vergangenen Tagen umfangreiche Tests gegeben, deren Ergebnisse teilweise noch ausstehen. Ein weiterer deutscher infizierter Staatsbürger war zuvor in Spanien registriert worden. Der Deutsche auf der Kanareninsel La Gomera ist der erste bekannte Fall in Spanien. Er sei mit einem der in Deutschland infizierten Patienten in Kontakt gewesen, teilte die spanische Regierung mit.

Update vom Samstag, 1.2.2020, 19:05 Uhr: Das Bundeswehrflugzeug mit Rückkehrern aus China an Bord ist am Samstag in Frankfurt angekommen. Einige Passagiere waren im Flieger aus Sicherheitsgründen von den anderen getrennt worden. "Die Passagiere wurden vor dem Start in China untersucht und waren beim Start des Fluges symptomfrei", sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Hanno Kautz, nach der Landung gegen 16.30 Uhr der dpa. "Aus Gründen der Vorsicht wurde während des Fluges jeder Passagier mit dem kleinsten Husten wie geplant separat gesetzt." Ein Infektion kann bis zu 14 Tage symptomlos bleiben.

Am Frankfurter Flughafen stiegen zunächst medizinische Fachkräfte mit Schutzmasken und Schutzkleidung in das Flugzeug, um die Passagiere zu begutachten und zu befragen. Eine nähere Untersuchung sollte im sogenannten Medical Assessment Center geschehen - eine umgewidmete Sporthalle. Danach sollte entschieden werden, ob einige Passagiere in die Frankfurter Universitätsklinik in eine Isolierstation gebracht werden, hieß es vom Frankfurter Gesundheitsamt.

Frankfurt Flughafen: Airbus mit China Rückkehrern in gelandet

Update vom Samstag, 1.2.2020, 16.39 Uhr: Der Airbus A 310 der Luftwaffe ist in Frankfurt gelandet, berichtet die dpa. Die 126 Passagiere und 15 Crewmitglieder und 2 Ärzte werden jetzt medizinisch durchgecheckt und anschließend nach Germersheim transportiert. Wie mit der Crew des Fluges verfahren werde, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar, so der Sprecher der Luftwaffe. Beim Abflug in Wuhan waren alle Passagiere symptomfrei.

Tausende Passagiere sitzen wegen eines Coronavirus-Verdachtsfalls in Italien auf einem Kreuzfahrtschiff fest.

Update vom Samstag, 1.2.2020, 16.04 Uhr: Der Airbus 310 der Luftwaffe hat gegen 15:50 Uhr deutschen Luftraum erreicht. Die Landung des Flugzeugs ist weiterhin für 16:30 geplant. Die anschließende medizinische Untersuchung werde wohl vier bis fünf Stunden benötigen, wie ein Sprecher der Luftwaffe  auf Nachfrage bestätigte. Anschließend werden die China-Rückkehr nach Germersheim transportiert, wo sie für rund zwei Wochen gemeinsam untergebracht werden. 

Update vom Samstag, 1.2.2020, 14.45 Uhr: Für die 124 Rückkehrer an Bord des Luftwaffen-Flugzeugs aus dem chinesischen Seuchengebiet hat die letzte Etappe der Reise nach Frankfurt am Main begonnen: Die Maschine sei kurz vor 14.30 Uhr vom Flughafen Helsinki gestartet, wo sie betankt worden sei und wo eine neue Crew an Bord gegangen sei, teilte die Luftwaffe am Samstag mit. Gegen 16.30 Uhr wird die Maschine in Frankfurt erwartet.

Update vom Samstag, 1.2.2020, 13.50 Uhr: Auch in Spanien ist eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bekannt geworden. Bei dem Infizierten handelt es sich um einen deutschen Touristen. Der Mann werde auf der Urlauberinsel La Gomera behandelt und erhalte die „notwendige medizinische Versorgung“, teilte das spanische Gesundheitsministerium mit. Er habe zuvor in Deutschland „engen Kontakt“ mit einer infizierten Person gehabt, hieß es weiter. Die Zahl der erkrankten Deutschen steigt damit auf insgesamt acht, sieben davon in Deutschland.

Coronavirus-Rückholaktion: Russland verweigert deutscher Luftwaffe Zwischenlandung

Update vom Samstag, 1.2.2020,11.55 Uhr: Die Rückholung deutscher Bürger aus dem chinesischen Seuchengebiet hat zu einem diplomatischen Eklat mit Russland geführt. Russland habe der deutschen Luftwaffen-Maschine mit den 126 Rückkehrern aus Wuhan die zwingend benötigte Zwischenlandung in Moskau verwehrt, sagte der Kommandeur der Flugbereitschaft im Bundesverteidigungsministerium, Oberst Daniel Draken, am Samstag der „Bild am Sonntag“. Der Airbus werde nun zum Auftanken in Finnlands Hauptstadt Helsinki zwischenlanden.

„Russland hat uns zwar den Überflug genehmigt“, sagte Draken der Zeitung. „Aber eine Landung an den Moskauer Flughäfen wurde mit Verweis auf mangelnde Kapazitäten am Boden verweigert.“

Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ hatte Russland den deutschen Behörden die Landung zuvor in Aussicht gestellt. Der Zwischenstopp auf dem Flug nach Frankfurt am Main ist notwendig, um den Regierungs-Airbus aufzutanken und die Piloten auszutauschen. Eine A310-Crew war demnach bereits am Donnerstag nach Moskau vorgeflogen, um dort die Maschine übernehmen zu können.

Die Nachricht, dass die Landung in Moskau verweigert wird, kam dem Bericht zufolge in der Nacht zu Samstag. Nach Informationen der Zeitung halten Sicherheitskreise den Verweis der russischen Seite auf Platzprobleme für vorgeschoben.

Coronavirus: USA lassen Reisende aus China nicht mehr ins Land - Ausnahme: US-Staatsbürger

Update vom Samstag, 1.2.2020, 10.25 Uhr: Nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ erklärt hatte, riefen die USA eine eigene „gesundheitliche Notlage“ aus. Ausländische Reisende aus China werden wegen des Ansteckungsrisikos nicht mehr ins Land gelassen - mit Ausnahme von Angehörigen von US-Staatsbürgern.

Der von US-Präsident Donald Trump erlassene Bann gilt ab Sonntag (23.00 Uhr MEZ). US-Staatsbürger, die in den 14 Tagen zuvor in Wuhan oder der umliegenden Provinz Hubei waren, müssen sich für bis zu zwei Wochen in Quarantäne begeben. Amerikaner, die in anderen Teilen Chinas waren, sollen sich selbst für zwei Wochen isolieren. Bislang gibt es sechs Fälle des Coronavirus in den USA.

„Es ist mit Sicherheit keine Geste des guten Willens“, kritisierte Chinas Außenamtssprecherin. Während die Weltgesundheitsorganisation von Reisebeschränkungen abrate, gingen die USA in die entgegengesetzte Richtung und setzten ein „schlechtes Beispiel“. Viele Länder hätten China ihre Hilfe angeboten, sagte die Sprecherin. Sie verwies auf die Redensart „In der Not erkennt man seine Freunde“. Was die USA täten, basiere nicht auf Fakten und sei nicht hilfreich

Update vom Samstag, 1.2.2020, 8.00 Uhr: Wegen des Coronavirus-Ausbruchs hat die Regierung in Australien ein Einreiseverbot gegen Reisende aus China verhängt. Von dem Verbot ausgenommen seien australische Staatsbürger, Menschen mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht sowie deren Angehörige, erklärte Premierminister Scott Morrison am Samstag. Das Außenministerium in Canberra verschärfte seine Reisehinweise für China und empfiehlt Australiern nun, auf Reisen in die Volksrepublik zu verzichten.

Rückholaktion wegen Coronavirus: Bundeswehr-Flugzeug ist auf dem Rückweg aus Wuhan

Update vom Samstag, 1.2.2020, 7.00 Uhr: Ein Flugzeug der Bundeswehr mit mehr als 120 Deutschen und anderen Staatsbürgern aus dem chinesischen Wuhan ist auf dem Weg nach Frankfurt. Nach der Rückholaktion kommen die Passagiere für 14 Tage in Quarantäne. Die Epidemie mit dem neuartigen Coronavirus in China erlebte am Samstag den bisher höchsten Anstieg der Infektionen und Todesfälle innerhalb eines Tages. Die Gesundheitskommission in Peking meldete am Samstag eine Zuwachs um fast 2000 auf 11 791 Erkrankte. Die Zahl der Todesfälle kletterte um 46 auf 259.

Für die Rückholung der Deutschen aus Wuhan startete der Airbus A 310 der Luftwaffe um 02.22 Uhr MEZ (09.22 Uhr Ortszeit) vom Flughafen des schwer von der Lungenkrankheit heimgesuchten Wuhan in Zentralchina, wie das Einsatzführungskommando berichtete. Die Maschine wird nach einem Zwischenstopp in Moskau am Samstagmittag in Frankfurt erwartet.

Kurz vor dem Start machte sich Erleichterung breit: „Glücklich am Gate zu sein“, berichtete eine Frau, die namentlich nicht genannt werden wollte. Die Gruppe hatte sich schon am Vorabend am Flughafen versammelt und musste dort die Nacht verbringen. „War bis hier doch alles schon ganz schön anstrengend.“ Nach ihren Angaben wurden 126 Personen gezählt.

„Ok, jetzt geht es zurück nach Deutschland für unbestimmte Zeit“, sagte die Studentin Anne-Sophie Muxfeldt am Flughafen dem Norddeutschen Rundfunk. „Man weiß eben nicht, wird es möglich sein zurückzukommen in nächster Zeit“, sagte die Rostockerin, die seit September in Wuhan studiert hatte. „Ich bin wirklich sehr traurig. Ich konnte ja meinen ganzen Freunden nicht richtig Tschüss sagen.“

Coronavirus: USA rufen „gesundheitliche Notlage“ aus

Update vom Freitag, 31.01.2020, 22.52 Uhr: Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat aufgrund des Coronavirus eine „gesundheitliche Notlage“ in den Vereinigten Staaten ausgerufen. Ausländer, die potenziell ein Ansteckungsrisiko darstellen könnten, würden ab Sonntag (23.00 Uhr MEZ) vorübergehend nicht mehr ins Land gelassen, teilte US-Gesundheitsminister Alex Azar bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mit. Das habe US-Präsident Trump per Präsidialproklamation festgelegt. Das kommt einem Einreiseverbot für China-Reisende gleich.

Zudem müssten sich US-Staatsbürger, die in den 14 Tagen zuvor in der stark betroffenen chinesischen Provinz Hubei waren, für bis zu 14 Tage in Quarantäne begeben. US-Staatsbürger, die in den 14 Tagen vor der Rückkehr in die USA in anderen Teilen Chinas waren, würden aufgefordert, sich selbst für 14 Tage zu isolieren.

Das Risiko einer Ansteckung in den USA sei nach wie vor gering, sagte der Chef der Gesundheitsbehörde CDC, Robert Redfield. Bislang gibt es sechs bestätigte Fälle des Coronavirus in den USA, 191 Menschen werden untersucht.

Coronavirus: Zahl der infizierten Deutschen steigt auf sieben

Update vom Freitag, 31.01.2020, 22.18 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuen Coronavirus in Deutschland ist auf sieben gestiegen. Wie das bayerische Gesundheitsministerium am Abend in München mitteilte, wurde bei einem Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck die Lungenkrankheit bestätigt. Er arbeitet wie die ersten fünf Infizierten in Deutschland beim Autozulieferer Webasto. Dazu kommt ein Kind, dessen Vater bei Webasto arbeitet.

Update vom Freitag, 31.01.2020, 20.28 Uhr: Aus Furcht vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus aus China haben zahlreiche Länder ihre Maßnahmen nochmals verschärft: Die Mongolei und Singapur kündigten am Freitag an, keine Reisenden aus China mehr ins Land zu lassen. Die US-Regierung gab eine Reisewarnung für die Volksrepublik aus, was in Peking heftige Kritik auslöste. 

Das US-Außenministerium geht jedoch weiter und rät nun von Reisen in die Volksrepublik ebenso dringlich ab wie von Reisen nach Afghanistan, in den Irak oder den Iran. Es appellierte an Bürger, die sich derzeit in China aufhalten, vorzeitig auszureisen. In Peking stieß die US-Reisewarnung auf scharfe Kritik. Die „Worte und Handlungen gewisser US-Vertreter“ entsprächen weder den Fakten noch seien sie „angemessen“, erklärte ein Außenamtssprecher.

