Wohl nur Frage von Wochen

Corona in Deutschland: Impfstrategie von Bund und Ländern steht wohl schon - ein Datum sickert durch

Mitten in der zweiten Corona-Welle planen Bund und Länder offenbar die Impfstrategie. Diese könnte noch in diesem Jahr zur Anwendung kommen.

  • Die ganze Welt lechzt in der Corona-Pandemie nach dem Impfstoff.
  • Die Bundesregierung stimmt sich mit den Ländern offenbar bereits über eine Strategie ab.
  • Für Pflegeheimbewohner ist offenbar eine spezielle Regelung geplant.

Berlin/München - Seit Monaten wartet die Welt auf die erlösende Nachricht, dass der Durchbruch bei der Forschung nach Impfstoffen* gelingt und endlich ein Gegenmittel für Sars-CoV-2* auf den Markt kommt. Nun gibt es offenbar Anzeichen, dass dies schon bald der Fall sein könnte. Nach Informationen der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Mittwochsausgaben) haben sich Bund und Länder bereits auf eine Impfstrategie geeinigt.

Demnach finanziere der Bund die Beschaffung des Impfstoffes*, während die Länder für die Organisation zuständig seien und Impfzentren einrichten sollen. Dies gehe den Zeitungen zufolge aus einer Beschlussvorlage der Gesundheitsministerkonferenz hervor.

Impfstoff gegen Coronavirus: Bund soll sich an Kosten für Impfzentren beteiligen

Die Länder sollen demnach das „notwendige Zubehör zur fachgerechten Durchführung von Impfungen“ beschaffen und finanzieren. Je nach Bedarf sollten die Kassenärztlichen Vereinigungen den Ländern helfen. An den Kosten der Impfzentren werde sich der Bund über die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen.

Dem Bericht zufolge soll bundeseinheitlich geregelt werden, welche Bevölkerungsgruppen wann geimpft werden. Pflegeheimbewohner, die zur Risikogruppe gehören und voraussichtlich bevorzugt geimpft werden, sollen demnach nicht in die Zentren kommen müssen - sie sollen stattdessen von den Ärzten besucht werden.

Impfstrategie wohl schon klar: Bund und Länder sollen sich abgestimmt haben.

Impfstoff gegen Coronavirus: Klare Regeln auch für Transport und Lagerung

Auch Transport und Lagerung des Impfstoffes sollen laut dem Bericht nach klaren Regeln erfolgen. Bundesweit soll der Impfstoff demnach an 60 Standorte geliefert werden. „Die Standorte werden dem Bund bis zum 10. November abschließend benannt“, zitierten die Zeitungen aus der Beschlussvorlage.

Die hessische Landesregierung bereitet sich bereits auf den Start des Impfprogramms vor. Das Corona-Landeskabinett habe am Dienstag beschlossen, dafür eine Task Force einzurichten, erklärte das hessische Sozialministerium. Diese solle sich „um die Planung und Steuerung der in Zukunft erfolgenden Impfungen gegen das Coronavirus“ kümmern.

„Grundlage der Impfungen ist die nationale Impfstrategie, die derzeit von der Bundesregierung konzipiert wird“, erklärten Sozialminister Kai Klose (Grüne) und Innenminister Peter Beuth (CDU). „Noch gibt es keinen zugelassenen Impfstoff gegen das Virus. Aber die Bundesregierung hat einen Impfstoff in den nächsten Wochen in Aussicht gestellt.“ (mg, afp) *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Der Virologe Christian Drosten nannte bereits ein Worst-Case-Szenario angesichts der Entwicklung - doch er bekommt direkt Gegenwind. Das Biotech-Unternehmen Curevac verkündete bereits einen „entscheidenden Meilenstein“.

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch/dpa

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