Weltneuheit

Curevac erfindet Impfdrucker - und könnte Lauf der Pandemie verändern

Ingmar Hoerr, einer der Curevac-Gründer, schaut im Museum auf eine Darstellung von DNA
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Corona-Impfstoff: Ingmar Hoerr ist einer der Gründer von Curevac

Gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg wurden bereits mehrere Impfstoffe zugelassen. Curevac aus Tübingen entwickelte nun eine Methode, die den Lauf der Pandemie verändern könnte.

Tübingen - Die Impfung gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg (BW24* berichtete) startete bereits im Dezember vergangenen Jahres. Inzwischen sind mehrere Impfstoffe von verschiedenen Unternehmen in Deutschland zugelassen. Das Biotech-Unternehmen Curevac aus Tübingen arbeitet sogar bereits seit Februar 2020 an einem Impfstoff und meldete im Laufe des Jahres viele Teilerfolge*.

Auf dem Impfstoff der Tübinger ruhen nach wie vor große Hoffnungen. Die Bundesregierung investierte 300 Millionen Euro in die Firma* und Curevac erhielt sogar unverhoffte Unterstützung von Tesla-Chef Elon Musk*.

Im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg nimmt die Anzahl der zugelassenen Impfstoffe weiter zu. Curevac erwartet eine Zulassung bis Anfang Juni und Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) bewarb den kommenden Impfstoff bereits in einer Folge von „stern TV“ vor wenigen Tagen. Der OB hat sich bereits lange vor dem offiziellen Impfstart gegen das Coronavirus impfen lassen*. Aktuell ist der Mangel an Impfdosen ein großes Problem bei der Bekämpfung der Pandemie. Eine von Curevac entwickelte Weltneuheit kann die Produktion nun massiv beschleunigen, wie der Südwestrundfunk (SWR) berichtet.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Curevac mit weltweit erstem Impfdrucker

Das Coronavirus in Baden-Württemberg beeinflusst das Leben im Südwesten nun bereits seit über einem Jahr. Seit Dezember treten jedoch immer häufiger hochansteckende Virus-Mutationen auf*, die die Lage noch mal deutlich verschärfen. Teile der Bevölkerung befürchteten bereits, dass die zugelassenen Impfstoffe nicht oder nicht ausreichend gegen die Mutationen schützen könnten. Erste Studien mit dem Impfstoff von Curevac hätten jedoch gezeigt, dass er auch gegen die Virusvarianten aus Großbritannien und Südafrika hilft, erklärte Curevac-Chef Franz-Werner Haas in einer Anhörung des Europaparlaments, wie der SWR berichtet. Die Ergebnisse der Studie sollen schon bald veröffentlicht werden.

In Bezug auf die Impfungen gegen das Coronavirus steht Deutschland aktuell vor allem vor einem Problem. Während von dem Impfstoff von Biontech und Pfizer zu wenig Dosen vorhanden sind, weigern sich einige Menschen, sich mit dem Impfstoff Astrazeneca impfen zu lassen.

Laut dem SWR produziert Curevac dagegen schon auf Vorrat - mit einer beeindruckenden Methode. Mithilfe eines weltweit ersten Impfdruckers können die Tübinger schnell und unkompliziert mRNA-Impfstoff produzieren. Wie bei einem regulären Druckauftrag werden dabei Informationen des Virus in den Drucker eingespeist, der dann automatisch den passenden Impfstoff produziert.

Der von CureVac entwickelte Impfdrucker könnte den Lauf der Pandemie entscheidend verändern.

Das Tübinger Unternehmen Curevac kann mit dem Impfdrucker die Impfung gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg demnach deutlich beschleunigen und im Falle von weiteren auftretenden Virus-Mutationen entsprechend reagieren. Pro Woche könnten rund 100.000 Impfdosen produziert werden, sagte Curevac-Vorstandsmitglied Florian von der Mülbe laut dem SWR. Der Drucker ist mit einer Höhe von zwei Metern und einer Länge von vier Metern kompakt und mobil, kann jedoch ganze Impfstoff-Fabriken ersetzen und ist weltweit einsetzbar. *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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