Während sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegen Reisebeschränkungen ausgesprochen habe, habe die USA „überstürzt den gegenteiligen Weg eingeschlagen“, kritisierte der Sprecher Hua Chunying. Die US-Reisewarnung zeuge „gewiss nicht von Wohlwollen“, fügte er hinzu.

Auch in anderen Staaten setzen die Behörden aber auf drastische Maßnahmen. Nach der Bestätigung von zwei ersten Infektionsfällen rief Italien den nationalen Notstand aus. In Indonesien wurden mehr als 40.000 Arbeiter eines unter chinesischer Kontrolle stehenden Industriekomplexes vorsorglich unter Quarantäne gestellt.

Coronavirus fordert über 200 Tote - 10.000 infiziert

213 Menschen starben nach AFP-Informationen bislang an dem neuartigen Virus 2019-nCoV, fast 10.000 weitere haben sich nach Angaben der chinesischen Behörden in Festland-China mit dem Erreger infiziert. Hinzu kommen mehr als hundert Fälle in etwa 20 weiteren Ländern.

Update vom Freitag, 31.01.2020, 16.42 Uhr: Der Chef der Kommunistischen Partei in Wuhan hat Versäumnisse bei der ersten Reaktion auf den Coronavirus-Ausbruch in China eingeräumt. Er empfinde „Schuld, Reue“ und mache sich selbst Vorwürfe, sagte Ma Guoqiang am Freitag im staatlichen Fernsehsender „CCTV“. Hätte es zu Beginn des Virus-Ausbruchs „strengere Kontrollmaßnahmen“ gegeben, wäre die Epidemie möglicherweise glimpflicher verlaufen, fügte Ma hinzu. Die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus in China hatte sich zuletzt auf mehr als 120 erhöht.

Fast 10.000 weitere sind landesweit mit dem Virus infiziert. Die meisten Fälle gibt es in der zentralchinesischen Provinz Hubei, in der auch die Millionenmetropole Wuhan liegt. Dort war das Virus im Dezember zum ersten Mal aufgetreten. Seit mehr als einer Woche sind Wuhan und weitere Großstädte in Hubei abgeriegelt. Etwa 56 Millionen Menschen stehen praktisch unter Quarantäne. Im Rückblick hätten die Maßnahmen schon zehn Tage früher eingeführt werden müssen, sagte Ma. 

Dies hätte die Epidemie „zu einem gewissen Grad abmildern können“. Angesichts der rasanten Ausbreitung des Coronavirus hatte die Kritik an der Regierung in Wuhan zuletzt zugenommen. Nutzer von Online-Netzwerken warfen den Behörden vor, Informationen zu dem Virus zu lange zurückgehalten zu haben.

Russland schließt wegen Coronavirus Grenze zu China

Update vom Freitag, 31.01.2020, 14.53 Uhr: Auch Russland hat nun erstmals Coronavirus-Infektionen offiziell bestätigt. Es handele sich um zwei chinesische Staatsbürger, die mit dem Virus infiziert seien. Das sagte die russische Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa am Freitag der Agentur „Interfax“ zufolge. Die Patienten seien in Sibirien isoliert worden. Es gebe kein Risiko der weiteren Ausbreitung des Virus, teilten die Behörden in Moskau mit. Die zwei Fälle gab es demnach in der Region Transbaikalien und im Gebiet Tjumen. Russland hatte zuvor einen Teil seiner Grenze mit China geschlossen, um die Gefahr der Ausbreitung einzudämmen.

Erstes Kind in Deutschland mit Coronavirus infiziert: Virus in Familie übertragen

Update vom Freitag, 31.01.2020, 14.31 Uhr: Zum ersten Mal ist in Deutschland ein Kind an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Es handle sich um ein Kind des Manns aus dem bayerischen Landkreis Traunstein, bei dem Donnerstagabend die Erkrankung nachgewiesen worden sei, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Freitag in München auf einer Pressekonferenz mit. 

So sollen mindestens fünf Familienmitglieder grippale Symptome zeigen. Am Coronavirus erkrankt sind bisher aber nur der Vater und das älteste Kind. Die Ergebnisse der anderen Tests stünden noch aus. Die Familie sei ins Krankenhaus nach Trostberg gebracht worden. Prof. Dr. Thomas Glück, Leiter Innere Abteilung der Klinik Trostberg, betonte: „Der Gesundheitszustand ist bei allen stabil. Gerade die Kinder sind milde erkrankt. Wir haben zwei bestätigte Familienmitglieder, gehen aber davon aus, dass die ganze Familie infiziert ist.“

Insgesamt gibt es damit nun sechs bestätigte Fälle in Deutschland. Bei den fünf zuvor betroffenen Menschen handelt es sich um Mitarbeiter des Automobilzulieferers Webasto aus dem Landkreis Starnberg, die sich bei einer aus China zu einer Schulung angereisten Kollegin ansteckten. Wie das Landesministerium weiter mitteilte, befinden sich die sechs Erkrankten nach Angaben ihrer Ärzte „in einem stabilen gesundheitlichen Zustand“.

Zwei bestätigte Fälle von Coronavirus: Italien ruft den Notstand aus

Update vom Freitag, 31.01.2020, 13.55 Uhr: Nach zwei bestätigten Coronavirus-Infizierten im eigenen Land hat Italien den Notstand ausgerufen. Dieser solle sechs Monate gelten, teilte die Regierung in Rom nach einer Entscheidung des Ministerrats am Freitag mit. Bei zwei Touristen aus China war am Vortag das Coronavirus festgestellt worden. Sie waren in einem Hotel im Zentrum von Rom untergebracht, unweit des Kolosseums und der Kaiserforen. 

Das Paar, das aus Wuhan kommen soll, ist nun auf einer Isolierstation in der italienischen Hauptstadt. Zudem wurden in dem Krankenhaus andere Teilnehmer der Reisegruppe und Hotelmitarbeiter untersucht. 

Italien hat nach eigenen Angaben als erstes Land der EU alle Flüge von und nach China gestoppt. Was mit den zahlreichen chinesischen Touristen in Italien geschehen soll und wie sie nach Hause reisen sollen, war unklar. In Rom ging derweil die Angst vor Ansteckungen um. An einer Bar in der Nähe des Trevi-Brunnens hing nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa ein Schild, das Chinesen aufforderte draußen zu bleiben. 

Coronavirus: Luftwaffe jetzt mit Evakuierungsflugzeug nach China gestartet 

Update vom Freitag, 31.01.2020, 11.55 Uhr: Die Luftwaffe hat den Evakuierungsflug nach Wuhan in China gestartet. Mehr als 100 Menschen sollen aus dem Ursprungsort des Coronavirus zurück nach Deutschland geholt werden. Um 11.55 Uhr startete der Airbus A310 „Kurt Schumacher“ in Richtung chinesische Millionenmetropole. Samstagabend soll der Flieger in Frankfurt landen. 

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen mit dem Flug rund 130 Menschen zurückgeholt werden - darunter rund 90 deutsche Staatsbürger und etwa 40 Angehörige mit anderer Staatsangehörigkeit, die sich angemeldet haben. Es gebe darunter niemanden, der infiziert sei, und auch keine Verdachtsfälle, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Freitag in Berlin. Die Teilnahme an dem Rückholflug ist freiwillig.

Derweil bereiten sich die Behörden in Frankfurt am Flughafen schon auf die Rückkehr der Maschine mit den Deutschen aus Wuhan vor.

Update vom Freitag, 31.01.2020, 11.03 Uhr: In Großbritannien sind erstmals zwei Fälle des neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Zwei Patienten seien in England positiv auf das Virus getestet worden, teilte der oberste englische Gesundheitsbeamte Chris Whitty am Freitag mit. Es handele sich um zwei Mitglieder derselben Familie. Wo die beiden behandelt werden, ließ Whitty ebenso offen wie weitere Details zu ihrer Identität. In der EU sind bislang Fälle der neuartigen Lungenerkrankung in Frankreich, Deutschland und Finnland bestätigt worden. 

Coronavirus: Luftwaffe schickt noch am Freitag Maschine nach China

Update vom Freitag, 31.01.2020, 09.34 Uhr: Die Luftwaffe will noch am Freitag ein Flugzeug nach China schicken, um Deutsche aus der vom Coronavirus am stärksten betroffenen chinesischen Provinz Hubei auszufliegen. Nachdem die Zustimmung der beteiligten Staaten vorlag, soll der Flug nach dpa-Informationen am Vormittag von Köln-Wahn aus starten. Das Flugzeug der Bundeswehr soll am Samstag mit den Rückkehrern an Bord nach Deutschland zurückfliegen, ganz sicher war das am Freitag aber noch nicht. 

Mitfliegen kann laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nur, wer symptomfrei ist. Die Teilnahme am Flug ist freiwillig. Nach bisherigen Schätzungen geht es um rund 90 Bundesbürger. Die Rückkehrer sollen rund 14 Tage lang auf dem Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz in Quarantäne. 

Update vom Freitag, 31.01.2020, 09.30 Uhr: Während sich das Coronavirus weiter rasant ausbreitet, arbeiten Wissenschaftler weltweit daran, mehr über den Erreger zu erfahren - mit Erfolg. Chinesische Wissenschaftler haben in zwei Studien - erschienen im Fachblatt „Lancet“ - unter anderem den Krankheitsverlauf von 99 Patienten beschrieben. Ähnliches wurde auch in einer weiteren Studie, erschienen im „New England Journal of Medicine“ (NEJM) untersucht. 

Das Resultat: Laut den neuen Daten sind Männer häufiger betroffen als Frauen. In der Lancet-Studie waren 67 Prozent der Infizierten Männer, in der NEJM-Studie 56 Prozent. Ähnliches trifft auch auf Sars- und Mers-Viren zu. Das könnte daran liegen, dass Frauen ein besseres Immunsystem haben als Männer. 

Zudem hat sich - bei aller Vorsicht - die Annahme bestätigt, dass vor allem Menschen mit Vorerkrankungen betroffen sind. Jeder zweite der 99 Patienten litt an einer chronischen Erkrankung. Zudem: Das Durchschnittsalter aller Patienten lag in beiden Auswertungen knapp unter 60 Jahren.

Coronavirus: Who ruft Notstand aus - Vor China-Reise wird gewarnt

Update vom Freitag, 31.01.2020, 06.40 Uhr: Wegen der rasanten Ausbreitung der Lungenkrankheit rät das Auswärtige Amt von Reisen nach China ab. Bundesbürger sollten von Reisen nach China absehen. „Verschieben Sie nach Möglichkeit nicht notwendige Reisen nach China“, heißt es in neuen Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes. Vor einem Besuch in der schwer betroffenen Provinz Hubei wird ausdrücklich gewarnt. 

Coronavirus: Erneut ist die Zahl der bestätigten Infektionen deutlich gestiegen. Die Rückholaktion der Deutschen in Wuhan verzögert sich.

Noch deutlicher rief die US-Regierung ihre Staatsbürger dazu auf, nicht mehr nach China zu reisen. Auch sollten Amerikaner in China die Ausreise erwägen. Der US-Reisehinweis für China wurde auf die höchste von vier Warnstufen hochgesetzt: „Nicht reisen.“ 

Die Infektionen und Todesfälle erlebten bis Freitag den größten Anstieg innerhalb eines Tages. Die Zahl der Patienten mit dem neuartigen Coronavirus kletterte um 1981 auf 9692, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete. Die Zahl der Toten stieg um 42 auf 213.

Coronavirus: WHO ruft internationale Notlage aus - noch ein Infizierter in Bayern

Update vom Freitag, 31.01.2020, 00.36 Uhr: In Göttingen gibt es vier neue Verdachtsfälle auf das Coronavirus. Die möglicherweise mit dem Coronavirus-Infizierten befinden sich in der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). "Wir haben vier Verdachtsfälle (hna.de*), die Patienten werden versorgt“, sagte UMG-Sprecher Stefan Weller auf Anfrage unserer Redaktion. Die Patienten, die sich möglicherweise mit der Erkrankung aus Wuhan infiziert haben könnten, hätten Kontakt mit Menschen aus China gehabt.

Update vom Donnerstag, 30.01.2020, 22.49 Uhr: In Bayern hat sich ein weiterer Mensch mit dem neuartigen Coronavirus aus China infiziert. Wie bei den anderen vier deutschen Fällen handele es sich um einen Mitarbeiter des in Starnberg angesiedelten Automobilzulieferers Webasto, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Abend mit. Der neu Infizierte wohne im Landkreis Traunstein. Insgesamt seien rund 110 Menschen ermittelt worden, die als enge Kontaktpersonen der Erkrankten in Frage kommen und die noch getestet würden.

Weitere Testergebnisse werden den Angaben zufolge voraussichtlich am Freitag vorliegen. Darüber hinaus suchen die bayerischen Gesundheitsämter demnach weiter nach Verdachtsfällen auch im privaten Umfeld der Infizierten. Über Einzelheiten will das bayerische Gesundheitsministerium nach eigenen Angaben am Freitag informieren.

Update vom Donnerstag, 30.01.2020, 20.47 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach der rasanten Zunahme von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in China eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen. Damit sind konkrete Empfehlungen an Staaten verbunden, um die Ausbreitung über Grenzen hinweg möglichst einzudämmen.

Die Entscheidung sei kein „Misstrauensvotum“ gegen China. Die „größte Sorge“ sei, dass sich das Virus auf Länder mit weniger gut ausgestatteten Gesundheitssystemen ausbreite, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus nach einer Krisensitzung vor Journalisten in Genf.

Die WHO sehe aber trotz des Notstands „keinen Grund“ für Reise- und Handelsbeschränkungen mit China, sagte der WHO-Direktor weiter. „Die WHO empfiehlt keinerlei Einschränkungen, sondern lehnt sie sogar ab.“

Coronavirus: Aufatmen auf Kreuzfahrtschiff

Update vom Donnerstag, 30.01.2020, 20.32 Uhr: Aufatmen an Bord der „Costa Smeralda“: Tausende Passagiere saßen auf dem Kreuzfahrtschiff in Italien wegen eines Corona-Verdachts stundenlang fest. Eine Touristin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao hatte zuvor über Fieber und Atemprobleme geklagt. Sie und ihr Mann wurden isoliert und auf das Virus untersucht. Über 6600 Menschen - darunter nach Angaben der Reederei 5023 Urlauber - durften das Schiff im Hafen in Civitavecchia währenddessen nicht verlassen. Erst am Abend kam die Entwarnung: Die Tests an den beiden Passagieren waren negativ, teilte das Gesundheitsministerium in Rom mit. Die Passagiere dürfen nun an Land.

Kommentar zum Umgang mit dem Coronavirus: Rassismus macht nicht immun*

Update vom Donnerstag, 30.01.2020, 18.47 Uhr: Bei der Rückholaktion, die die Bundesrepublik für deutsche Staatsbürger im vom Coronavirus besonders geplagten Wuhan plant, dürfen nur Passagiere mitfliegen, die symptomfrei sind. Wer mit einem Flugzeug aus Wuhan ausgeflogen werden möchte, müsse in Deutschland zwei Wochen in Quarantäne, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Nach bisherigen Schätzungen geht es um rund 90 Bundesbürger. Das Flugzeug der Bundeswehr soll in Frankfurt landen. Der Rückholflug war zunächst für Samstag geplant. Sicher war das aber auch am Donnerstag noch nicht. Wo genau die Passagiere nach der Landung untergebracht werden, werde noch abgestimmt, sagte Spahn.

Coronavirus in Wuhan: Ärzte begleiten Rückholflug

Schon beim Flug seien Ärzte mit dabei, sagte René Gottschalk, Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts. Nach der Landung würden sie noch vor dem Aussteigen an Bord „gescreent“: Man werde sie befragen. „Wenn jemand über Symptome klagt, werden wir ihn rausnehmen und direkt in die Universitätsklinik fahren“, sagte Gottschalk. Dort gibt es eine Isolierstation für mögliche Coronavirus-Patienten. Alle anderen Passagiere würden in ein sogenanntes Medical Assessment Center gebracht: eine Halle am Flughafen, die für solche Fälle zum temporären Gesundheitszentrum umgebaut wird. Danach würden die Passagiere - unter Federführung des Bundes - zu einer Quarantäneeinrichtung gebracht.

Update vom Donnerstag, 30.01.2020, 16.15 Uhr: Der Coronavirus-Verdacht auf dem Kreuzfahrtschiff in Italien hat sich nicht bestätigt, wie die italienische Nachrichtenagentur „Ansa“ berichtet. Dies hätten medizinische Untersuchungen ergeben.

Update vom Donnerstag, 30.01.2020, 16.10 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Donnerstag erneut über die mögliche Ausrufung des internationalen Gesundheitsnotstands aufgrund des Coronavirus beraten. Noch in der vergangenen Woche hatte sie darauf verzichtet, den weltweiten Gesundheitsnotstand auszurufen. 

Dies könnte sie nun nachholen. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus äußerte vor der Sitzung „tiefes Bedauern“ darüber, dass seine Organisation vergangene Woche die weltweite Gefährdung durch das Virus nicht als „hoch“ eingestuft hatte. Es sei auf „menschliche Fehler“ in den WHO-Berichten zurückzuführen, dass das Komitee die Bedrohung nur als „gemäßigt“ eingestuft hatte, erklärte Tedros. Der Leiter der WHO-Notfallprogramme, Michael Ryan, betonte, nun müsse „die ganze Welt in Alarmbereitschaft sein“.

Quarantäne in Bayern - Air France streicht wegen Coronavirus Flüge nach China

Update vom Donnerstag, 30.01.2020, 15.50 Uhr: Die französische Fluggesellschaft Air France streicht wegen des neuartigen Coronavirus alle Flüge von und nach China. Die Linienflüge werden bis zum 9. Februar ausgesetzt, wie Air France am Donnerstag mitteilte. „Ab Freitag, dem 31. Januar, wird Air France mit freiwilligen Besatzungsmitgliedern Sonderflüge von und nach Shanghai und Peking durchführen, um Kunden und Mitarbeitern die sichere Rückkehr zu ermöglichen“, hieß es weiter.

Auch Thai Airways trifft alle denkbaren Sicherheitsmaßnahmen.

Update vom Donnerstag, 30.01.2020, 14.33 Uhr: Nachdem sich vier Personen von dem bayerischen Autozulieferer Webasto mit dem Coronavirus infiziert haben, wurden 90 Menschen in Bayern unter häusliche Quarantäne gestellt, wie „Bild“ berichtet. 40 von ihnen sind Angestellte von Webasto, 50 weitere Personen stammen aus dem Umfeld. Sie alle sollen laut dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf das Coronavirus getestet werden. Bereits am Mittwoch wurden Rachenabstriche genommen, erste Ergebnisse werden am Donnerstag erwartet.

Die Betroffenen sind dazu aufgefordert worden, das Haus oder die Wohnung nicht zu verlassen. Als Ausschlusskriterium galt, wer mit den Infizierten länger als 15 Minuten in Kontakt war oder ihnen näher als zwei Meter kam. Die 90 Menschen sind dazu angehalten, regelmäßig Fieber zu messen. Zudem mache das Gesundheitsamt Kontrollanrufe, ob die Personen auch wirklich zu Hause sind. Gezwungen werden können sie dazu allerdings nicht.

Wegen Coronavirus: BMW schließt Werke in Shenyang

Update vom Donnerstag, 30.01.2020, 13.57 Uhr: BMW hat angesichts der Ausbreitung des Coronavirus in China seine drei Werke in der Millionenstadt Shenyang geschlossen. Die einwöchigen Neujahrsferien seien jetzt um eine weitere Woche bis 9. Februar verlängert worden, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag in München. Nur die Büroangestellten arbeiteten ab kommenden Montag wieder, jedoch von zuhause aus. Shenyang ist der weltweit größte Standort des Autobauers: Rund 18.000 Mitarbeiter fertigen dort jährlich eine halbe Million Autos sowie Motoren. Wie es ab 10. Februar weitergehe, sei noch offen, sagte der Sprecher. 

Coronavirus: Verdachtsfall auf Schiff in Italien - Impfstoff erst in 3 Monaten

Update vom Donnerstag, 30.01.2020, 12.38 Uhr: Tausende Passagiere an Bord eines Kreuzfahrtschiffes sitzen im Hafen der italienischen Stadt Civitavecchia fest. Der Grund: Verdachtsfall auf Coronavirus! Wie die Nachrichtenagentur „Ansa“ am Donnerstag berichtete, sollen insgesamt rund 7.000 Menschen an Bord der „Costa Smeralda“ sein.  Eine Touristin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao habe Symptome wie Fieber und Atemprobleme gehabt, wie auch ein Sprecher der Reederei bestätigte. Sie und ihr Mann waren laut Medien am 25. Januar am Flughafen in Mailand angekommen. Die Frau sei auf dem Schiff medizinisch versorgt und isoliert worden. Die Ergebnisse eines Virustests wurden für den Nachmittag erwartet, ihr Mann habe kein Fieber. Die örtlichen Behörden ordneten an, dass die Passagiere zunächst nicht an Land gehen durften.

Derweil hat auch der renommierte chinesische Epidemiologe Li Lanjun in einem am Donnerstag verbreiteten Interview der Nachrichtenagentur „Xinhua“ betont, dass ein Impfstoff gegen das Coronavirus frühestens in drei Monaten zu erwarten sei.

Russland riegelt Grenze zu China wegen Coronavirus ab

Update vom Donnerstag, 30.01.2020, 12.06 Uhr: Russland riegelt wegen des neuartigen Coronavirus seine Grenze zu China ab. Sie verläuft vor allem im äußersten Osten Russlands. Die Schließung ordnete der russische Regierungschef Michail Mischustin am Donnerstag an, wie die staatliche Nachrichtenagentur „Tass“ meldete. Details dazu sollten später mitgeteilt werden. „Bisher wurde in Russland kein einziger Fall dieser gefährlichen Krankheit registriert“, sagte demnach der neue Ministerpräsident bei einer Regierungssitzung. „Aber wir müssen alles tun, um unsere Bevölkerung zu schützen.“ Grenzübergänge im äußersten Osten des Landes waren bereits für Fußgänger und den Autoverkehr geschlossen worden. Russland hatte zuletzt an der rund 4.200 Kilometer langen Grenze zu China Einreisende mit Temperaturmessungen kontrolliert und zusätzlich befragt. 

Coronavirus in Deutschland: Impfstoff frühestens in drei Monaten

Update vom Donnerstag, 30.01.2020, 11.39 Uhr: Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Auch die Behörden in Deutschland nehmen die Lage sehr ernst. Verdachtsfälle gibt es viele, vier haben sich bisher bestätigt. Sie alle nahmen an einer Fortbildung beim Autozulieferer Webasto in Bayern teil. Das Gefährliche an dem Coronavirus: Es ist neu und daher der Medizin noch unbekannt. 

Wuhan wurde als erste chinesische Stadt unter Quarantäne gestellt.

So erklärte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei „Bild“: „Das Wichtigste ist, mehr über den Virus zu erfahren. Wie überträgt er sich, wie entwickelt er sich, welche Impfstoffe lassen sich entwickeln. Auch deutsche Unternehmen sind daran beteiligt. Das kann aber drei bis fünf Monate dauern bis ein Impfstoff entwickelt ist.“

Coronavirus: Deutsche sitzen in Wuhan fest - Rückholaktion verschoben

Update vom Donnerstag, 30.01.2020, 10.46 Uhr: Etwa 90 Deutsche sitzen (noch) in Wuhan fest. Für sie ist Geduld angesagt, denn: Die geplante Rückholaktion der Luftwaffe wurde um 48 Stunden verschoben. Eigentlich hätte die Maschine bereits am Mittwoch starten sollen, nun soll der Airbus A310 nach Informationen der „Bild“ am Freitag um 12.45 Uhr in Richtung China abheben. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte gegenüber „Bild“: „Wir wollen unsere Landsleute aus Wuhan zurückfliegen. Wir wollen es schnellstmöglich möglich machen.“

Der Flieger werde dann voraussichtlich am Samstagabend in Frankfurt landen. Dort angekommen, sollen die Passagiere gemeinsam isoliert untergebracht werden, um eine mögliche Infektionskette durch das Coronavirus zu unterbrechen. 

Unterdessen hat der Leichtathletik-Weltverband die Leichtathletik-WM in Nanjing abgesagt. Der Coronavirus-Ausbruch sei auf „besorgniserregendem Niveau“.

Update vom Donnerstag, 30.01.2020, 06.00 Uhr: Die Zahl der Infektionen und Todesopfer durch die Lungenkrankheit aus China ist erneut gestiegen. Wie die chinesische Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte, stieg die Gesamtzahl der Todesfälle um 38 auf nun 170. 

Coronavirus: Infektionen in ganz China nachgewiesen

Die Zahl der bestätigten Erkrankten stieg auf 7711 Fälle in China. Nachdem auch Tibet die erste Erkrankung mit dem neuen Coronavirus gemeldet hatte, sind nun in allen Regionen und Provinzen Chinas Infektionen nachgewiesen. Die ersten Fälle waren Ende Dezember in der zentralchinesischen Stadt Wuhan aufgetreten.

Coronavirus breitet sich weiter aus

Auch Frankreich meldete eine weitere Infektion. Bei der mittlerweile fünften Erkrankung im Land handele sich dabei um die Tochter des ebenfalls erkrankten 80-jährigen Touristen aus China, teilte das französische Gesundheitsministerium mit. Der Zustand des 80-Jährigen sei ernst, der Mann werde weiter in einem Pariser Krankenhaus behandelt. Außerdem habe sich der Zustand eines weiteren infizierten etwa 30-Jährigen verschlechtert, der seit Ende vergangener Woche behandelt wird. Derzeit sind rund 50 Infektionen mit dem Coronavirus außerhalb Chinas bestätigt.

Coronavirus: Bundeswehr holt Deutsche aus Wuhan

Wann genau ein Flieger der Bundeswehr startet, um Deutsche aus Wuhan zu holen, war am Donnerstag weiterhin unklar. Unter den etwa 90 Deutschen und Angehörigen, die sich in der Region um die Millionenstadt Wuhan aufhalten, sind bisher keine Infektionen oder Verdachtsfälle festgestellt worden. Das Flugzeug der Bundeswehr soll in Frankfurt landen. Dort sollen die Passagiere zunächst in Quarantäne kommen. Laut Bundesgesundheitsministerium wurde in Abstimmung mit den hessischen Behörden entschieden, Rückkehrer während der Inkubationszeit von 14 Tagen zentral unterzubringen.

Coronavirus: 100 Menschen aus Wuhan landen in Frankfurt

Update vom Mittwoch, 29.01.2020, 18.55 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus werden rund 100 Deutsche nach Frankfurt ausgeflogen. Dort werden sie „unter Quarantänebedingungen“ untergebracht. Das habe Berlin so entschieden, sagte die Staatssekretärin im hessischen Sozialministerium Anne Janz am Mittwoch in Frankfurt. Die Behörden gingen davon aus, dass es sich um Personen handelt, die nicht erkrankt sind - zumindest bis zum Einstieg. Mediziner begleiten die Reisenden aus Wuhan.

Indes wächst in China die Kritik an der Staatsführung. Vor allem in den Sozialen Medien herrscht Misstrauen gegenüber offiziellen Meldungen, wie fr.de* berichtet. 

Bei ihrer Ankunft würden die Passagiere untersucht, anschließend „zentral betreut und versorgt“. Konkret bedeutet das, sie werden wegen einer möglichen Ansteckungsgefahr „unter Quarantänebedingungen“ untergebracht*. Wo genau, das steht noch nicht fest. Details würden noch mit Berlin geklärt, sagte Janz. Wahrscheinlich sei, dass die Landung am Donnerstag stattfindet.

Update vom Mittwoch, 29.01.2020, 17.15 Uhr: Der Verdachtsfall auf Coronavirus in einer Lufthansa-Maschine vom Mittwoch hat sich laut „Focus“ nicht bestätigt. An dem in Nanjing gelandeten Flug LH780 aus Frankfurt war ein Mann an Bord, der von den chinesischen Behörden als Risikofall eingestuft wurde. Unterdessen hat Lufthansa vorerst alle Flüge von und nach China gestrichen.

Lufthansa streicht alle Flüge nach China wegen Coronavirus

Update vom Mittwoch, 29.01.2020, 16.28 Uhr: Die Lufthansa streicht ihre Flüge von und nach China. Europas größte Fluggesellschaft mit ihren Töchtern folgt damit angesichts des neuartigen Coronavirus ihrem Konkurrenten British Airways und anderen Fluggesellschaften, wie das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt bestätigte. Zuvor hatte „Bild“ berichtet. 

Die Crews von Lufthansa sollen aus China zurückgeholt werden. Die Maßnahme umfasst auch die Töchter Swiss und Austrian und soll zunächst bis zum 9. Februar gelten. Hongkong wird wie geplant weiterhin angeflogen.

Update vom Mittwoch, 29.01.2020, 15.50 Uhr: Offenbar streicht die Lufthansa aufgrund des Coronavirus alle Flüge nach China. Das berichtet zumindest die „Bild“. Demnach soll die Vorsichtsmaßnahme zunächst bis zum 9. Februar gelten. Hongkong sei davon nicht betroffen. Lufthansa selbst hat zu den Gerüchten noch keine Stellung bezogen.

Coronavirus-Verdacht in Lufthansa-Maschine aus Frankfurt - Crew kehrt um

Update vom Mittwoch, 29.01.2020, 14.43 Uhr: An Bord einer Lufthansa-Maschine hat es einen Coronavirus-Verdachtsfall gegeben. An dem am Mittwochmorgen in Nanjing gelandeten Flug LH780 aus Frankfurt hatte auch ein Mann teilgenommen, der von den chinesischen Behörden als Risikofall eingestuft wurde, bestätigte das Unternehmen in Frankfurt. Der Chinese soll gehustet haben und zwei Wochen zuvor in der Stadt Wuhan gewesen sein, in der das neuartige Coronavirus zuerst bemerkt worden war. Ob er tatsächlich infiziert ist, blieb zunächst unklar. Zuvor hatte die Website „Aerotelegraph“ berichtet.

Die Passagiere, die jeweils drei Reihen vor und hinter dem Mann saßen, seien von den chinesischen Behörden ebenso untersucht worden wie die Crew des Airbus A 340, sagte der Lufthansa-Sprecher. Flugbegleiter und Piloten seien dann umgehend in die nächste Maschine nach Frankfurt umgestiegen. Der Rückflug LH781 sollte am Mittwochabend in Frankfurt landen. Die deutschen Behörden seien über das Vorgehen informiert worden, erklärte die Fluggesellschaft.

Unterdessen wird aufgrund des Coronavirus die Rückholaktion von rund 100 Deutschen aus Wuhan geplant*. Sie sollen in Frankfurt landen.

Coronavirus in Deutschland: Verdacht bei Patient in Wiesbaden

Update vom Mittwoch, 29.01.2020, 13.30 Uhr: Nach bestätigten vier Fällen von Coronavirus in Bayern zeigt nun auch ein Patient in Wiesbaden Symptome der Lungenkrankheit aus China. Wie „merkurist.de“ berichtet, wird er derzeit in den Wiesbadener Dr. Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) behandelt. Ob sich der Verdacht auf das Coronavirus bestätigt, soll im Laufe des Tages bekannt gegeben werden. 

Die Zahl der Menschen, die am neuartigen Coronavirus aus Wuhan erkrankt sind, steigt weiter. Nun greift China zu einer drastischen Maßnahme. 

Laut der HSK leidet er betroffene Patient an einer Atemwegserkrankung. Aktuell kann noch nicht ausgeschlossen werden, dass es sich dabei um das Coronavirus handelt. Die erforderlichen Untersuchungen wurden umgehend eingeleitet, auch das Gesundheitsamt ist informiert. 

Zudem werden derzeit auch in Stuttgart (zwei Frauen) und in Siegen (eine Person) Verdachtsfälle untersucht.

Nach British Airways stoppen weitere Airlines wegen Coronavirus Flüge nach China

Update vom Mittwoch, 29.01.2020, 11.10 Uhr: Nachdem die britische Fluggesellschaft British Airways alle Flüge nach China gestoppt hat, ziehen nun die indonesische Lion Air und die südkoreanische Seoul Air nach. Auch sie erklärten, den Flugverkehr aus und nach China zu stoppen. 

Währenddessen bangen italienische Hoteliers aufgrund des Coronavirus um den Tourismus aus China. „Wir haben schon viele Stornierungen und Absagen bekommen, vor allem von Gruppen und Pauschalreisenden“, klagte der Präsident des Hotelverbandes Federalberghi, Bernabò Bocca, der Nachrichtenagentur „Ansa“. „Wir bereiten uns auf noch schwerere Schäden vor. Und es werden keine kleinen Verluste sein, das können wir schon sagen.“ Für Italien gilt der chinesische Markt zu den wichtigsten in der Tourismusbranche. Städte wie Rom oder Venedig sind besonders beliebt.

Coronavirus: Zahl der Virus-Fälle steigt - British Airways stoppt Flüge nach China

Update vom Mittwoch, 29.01.2020, 09.05 Uhr: Die britische Fluggesellschaft British Airways setzt wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in China alle ihre Flüge in die Volksrepublik und von dort nach Großbritannien aus. Das gelte ab sofort, teilte die Airline am Mittwoch mit. Sie verwies auf die Reisehinweise des britischen Außenministeriums für China. British Airways fliegt normalerweise täglich von London Heathrow nach Peking und nach Shanghai.

Bei Deutschlands größter Fluggesellschaft, der Lufthansa, finden bislang alle Flüge von und nach China wie geplant statt. Das sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Die Lufthansa und ihre Tochter-Airlines bieten 73 wöchentliche Verbindungen nach China an.

Update vom Mittwoch, 29.01.2020, 06.20 Uhr: Die Zahl der Patienten mit dem neuartigen Coronavirus hinter der Lungenkrankheit in China ist wieder sprunghaft gestiegen und ist damit inzwischen höher als seinerzeit bei der Sars-Epidemie. Die Zahl der Erkrankungen stieg innerhalb eines Tages bis Mittwoch um 1459. Damit sind mehr als 6000 Fälle erfasst. Weitere 26 Patienten sind in China gestorben. So kletterte die Gesamtzahl der Todesfälle auf 132.

Während es außerhalb der Volksrepublik etwas mehr als 80 nachgewiesene Infektionen gibt, zählte die Gesundheitskommission in Peking bis Mittwoch rund 5951 Patienten allein in China. Es gibt fast 10 000 Verdachtsfälle. Die Kommission meldete sogar 5974 Fälle, rechnete dabei aber 23 Infektionen in Hongkong, Taiwan und Macao mit. Peking betrachtet diese Territorien als Teil der Volksrepublik. Von den Patienten sind demnach 1239 schwer erkrankt. Bei den Todesfällen handelt es sich meist um ältere Patienten mit Vorerkrankungen.

Coronavirus in Deutschland: Drei weitere Menschen infiziert – Autozulieferer schließt Standort

Update vom Dienstag, 28.01.2020, 22.30 Uhr: Wegen der vier mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter schließt der Automobilzulieferer Webasto seinen Stammsitz im oberbayerischen Gauting bis Sonntag (02.02.2020). Bis dahin sollen Mitarbeiter der Firmenzentrale auch nicht an nationale und internationale Standorte reisen, wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte. 

Für China gelte sogar eine Sperre für zwei Wochen. Die vier ersten in Deutschland bestätigten Fälle der neuen Lungenkrankheit sind allesamt Mitarbeiter des Unternehmens. Eine Kollegin aus China war vergangene Woche zu einer Schulungsmaßnahme im Gautinger Ortsteil Stockdorf. Dort hatten sich die vier Mitarbeiter nach bisherigen Erkenntnissen angesteckt. 

„Unter den Mitarbeitern des Automobilzulieferers Webasto gibt es weitere mit dem Coronavirus infizierte Personen“, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. „Die Maßnahmen zum Schutz der Belegschaft wurden aufgrund der neueren Entwicklungen ausgeweitet.“ 

Alle vier Betroffenen arbeiten demnach in der Firmenzentrale, wo insgesamt rund tausend Menschen arbeiten. Das Unternehmen sei in engem Austausch mit den Behörden und orientiere sich an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

Coronavirus: Drei weitere Menschen in Bayern infiziert

Update vom Dienstag, 28.01.2020, 21.14 Uhr: In Bayern sind drei weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert worden. Sie stünden in Zusammenhang mit dem ersten bestätigten Fall der neuen Lungenkrankheit in Deutschland, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Dienstagabend mit.

Wie es in der Pressemitteilung des Ministeriums zum Coronavirus heißt, seien auch die drei neuen Patienten Mitarbeiter der Firma Webasto im Landkreis Starnberg, bei der bereits der erste Betroffene beschäftigt ist. Sie werden in einer Klinik in München stationär aufgenommen und isoliert. Bei rund 40 weiteren Kontaktpersonen läuft laut Gesundheitsministerium derzeit ein Test, ob auch sie mit dem Coronavirus infiziert sind.

Coronavirus in Deutschland: Experte warnt vor Pandemie

Update vom Dienstag, 28.01.2020, 20.23 Uhr: „Wir haben es mit einer Erkrankung zu tun, die sich in China immer weiter ausbreitet“, sagt Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité Berlin in einem Interview mit tageschau.de. Deshalb sollte Deutschland zumindest auf eine Pandemie vorbereitet sein. Man müsse die Denkweise von „wir halten das Virus aus dem Land“ zu „es könnte eine Pandemie auf uns zukommen“ ändern. Er sagt, dies sei eine sehr große Herausforderung für das gesamte Gesundheitssystem.

Das Coronavirus breitet sich in China aus und wurde mittlerweile auch in Japan nachgewiesen.

Wie massiv die Ausbreitung des Coronavirus wirklich ist, wird sich laut Drosten in den kommenden Tagen zeigen. Man müsste bereits in der kommenden Woche einen Effekt der ergriffenen Maßnahmen spüren, so der Experte. Die Zahl der Neuansteckungen müsste zurückgehen. 

Für den normalen Bürger, so beruhigt der Virologe in dem Interview mit tagesschau.de bestünde aktuell aber kein Grund zur Sorge. Bei den Fällen, die außerhalb Chinas aufgetreten sind, konnte man die Kontaktgeschichte bis Quelle des Coronavirus zurückführen. 

Coronavirus - In diesen Ländern gibt es Infizierte:

  • China
  • Südkorea
  • Alaska
  • USA
  • Japan
  • Taiwan
  • Vietnam
  • Kambodscha
  • Malaysia
  • Australien
  • Nepal 
  • Deutschland
  • Frankreich

Update vom Dienstag, 28.01.2020, 19.45 Uhr: Nachdem das Bayerische Gesundheitsamt eine Coronavirus-Hotline eingerichtet hat, zieht nun die Stadt Frankfurt nach. In Abstimmung mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) hat das Gesundheitsamt ebenfalls eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet. Man stünde auch in engem Austausch mit den Behörden in Bayern, verlautet es am Dienstagabend aus dem Sozialministerium in Wiesbaden. 

Derweil heißt es Aufatmen in Göttingen. Dort hatte sich zumindest ein Verdachtsfall auf das Coronavirus nicht bestätigt. Das teilte Stefan Weller, Pressesprecher der Uni-Medizin Göttingen (UMG), der Redaktion noch am Dienstagabend mit. Neun weitere Verdachtsfälle auf das Coronavirus in Niedersachsen warten darauf, abgeklärt zu werden.

Coronavirus in Deutschland: Gesundheitsamt richtet Hotline ein

Update vom Dienstag, 28. Januar, 17.49 Uhr: Nachdem sich ein Mann in Bayern mit dem Coronavirus angesteckt hatte, hat nun das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eine Coronavirus-Hotline eingerichtet. Unter der Telefonnummer 09131/6808-5101 können besorgte Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen.

Der 33-Jährige aus Starnberg hatte sich bei einer Kollegin aus Shanghai angesteckt. 

Update vom Dienstag, 28. Januar 2020, 16.14 Uhr: Bei dem Autozulieferer Webasto sind derzeit keine Kollegen aus China mehr zu Gast. Ein 33-jähriger Mitarbeiter aus dem bayerischen Landkreis Landsberg hatte sich mit dem Coronavirus infiziert, nachdem er gemeinsam mit drei chinesischen Gästen an einer Fortbildung teilgenommen hatte. Alle drei seien am 23. Januar zurück nach China gereist, sagte eine Unternehmenssprecherin am Dienstag. Im Anschluss erkrankte eine chinesische Kollegin an dem Virus. Bei den anderen beiden chinesischen Kollegen seien bisher keine Krankheitssymptome bekannt, betonte die Sprecherin. 

Zudem warnt die Bundesregierung seit Dienstag vor Reisen in die zentralchinesische Provinz Hubei. Auch von dort aus soll sich das Coronavirus ausbreiten. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur vor Reisen in die Millionenmetropole Wuhan gewarnt. Jetzt heißt es auf der Internetseite des Ministeriums: „Vor Reisen in die Provinz Hubei wird gewarnt.“ Dennoch heißt es an anderer Stelle weiterhin: „Das Risiko für deutsche Reisende in Wuhan wird als moderat eingeschätzt.“

Außerdem ist die Bundesregierung grundsätzlich zu einer Rückholung nicht erkrankter deutscher Staatsangehöriger aus Wuhan bereit. Das teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes „zeit.de“ mit.

Coronavirus erreicht Deutschland - Hongkong schließt Grenzen

Update vom Dienstag, 28. Januar 2020, 13.55 Uhr: Während in Deutschland der erste Fall von Coronavirus aufgetreten ist, wird nun Hongkong auf die Lungenkrankheit aus Wuhan reagieren. Chinas Regierungschefin Carrie Lam erklärte am Dienstag, dass Hongkong seine Grenzen für Chinesen aus der Volksrepublik dichtmachen wird. Alle Zug- und Fährverbindungen sollen am Donnerstag um Mitternacht gekappt werden. Zudem würden die Zahl der Flüge aus China halbiert, betonte Lam weiter. 

Wie die „Washington Post“ berichtet, ist die Zahl der Toten auf 106 gestiegen, 4.565 Personen sind mit dem Coronavirus infiziert. 

Schützen Atemschutzmasken vor dem Coronavirus? Das sagen Experten.

Deutschland: Webasto reagiert nach Coronavirus-Infektion in Firma

Update vom Dienstag, 28. Januar 2020, 13.27 Uhr: Der Autozulieferer Webasto hat nach den Coronavirus-Infektionen zweier Mitarbeiter einige Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Dienstreisen nach sowie innerhalb Chinas sind vorerst ausgesetzt, betonte eine Sprecherin der Firma am Dienstag. Den in der Unternehmenszentrale in Stockdorf Beschäftigten ist es freigestellt, von zu Hause aus zu arbeiten. 

Zudem habe mit die Mitarbeiter gebeten, Termine mit Externen zu verschieben oder auf Telefonkonferenzen auszuweichen. Dies gilt zunächst für die kommenden zwei Wochen. Webasto hatte zuvor bestätigt, dass ein Mitarbeiter von einer chinesischen Kollegin aus Shanghai bei einer Fortbildung mit dem Coronavirus angesteckt worden war. 

Auch in Göttingen hat die Universitätsmedizin Verdacht auf Coronavirus gemeldet. Das Ergebnis steht noch aus.

Coronavirus in Deutschland angekommen: Kindergarten überprüft

Update vom Dienstag, 28. Januar 2020, 11.13 Uhr: Der Mann aus dem Landkreis Landsberg hat sich vergangene Woche mit dem Coronavirus infiziert, ist laut Andreas Zapf, Präsident vom Landesamt für Gesundheit Bayern, jedoch am Montag noch zur Arbeit erschienen, „weil er da noch nichts von seiner Erkrankung wusste“. Die betreffende Firma Webasto habe sehr konstruktiv mitgearbeitet. Stand jetzt gebe es keine weiteren Personen mit Symptomen in der Firma.

Das Coronavirus breitet sich in China aus: Die Lungenkrankheit wird mit Sorge betrachtet.

Die bayerischen Behörden überprüfen derzeit auch einen Kindergarten. Der 33-jährige Patient habe Kinder in diesem Kindergarten. Zapf betonte: „Natürlich denken wir an die Kinder und Kindergärten.“ Wichtig sei es, mögliche Fälle „rasch zu erkennen“, erklärte er weiter. Von Dienstreisen nach China rät Zapf ab.

Coronavirus in Deutschland: Kontaktpersonen des Erkrankten werden untersucht

Update vom Dienstag, 28. Januar 2020, 10.52 Uhr: Wie nun Andreas Zapf, Präsident vom Landesamt für Gesundheit Bayern, bestätigt hat, handelt es sich bei dem 33-jährigen Patienten um einen Mann aus dem Landkreis Landsberg. Er ist der erste in Deutschland, der sich mit dem Coronavirus angesteckt hat. Bisher gebe es bei der Firma Webasto jedoch noch keine weiteren Fälle, wie Zapf weiter erklärte. „Nach Auskunft der Klinik geht es dem Patienten recht gut. Wie gesagt, gestern hat er noch gearbeitet. Der Zustand hat sich nicht verschlechtert."

Der Leiter der Taskforce Infektiologie Martin Hoch verriet auf der Pressekonferenz zudem, dass die bayerischen Behörden nach dem ersten bestätigten Fall des Coronavirus in Deutschland 40 Kontaktpersonen in der Firma und den Familien überprüfen werden. „Die Zahl kann noch steigen“, erklärte er weiter. Man wolle unbedingt Infektionsketten vermeiden. Zapf betonte aber auch, dass kein Grund zur Panik bestünde, denn: „Wer keinen Kontakt hatte, da ist es extrem unwahrscheinlich, dass man sich infiziert.“ 

Coronavirus in Deutschland: Patient ging trotz Infektion zur Arbeit (Webasto)

Update vom Dienstag, 28. Januar 2020, 10.33 Uhr: Bei dem ersten Patienten in Deutschland handelt es sich um einen 33-jährigen Mann, der Mitarbeiter in einer Firma im Landkreis Starnberg ist. Das verriet Andreas Zapf, Präsident vom Landesamt für Gesundheit Bayern, am Dienstagvormittag bei einer Pressekonferenz. Er habe sich mit dem Coronavirus vergangene Woche Dienstag (23.02.2020) bei einer Fortbildung angesteckt. Die Schulungsleiterin kommt aus China aus Shanghai. Wenige Tage vor der Fortbildung habe die Frau aus China noch Besuch von ihren Eltern gehabt. Diese stammen aus der Region Wuhan, dem Ausbruchsort des Coronavirus. 

Die Chinesin habe sich auf dem Rückflug „grippig“ gefühlt und sei in China in Behandlung gegangen. Die Diagnose: Coronavirus. Daraufhin habe die Firma das Gesundheitsamt und die Mitarbeiter informiert. Der betroffenen 33-Jährige meldete sich und berichtete ebenfalls von einem „grippigen“ Gefühl am Wochenende. Weil es ihm am Montag (27.02.2020) aber wieder besser ging, war er zur Arbeit gegangen. Nachdem die Infektion der Schulungsleiterin aus China bekannt geworden war, habe er sich untersuchen lassen. Auch dieser Test war positiv. Wie eng der Kontakt der beiden Personen war, ist noch offen. Klar ist jedoch: Bei dem Coronavirus-Fall in Bayern handelt es sich nach Angaben einer Sprecherin des Robert-Koch-Instituts offenbar um die erste bekannte Mensch-zu-Mensch-Ansteckung außerhalb Asiens.

Coronavirus in Deutschland: Patient steckte sich während Fortbildung an

Update vom Dienstag, 28. Januar 2020, 9.59 Uhr: Offenbar hat sich der erste Coronavirus-Patient in Deutschland bei einem chinesischen Gast seiner Firma angesteckt. Das berichtet zumindest die „dpa“, die es aus Kreisen der Gesundheitsbehörden erfahren hat. Die betreffende Frau aus China sei zu einer Fortbildung bei dem Autozulieferer Webasto im Landkreis Starnberg in Oberbayern gewesen. Der infizierte Mann liegt in München im Klinikum Schwabing.

Nach der offiziellen Bestätigung, dass die Infektion mit dem Coronavirus auch Deutschland erreicht hat, wird sich das bayerische Gesundheitsministerium und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Dienstagvormittag um 10 Uhr auf einer Pressekonferenz äußern. „Dann besteht die Möglichkeit für Fragen der Medien“, heißt es in der Mitteilung.

Coronavirus in Deutschland angekommen: Erster Fall bestätigt

Update vom Dienstag, 28. Januar 2020, 5.55 Uhr: Jetzt ist auch in Deutschland erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Ein Mann aus dem Landkreis Starnberg in Bayern habe sich mit dem Erreger infiziert, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am späten Montagabend mit. Das Coronavirus kann eine Lungenkrankheit auslösen, an der im Hauptverbreitungsland China bereits mehr als 100 Menschen gestorben sind - die meisten davon waren ältere Patienten mit schweren Vorerkrankungen.

Der Patient in Bayern befindet sich nach Angaben der „Task Force Infektiologie“ des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) klinisch in einem guten Zustand, wie es in der Mitteilung hieß. „Er wird medizinisch überwacht und ist isoliert.“ Weitere Angaben zur Person wurden zunächst nicht gemacht.

Hintergründe zum Coronavirus: Was bisher über das Virus bekannt ist

Der Ministeriumssprecher betonte: „Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, wird von der Task Force Infektiologie des LGL und vom Robert Koch-Institut (RKI) derzeit als gering erachtet.“ Menschen, die engen Kontakt mit dem Patienten hatten, würden ausführlich aufgeklärt und über mögliche Symptome, Hygienemaßnahmen und Übertragungswege informiert.

Coronavirus aus China macht auch in Deutschland Sorge - Rückholaktion aus China geplant

Update vom Montag, 27. Januar 2020, 12.15 Uhr: Mit den weiter steigenden Fallzahlen der neuen Lungenkrankheit in China wächst die Besorgnis weltweit. Nun erwägt auch die Bundesregierung, ausreisewillige Deutsche aus China auszufliegen. Eine mögliche Evakuierung werde in Betracht gezogen, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) in Berlin. Demnach geht das Auswärtige Amt von einer zweistelligen Zahl von Deutschen in der besonders betroffenen Region aus. Der Krisenstab sei am Vormittag zusammengekommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Andere Länder wie Frankreich und die USA haben solche Rückholaktionen bereits in die Wege geleitet. Die Botschaft stehe mit den Deutschen vor Ort in Kontakt, hieß es von Maas. „Wir prüfen und wir bereiten uns auf alle Optionen vor.“ Er riet zudem von Reisen nach China ab. „Reisende sollten überlegen, nicht zwingende Reisen nach China zu verschieben oder zu unterlassen.“

Coronavirus: Deutschland gut vor der Lungenkrankheit aus China geschützt?

Update vom Montag, 27. Januar 2020, 8.15 Uhr: Wie der britische „Guardian“ berichtet, gehen Experten davon aus, dass sich mittlerweile mehr als 100.000 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt haben könnten. Bislang sind rund 2000 Viruserkrankungen bestätigt, die meisten davon im chinesischen Wuhan. Viele chinesische Touristen hielten sich derzeit in Europa auf. Auch deshalb befürchte der Gesundheitsexperte Professor Neil Ferguson, dass es früher oder später auch in Europa einen Coronavirus-Fall geben wird. 

Update vom Montag, 27. Januar 2020, 8.15 Uhr: Deutschland ist nach Ansicht des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin gut vor dem neuen C oronavirus geschützt. An Flughäfen, wo das Virus eingeschleppt werden könnte, sei man dank stetiger Übungen „sehr gut gewappnet“, sagte der Präsident des RKI, Lothar Wieler, am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“.

Falls das Virus nach Deutschland eingeschleppt werden sollte, sei es wichtig, dies früh zu erkennen. Die Gefahr für die deutsche Bevölkerung durch das Virus sei weiter „sehr gering“. In Ländern außerhalb Chinas, wo die Epidemie ihren Anfang nahm, wurden bereits Dutzende Nachweise gemeldet. In Europa wurden bisher nur von Frankreich erste eingeschleppte Infektionen gemeldet.

Coronavirus: Zahl der Toten steigt weiter

Update vom Montag, 27. Januar 2020, 6.45 Uhr:Das Coronavirus fordert weiter Opfer. Die Zahl der Toten ist nochmals um 24 auf 80 gestiegen. Innerhalb eines Tages klettert die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus um mehr als 700 auf 2744. Mit den rund 50 Fällen außerhalb Chinas sind damit bislang knapp 2800 Fälle weltweit bestätigt.

Aus Angst vor einer Einschleppung des Virus hat die Mongolei ihre Grenzen zu China geschlossen. Grenzübergänge sollen ab Montag für Fahrzeuge und Fußgänger geschlossen bleiben, wie die mongolische Nachrichtenagentur Montsame berichtete. Bislang gibt es demnach keine bestätigte Infektion mit der neuen Lungenkrankheit in der Mongolei. Da das Land als Nachbar Chinas jedoch einem hohen Risiko ausgesetzt sei, sollen alle Bildungseinrichtungen nach Anweisung der Regierung und des Parlaments bis zum 2. März geschlossen bleiben.

Update vom Sonntag, 26. Januar 2020, 19.35 Uhr: Ein Verdacht auf eine erste Infektion mit dem Coronavirus in Berlin ist am Sonntag ausgeräumt worden. Auch in Frankfurt gibt es noch keinen bekannten Fall, wie eine Sprecherin des Universitätsklinikums Frankfurt dieser Zeitung mitteilt. In  der Mitteilung heißt es: „Wie vermutlich viele Universitätsklinika derzeit verzeichnen auch wir eine erhöhte Anzahl von Patientinnen und Patienten, die sich mit dem Verdacht auf das Corona-Virus vorstellen. Diese Personen werden isoliert und mittels einer spezifischen PCR diagnostisch abgeklärt. Bei keinem dieser Patienten konnte bisher das neue Corona-Virus nachgewiesen werden.“

Man sei aber für den Fall der Fälle gewappnet: „Für eine mögliche Behandlung verfügt das Universitätsklinikum Frankfurt über eine Sonderisolierstation, in der eine fundierte Expertise zu Coronavirus-assoziierten Erkrankungen besteht. Das Universitätsklinikum Frankfurt ist mit der Sonderisolierstation also grundsätzlich auf mögliche Fälle dieser Art vorbereitet. Regelmäßig aktualisierte Informationen ergänzen die vorhandene Expertise. Dafür stehen wir im engen Austausch mit dem Robert-Koch-Institut.“

Coronavirus: Erste Staaten wollen Bürger aus Wuhan in China holen

Update vom Sonntag, 26. Januar 2020, 17.00 Uhr: Angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in China planen erste Staaten Evakuierungsmaßnahmen: Die USA, Frankreich und Japan kündigten an, ihre Bürger rasch aus der besonders betroffenen Stadt Wuhan zu holen. Die Bundesregierung dagegen plante vorerst keine Evakuierungen. Mit immer drastischeren Maßnahmen versuchten die chinesischen Behörden derweil, die Epidemie in den Griff zu bekommen, an der bis Sonntag knapp 2000 Menschen erkrankten und 56 Patienten starben.

Nach Wuhan steht inzwischen praktisch die gesamte Provinz Hubei unter Quarantäne, betroffen sind rund 56 Millionen Menschen. Vier Großstädte, darunter Peking und Shanghai, sowie die östliche Provinz Shandong setzten den Verkehr von Überlandbussen aus.

Die Zentralregierung untersagte zudem alle Gruppenreisen im In- und Ausland: Auslandsreisen werden demnach ab Montag ausgesetzt, Gruppenreisen im Inland ab Freitag.

Update vom Sonntag, 26. Januar 2020, 13.40 Uhr: Ein Verdacht auf eine erste Infektion mit dem Coronavirus in Berlin ist am Sonntag ausgeräumt worden. „Uns lag die Information eines Verdachts des Coronavirus 2019-nCoV der DRK-Kliniken Mitte vor. Der Test zu diesem Verdachtsfall fiel heute negativ aus“, teilte eine Sprecherin der Gesundheitsverwaltung am Sonntag mit. 

Bis Sonntag gab es in Deutschland keinen Fall des neuen Coronavirus, das eine Lungenerkrankung auslösen kann. „Wir empfehlen Menschen in Berlin, falls sie zum Risikokreis gehören, d.h. in dem Risikogebiet (Provinz Hubei, China) gewesen sind oder Kontakt mit Personen aus dem Risikogebiet hatten und Symptome einer Atemwegserkrankung aufweisen, eine Notaufnahme aufzusuchen und sich auf den Coronavirus testen zu lassen“, teilte die Berliner Gesundheitsverwaltung weiter mit.

Coronavirus: Verdachtsfall in Berlin

Update vom Sonntag, 26. Januar 2020, 13.00 Uhr: In Berlin wird der Verdacht auf einen Fall des Coronavirus gemeldet. Es gebe „einen offenen Verdachtsfall“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitssenats am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Laut „Bild“-Zeitung wurde eine Frau, die zuvor in China war, am Samstag mit entsprechenden Symptomen ins Krankenhaus eingeliefert. Ein Ergebnis der Untersuchung soll im Laufe des Sonntags vorliegen. 

Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sieht die Hauptstadt gut vorbereitet. „Berlin verfügt mit dem Institut für Virologie und der Sonderisolierstation an der Charité über eine sehr gute Ausstattung“, erklärte sie. Trotz des laut Einschätzung des Robert Koch-Instituts geringen Risikos für Deutschland „müssen wir leider auch auf einzelne Einreisefälle in Berlin eingestellt sein“.

An den Flughäfen Tegel und Schönefeld wurden daher Warnplakate zum Coronavirus aufgehängt. „Sie hängen im Ankunftsbereich, warnen vor den Symptomen und erklären Vorsichtsmaßnahmen“, sagte Flughafensprecher Daniel Tolksdorf am Sonntag. Die Plakate seien in Deutsch, Englisch und Chinesisch verfasst. „Bei ausgewählten Flügen aus China verteilen wir auch Handzettel.“ Passagiere können sich demnach jederzeit an das Flughafenpersonal wenden, falls ein Verdacht besteht.

WHO Europa: Jedes Land muss auf Coronavirus vorbereitet sein

Unterdessen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein gemeinsames Vorgehen gegen den Erreger angemahnt. „In einer Zeit der Unsicherheit über die Entstehung und das Verhalten eines Virus ist es umso entscheidender, dass Länder, Organisationen und die internationale Gemeinschaft als Einheit handeln“, teilte das WHO-Regionalbüro Europa am Samstagabend mit. Dazu zähle auch, auf lokaler und nationaler Ebene vorbereitet zu sein, um erkrankte Menschen aufzuspüren und auf das Coronavirus zu testen. 

„Es ist jetzt an der Zeit, uns bereit zu machen“, erklärte das Büro. Der Ausbruch in China sei ein Zeichen, dass jedes Land vorbereitet sein müsse, um Krankheitsausbrüche jeglicher Art rechtzeitig zu erkennen und zu handhaben. In Frankreich habe man gute Arbeit bei der Identifizierung der Fälle geleistet. Die Funde seien eine Erinnerung daran, dass der globale Reiseverkehr kein Land von der Ausbreitung von Infektionskrankheiten ausschließe. 

Es sei zurzeit unklar, wie sich der Ausbruch entwickele, ergänzte die Behörde. „Während wir das Verhalten des Virus nicht voraussagen können, können wir darüber entscheiden, wie gut wir sind, es zu stoppen.“

Das Coronavirus überträgt sich einer Studie zufolge relativ rasch zwischen Menschen. Experten des Imperial College London berechneten, dass ein Infizierter bis zum 18. Januar durchschnittlich 2,6 weitere Personen angesteckt haben könnte. Chris Whitty, der die Regierung in Gesundheitsfragen berät, ging von einem langen Kampf gegen das Virus aus: „Wir sollten das als Marathon betrachten und nicht als Sprint.“

Coronavirus: USA evakuieren ihre Bürger aus Wuhan in China

Update vom Sonntag, 26. Januar 2020, 08.30 Uhr: Die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus veranlasst nun auch andere Staaten außer China zu massiven Maßnahmen: Das US-Außenministerium kündigte am Sonntag an, US-Bürger aus der Millionenstadt Wuhan auszufliegen. Die USA planen für Dienstag einen Flug aus Wuhan, um US-Behördenpersonal und weitere Staatsbürger nach San Francisco zu bringen. Für Privatpersonen gebe es nur „begrenzte Kapazitäten“, schränkte die Behörde ein. Vorrang hätten Menschen, die durch den Krankheitserreger „stärker gefährdet“ sind. Rund 1000 US-Bürger sollen sich nach Angaben des „Wall Street Journals“ in Wuhan aufhalten. Auch Frankreich plant per Bus eine Evakuierungsaktion seiner Bürger aus der Hubei-Provinz.

Peking meldete unterdessen den ersten Todesfall durch die Atemwegserkrankung im Finanzzentrum Schanghai. Damit stieg die Zahl der Toten in der Volksrepublik auf insgesamt 56, rund 2000 Menschen seien laut Behörden infiziert. Chinas Staatschef Xi Jinping sprach von einer „ernsten“ Bedrohung.

Die chinesischen Behörden verschärften am Wochenende die Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie nochmals: Nachdem bereits der Verkehr in 18 Städten in der am stärksten von dem Virusausbruch betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina eingestellt wurde und mehr als 56 Millionen Menschen de facto unter Quarantäne stehen, wurde auch der Verkehr in Shantou im Süden des Landes am Sonntag eingeschränkt.

Wuhan, das als erste chinesische Stadt wegen des Erregers 2019-nCoV unter Quarantäne gestellt worden war, wirkte am Samstag, dem chinesischen Neujahrstag, wie ausgestorben. Die wenigen Passanten, die zu sehen waren, trugen Atemschutzmasken. Rund 20 Kilometer östlich des Stadtzentrums stauten sich an einer Autobahnsperre die Fahrzeuge. „Niemand kann hinaus“, sagte ein Polizist der Nachrichtenagentur AFP.

Hongkong rief unterdessen den Notstand aus. Auch das Disneyland in der Metropole wird bis auf weiteres geschlossen bleiben, kündigte der Betreiber am Sonntag an. 

Coronavirus greift in China weiter um sich

Update vom Samstag, 25. Januar 2020, 07.30 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Todesfälle durch das neuartige Coronavirus ist mittlerweile auf 41 gestiegen. Die Behörden in der schwer betroffenen Provinz Hubei meldeten 15 weitere Tote durch das Virus. Seit dem Ausbruch der Atemwegserkrankungen Ende vergangenen Jahres wurden in China nach Behördenangaben knapp 1300 Infektionen bestätigt. 

Am Freitag erreichte das Virus auch Europa: In Frankreich wurden inzwischen drei Fälle bestätigt, teilte das französische Gesundheitsministerium in Paris mit. Zunächst waren nur zwei Fälle von der französischen Gesundheitsministerin Agnès Buzyn bestätigt worden. Wenig später wurde bekannt, dass ein naher Verwandter einer der beiden Patienten auch mit dem Virus infiziert sei. Alle drei Infizierten seien zuvor in China gewesen. 

Coronavirus erreicht Europa: Zwei Fälle in Frankreich bestätigt

Update vom Freitag, 24. Januar 2020, 21.10 Uhr: Erstmals gibt es in Europa Fälle des zuerst in China aufgetretenen Coronavirus. In Frankreich seien zwei Verdachtsfälle „bestätigt“ worden, sagte die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Freitag bei einer Pressekonferenz in Paris. Einer der beiden Patienten wird demnach in einem Krankenhaus in Bordeaux behandelt, der andere in Paris.

Die französischen Behörden setzten alles daran, eine mögliche Ausbreitung des Virus zu verhindern, betonte Buzyn. Nach Angaben des Notarztdienstes SOS Médecins war im südfranzösischen Bordeaux am Donnerstag ein Patient mit dem Verdacht auf die Lungenkrankheit eingeliefert worden.

Auch in mehreren weiteren asiatischen Staaten sowie in den USA wurden inzwischen mehrere Fälle bestätigt. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte am Freitag, nach aktueller Kenntnis sei weiterhin kein deutscher Staatsbürger erkrankt.

China verschärft Sicherheitsmaßnahmen 

Die chinesischen Behörden verschärften am Freitag ihre Bemühungen zur Eindämmung des Virus. In 13 Städten, darunter Xianning, Xiaogan und Enshi wurde der öffentliche Verkehr ausgesetzt, sodass ihre mehr als 41 Millionen Einwohner de facto unter Quarantäne standen.

Wie in Wuhan wurden auch in Peking Großveranstaltungen anlässlich des chinesischen Neujahrsfests am Samstag abgesagt. Am Freitag kamen außerdem weitere Touristenattraktionen hinzu, die wegen des Coronavirus vorsichtshalber geschlossen werden.

Update vom Freitag, 24. Januar 2020, 20.35 Uhr: Erstmals sind Fälle des Coronavirus aus China auch in Europa bestätigt worden. In Frankreich seien zwei Verdachtsfälle „bestätigt“ worden, sagte die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Freitag bei einer Pressekonferenz in Paris. Einer der beiden Patienten wird demnach in einem Krankenhaus in Bordeaux behandelt, der andere in Paris.

Update vom Freitag, 23.01.2020, 17.25 Uhr: In den USA ist bei einem zweiten Menschen das neuartige Coronavirus diagnostiziert worden. Es handle sich um eine Frau in Chicago im Alter zwischen 60 und 70 Jahren, teilte die örtliche Gesundheitsverwaltung am Freitag mit. Die Patientin sei in stabilem Zustand. Überdies gehen die US-Gesundheitsbehörden 50 weiteren möglichen Verdachtsfällen nach.

Die betroffene Frau war den Angaben zufolge am 13. Januar aus der chinesischen Millionenmetropole Wuhan zurückgekehrt, wo das Virus erstmals aufgetreten war. Sie habe seither keinen Kontakt zu größeren Menschenmengen gehabt. In China sind inzwischen hunderte Menschen infiziert, 26 starben. Das Virus ist mittlerweile auch in anderen asiatischen Staaten aufgetreten. Die USA hatten Anfang der Woche einen ersten Krankheitsfall bestätigt.

Das US-Zentrum für Seuchenkontrolle (CDC) teilte mit, bislang seien 63 Proben von Patienten aus 22 US-Bundesstaaten untersucht worden. Elf seien negativ, zwei positiv gewesen.

Update vom Freitag, 23.01.2020, 6.38 Uhr: Mittlerweile sind 28 Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Dies melden die chinesischen Behörden am frühen Freitagmorgen. Die Zahl der bekannten Infektionen stieg im Vergleich zum Vortag von 644 auf 830 Fälle an.

Um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, greift China zu drastischen Mitteln. Wie die Deutsche-Presse-Agentur (dpa) berichtet, ist fast die gesamte Provinz Hubei „praktisch unter Quarantäne“ gestellt. Von dort hat sich das Coronavirus angefangen auszubreiten. In mindestens acht Städten wurde der gesamte Nahverkehr eingestellt. Betroffen sind 37 Millionen Menschen. 

Eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite sieht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) trotzdem nicht. "Es ist nicht der richtige Zeitpunkt", sagte der Vorsitzende des Notfallsausschusses, Didier Houssin. Er verwies darauf, dass es im Ausland bislang nur wenig Fälle gebe, und dass China bereits selbst weitreichende Vorkehrungen getroffen habe.

Trotzdem nehme die WHO den Ausbruch extrem ernst, so WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Es ist noch keine Notlage von internationaler Tragweite, aber das kann es noch werden", sagte er.

Umfrage: Deutschland gut vorbereitet?

Coronavirus breitet sich aus – bereits 18 Tote

Update vom Donnerstag, 23.01.2020, 20.30 Uhr: In China ist zum ersten Mal ein Mensch außerhalb der Provinz Hubei an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Gesundheitsbehörde der nördlichen Provinz Hebei, die an die Hauptstadt Peking angrenzt, vermeldete am Donnerstag den Tod eines 80-jährigen Mannes, der sich mit dem Erreger infiziert hatte. Er starb demnach bereits am Mittwoch. Die Zahl der Todesfälle stieg damit auf 18.

Die 17 vorherigen Todesopfer stammten alle aus der zentralchinesischen Provinz Hubei, in der auch die Stadt Wuhan liegt. Ein Tiermarkt in der Millionenmetropole gilt als Ausgangspunkt der Infektionen mit dem neuen Coronavirus, das mitunter tödliche Atemwegserkrankungen verursacht. Nach Behördenangaben haben sich inzwischen mehr als 570 Menschen in China infiziert, mehrere Städte wurden bereits unter Quarantäne gestellt.

Außerhalb Chinas wurden einzelne Fälle aus Thailand, Japan, Südkorea, Taiwan und den USA gemeldet. Am Donnerstag kamen Fälle in Singapur, Vietnam und Saudi-Arabien hinzu. Auf Flughäfen in vielen Ländern wurden Sicherheitsvorkehrungen wie Temperaturscans bei Passagieren getroffen.

WHO ruft noch keinen Notstand aus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ruft wegen Virus vorerst keinen internationalen Gesundheitsnotstand aus. Die Erkrankung habe in China zu einem Notstand, aber „noch nicht“ zu einem weltweiten Gesundheitsnotstand geführt, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstagabend nach einer zweitägigen Krisensitzung in Genf. Bisher gebe es außerhalb Chinas „keine Hinweise“ auf eine Übertragung des Krankheitserregers von Mensch zu Mensch, sagte er zur Begründung.

Update vom Donnerstag, 23.01.20, 6.21 Uhr: Die chinesische Regierung hat die Millionenmetropole Wuhan praktisch abgeriegelt, meldet die Deutsche-Presse-Agentur (dpa). Die Bewohner wurden aufgefordert, die Stadt nicht mehr zu verlassen. Auch der Nahverkehr mit U-Bahnen und Bussen wurde demnach eingestellt. Die Menschen wurden aufgefordert nur noch mit Schutzmasken in die Öffentlichkeit zu gehen.

In der Stadt Wuhan leben rund elf Millionen Menschen. Das Coronavirus hat sich mittlerweile in ganz China ausgebreitet. Bis Donnerstag wurde das Virus bei 571 Menschen nachgewiesen, wie die chinesische Gesundheitsbehörde berichtete. Darunter sind demnach 95 schwere Fälle, die alle in der Provinz Hubei mit der besonders schwer betroffenen Metropole Wuhan liegen. 

Es gibt in Deutschland fünf Flughäfen, die darauf vorbereitet sind, Flugpassagiere, die sich mit einem Infizierten an Bord einer Maschine befinden, aufzunehmen und zu behandeln. Darunter auch der Flughafen Frankfurt. 

Coronavirus breitet sich aus: Millionenstadt wird abgeriegelt

Update vom Mittwoch, 22.01.2020, 22.23 Uhr: Neben Flügen und Zügen soll auch der gesamte öffentliche Nahverkehr in Wuhan ab Donnerstagvormittag (Ortszeit) vorübergehend stillstehen. Damit soll das Risiko minimiert werden, dass sich das Virus weiter ausbreitet. Die Bewohner seien aufgefordert, die Stadt nicht ohne triftigen Grund zu verlassen.

Update vom Mittwoch, 22.01.2020, 21.33 Uhr: China stoppt wegen des neuartigen Coronavirus alle Flüge und Züge aus der Millionenstadt Wuhan. Wie der staatliche Fernsehsender CCTV am Mittwoch unter Berufung auf den Krisenstab in Wuhan berichtete, dürfen die Bewohner die Stadt, in der das Virus zuerst aufgetreten war, ab Donnerstag um 10 Uhr (Ortszeit, 03.00 Uhr MEZ) nur noch mit einer Sondergenehmigung verlassen. 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verlängerte unterdessen eine Krisensitzung bis Donnerstag, bei der es um die mögliche Ausrufung eines internationalen Gesundheitsnotstands ging.

Update vom Mittwoch, 22.01.2020, 17.00 Uhr: Die Zahl der Toten durch die neuartige Lungenkrankheit in China ist sprunghaft auf 17 gestiegen. Mit gut 150 Nachweisen binnen eines Tages nahm auch die Zahl erfasster Virus-Infektionen stark zu. Bis zum Abend (Ortszeit) waren 473 nachweislich mit dem Coronavirus Erkrankte erfasst. Allein am Mittwoch stieg die Zahl der Toten von bisher sechs auf 17, wie die Regierung der Provinz Hubei in der schwer betroffenen Metropole Wuhan berichtete. Auch außerhalb Chinas wurden weitere Infektionen bekannt. 

Coronavirus (Lungenkrankheit): Spahns Ministerium warnt vor Alarmismus

In Europa gibt es bislang keine Nachweise. Nach Einschätzung der Bundesregierung bedeutet die Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit nur ein „sehr geringes“ Gesundheitsrisiko für die Menschen in Deutschland. Es gebe keinen Grund, jetzt in Alarmismus zu verfallen, sagte ein Sprecher von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Update vom Mittwoch, 22.01.2020, 06.12 Uhr: Die Erkrankungen durch das neuartige Coronavirus (eine Lungenerkrankung) in China haben sich nochmals sprunghaft weiter ausgebreitet. Nach einer neuen Zwischenbilanz der chinesischen Regierung vom Mittwoch stieg die Zahl der Todesopfer um weitere drei auf mindestens neun. Die Gesamtzahl der Erkrankungen wuchs demnach um mehr als hundert neue Fälle auf rund 440. Die Weltgesundheitsorganisation WHO will sich heute in einer Krisensitzung mit dem Erreger befassen, der Atemwegserkrankungen verursacht.

Ein Komitee der WHO entscheidet heute über die Einstufung des Coronavirus.

Update vom Dienstag, 21.01.2020, 20.50 Uhr: In den USA ist ein erster Fall des neuartigen Coronavirus festgestellt worden. Die Lungenkrankheit wurde nahe Seattle im nordwestlichen US-Bundesstaat Washington bei einem Mann nachgewiesen, der aus China eingereist war, wie die US-Gesundheitsbehörde CDC mitteilte. Der Mann, der nach einer Reise in die chinesische Stadt Wuhan am 15. Januar in die Westküstenmetropole Seattle zurückgekehrt sei, wurde als Vorsichtsmaßnahme in ein Krankenhaus der Stadt Everett eingeliefert. Er habe bei der Rückreise noch keinerlei Symptome bemerkt, hieß es. Es bestehe nur ein sehr geringes Risiko, dass er weitere Menschen anstecken könne.

Coronavirus (Lungenkrankheit) wird von Mensch zu Mensch übertragen

Update vom Dienstag, 21.01.2020, 15.24 Uhr: Mittlerweile wächst international die Furcht vor einer Pandemie. Grund dafür ist, dass die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus sprunghaft angestiegen ist. Wie chinesische Behörden am Dienstag mitteilten, stieg die Zahl der Infektionen um 77 auf 291 Fälle. Außerdem gibt es nun auch sechs Todesfälle zu beklagen. 

Des Weiteren bestätigt Chinas Nationale Gesundheitskommission, dass rund 900 Menschen in Verdacht stehen, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. 

In einer Studie der Hongkonger Universität war am Dienstag hingegen von 1343 Infektionen in Wuhan die Rede. Einzelne Fälle wurden aus Peking, Shanghai und den Provinzen Guangdong, Zhejiang und Henan gemeldet. Derzeit sind in China wegen des bevorstehenden Neujahrsfestes hunderte Millionen Menschen auf Reisen. Die Krankheit beträgt sich von Mensch zu Mensch. 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte in Genf, noch sei "nicht genug bekannt, um endgültige Schlüsse zu ziehen, wie es übertragen wird". In jedem Fall sei mit weiteren Fällen in China und anderen Ländern zu rechnen. Für Mittwoch hat die WHO ein Krisentreffen anberaumt, bei dem sie über die Ausrufung eines Gesundheitsnotstands wegen des Coronavirus entscheiden könnte.

Lungenkrankheit: Erste Flughäfen reagieren

Auf Deutschlands größtem Flughafen, Flughafen Frankfurt, wurden noch keine besonderen Vorkehrungen getroffen. Der Betreiber stehe aber "in einer engen Abstimmung mit den Behörden" und im Austausch mit anderen Flughäfen, sagte eine Sprecherin. Durch vergangene Epidemien sei der Flughafen sehr gut vorbereitet. 

Auf vier Flughäfen in Thailand wurde obligatorisches Fiebermessen für Passagiere aus Hoch-Risiko-Gebieten in China angeordnet, um Menschen mit Fieber vorsichtshalber zu isolieren. Die Behörden in Hongkong befinden sich nach eigenen Angaben im "extrem hohen Alarmzustand". Reisende aus Wuhan müssen Gesundheitsfragebögen ausfüllen, bei falschen Angaben droht ihnen Gefängnis. Genauere Überprüfungen von Reisenden wurden auch an Flughäfen in Australien, den USA, Singapur, Bangladesch und Nepal eingeführt. In Wuhan wurden Reisende auf Flughäfen, Bahn- und Busbahnhöfen stichprobenartig untersucht.

Experte der Berliner Charité warnt vor Lungenkrankheit

Update vom Dienstag, 21.Januar, 12.09 Uhr: Nun wurde der neuartige Coronavirus erstmals auch in Taiwan festgestellt. Betroffen sei eine 50-jährige Taiwanesin, die in der zentralchinesischen Stadt Wuhan gearbeitet hat und von dort nach Taiwan zurückgeflogen ist. 

Laut dpa wurde die Frau sofort nach ihrer Ankunft in Taiwan in ein Krankenhaus gebracht und unter Quarantäne gestellt. In folgenden Ländern wurden bisher Fälle des neuen Coronavirus  bestätigt:

  • Thailand
  • Japan
  • Südkorea
  • China

Lungenkrankheit breitet sich weiter aus

Update vom Dienstag, 21. Januar 2020, 11.17 Uhr: Nachdem sich das neuartige Coronavirus von China aus in Teilen Asiens weiter ausbreitet, rechnet ein Experte der Berliner Charité auch mit Fällen in Deutschland. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa. „Wir müssen damit rechnen, dass wir Fälle nach Deutschland bekommen und wir müssen uns im gesamten Gesundheitssystem darauf vorbereiten“, so der Virologe Christian Drosten im Deutschlandfunk.

Deutsche Krankenhäuser müssten über die Behandlung von Patienten nachdenken, die isoliert oder auf Intensivstationen aufgenommen werden müssen. Behandlungsplätze seien sowieso rar. Laut dem Experten habe die Charité „alle Testsysteme hochgefahren“, damit eine Infektion mit dem Coronavirus aus China schnell nachgewiesen werden könne. 

Coronavirus: Experte warnt vor Ausbruch in Deutschland

Die Gesundheitsbehörden müssten das neuartige Virus „sehr ernst nehmen“, so Drosten. "Das ganze Bild nimmt jetzt doch mehr Ähnlichkeit mit der damaligen Sars-Epidemie im Jahr 2003 an." Damals waren fast 780 Menschen an der ebenfalls durch ein Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit gestorben, die meisten in China und Hongkong. Die nun für die neue Lungenkrankheit erwiesene Übertragbarkeit von Mensch zu Mensch mache es "gefährlicher".

Deutschland sieht der Virologe hingegen als gut vorbereitet an. Zur Vermeidung von Epidemien gebe es hierzulande „sehr gute Strukturen“. Dazu zähle ein nationaler Pandemie-Plan und eine gute Koordination von Schutz- und Bekämpfungsmaßnahmen durch das Robert-Koch-Insitut. "Ich glaube auch nicht, dass man jetzt als Bürger da Sorge haben muss um die eigene Gesundheit.“

Coronavirus: Lungenerkrankheit breitet sich aus - bald in Deutschland?

Zuerst war das Coronavirus in der chinesishen Metropole Wuhan aufgetreten, auf einem Fisch- und Geflügelmarkt. Aus der Stadt wurden auch die meisten Erkrankten gemeldet. Weitere Einzelfälle gibt es in Peking, Shangha, Thailand, Japan und Südkorea. Je ein Verdachtsfall besteht in Australien und den Philippinen. Alle von dem Virus und dem Virusverdacht Betroffenen hatten sich zuvor in Wuhan in China aufgehalten.

Update vom Dienstag, 21. Januar 2020, 09.45 Uhr: Die Zahl der registrierten Todesopfer durch das Coronavirus ist in China gestiegen: Ein 89-jähriger Mann erlag in einem Krankenhaus der zentralchinesischen Stadt Wuhan seinen Atembeschwerden, wie die chinesischen Behörden mitteilten. Die Gesamtzahl der registrierten Todesopfer stieg damit auf vier.

Coronavirus: WHO berät über internationalen Gesundheitsnotstand

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) plant für Mittwoch ein Krisentreffen, bei dem es um die neuartige Krankheit gehen soll. Ein Notfallkomitee will darüber beraten, ob ein internationaler Gesundheitsnotstand ausgerufen wird. Die Sorgen wurden durch Aussagen des chinesischen Forschers Zhong Nanshan verstärkt, wonach das Virus auch von Mensch zu Mensch übertragbar ist.

Erstmeldung vom 20. Januar 2020: Möglicherweise ist das Ausmaß der rätselhaften Lungenkrankheit in China noch viel größer als bisher bekannt. 1700 Menschen, so schätzt das britische Zentrum für die Analyse globaler Infektionskrankheiten am Imperial College London, haben sich bislang infiziert. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Die Experten warnen außerdem vor einer Übertragung von Mensch zu Mensch

Coronavirus löst Lungenerkrankung aus: Neue Fälle in Asien

Die Zahl der bestätigten Fälle in China ist währenddessen auf 62 gestiegen - zwei davon endeten bislang tödlich. Auch in Südkorea wurde erstmals eine Erkrankung mit dem Virus gemeldet, wie die Koreanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention am Montag mitteilten. Die betroffene Frau habe sich vorher im chinesischen Wuhan aufgehalten, wo der Großteil der Infektionsfälle aufgetreten ist. 

„Es ist wahrscheinlich, dass der Ausbruch des neuen Coronavirus in Wuhan bedeutend mehr Fälle mit mittleren oder schweren Erkrankungen der Atemwege verursacht hat als bisher berichtet“, so die britischen Experten vom Imperial College London. Sie beraten unter anderem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die britische Regierung.

Angst vor Lungenerkrankung: Über tausend Infektionen mit Coronavirus? 

Die neue Schätzung von mehr als 1700 Infektionen geht auf ein Rechenmodell zurück, in dem die Fachleute die drei im Ausland festgestellten Infektionen mit der Zahl der Flugreisenden, der Größe der Bevölkerung und der Inkubationszeit zugrunde gelegt haben. So leben im Einzugsgebiet des Flughafens von Wuhan rund 19 Millionen Menschen, von denen aber nur rund 3400 Personen am Tag ins Ausland fliegen.

Aus Thailand wurden bisher zwei Infektionen bestätigt, in Japan eine. Auch die drei betroffenen Personen waren vorher nach Wuhan gereist. Sie hatten sich allerdings nicht auf dem Tiermarkt aufgehalten, der nach amtlichen Angaben mit vielen anderen der Infektionen in Verbindung gebracht wurde. "Eine sich selbst erhaltene Übertragung von Menschen zu Mensch" sollte nicht ausgeschlossen werden, so die Experten aus London. Diese Erfahrungen habe man mit ähnliche Coronaviren, wie Sars oder Mers gemacht.

Ursprung des Coronavirus unklar - Warnung wegen Lungenerkrankung in Asien

Chinas nationale Gesundheitskommission verwies auf Experten, die den Ausbruch als „kontrollierbar“ einstuften. „Doch ist der Ursprung des neuen Typs von Coronavirus noch nicht gefunden und die Übertragung wird noch nicht völlig verstanden“, hieß es in einer Stellungnahme. Eine Reisewarnung für Touristen hat die WHO bislang nicht ausgesprochen. Die US-Gesundheitsbehörde riet Reisenden nach Wuhan, Kontakt mit Menschen oder kranken Personen zu meiden. 

agr/ror/tom/nc/kke/dpa

Nach der Entdeckung der Krankheit Ende Dezember in China stirbt erneut ein Mann an den Folgen des neuartigen Coronavirus. Eine weitere infizierte Frau wird in Thailand entdeckt.

China: Eine mysteriöse Lungenkrankheit ist vor Kurzem ausgebrochen. Nun stieg die Zahl der Krankheitsfälle an. Wie es zur Übertragung kommt, ist noch nicht klar.

Die Ausbreitung desCoronavirus in Asien weckt beunruhigende Erinnerungen an die Sars-Epidemie. Experten sehen Europa aber nicht akut in Gefahr.

Wegen ihres asiatischen Aussehens wird drei jungen Menschen aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet das Virus unterstellt. Drei Betroffene erzählen von ihren Erlebnissen.

Ein chinesischer Blogger hat heimlich Szenen aus einem Krankenhaus in Wuhan aufgenommen. Die Region ist besonders stark von dem Coronavirus betroffen.

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