News-Ticker zur Pandemie

Corona: Delta-Anteil in Deutschland erneut verdoppelt - Variante wohl noch diese Woche dominant

Coronavirus - Spahn und Wieler sprechen zur aktuellen Lage.
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Stellt besorgniserregende Delta-Werte fest: RKI-Chef Lothar Wieler.

Der Delta-Anteil hat sich wieder verdoppelt. Deutschland zieht laut Gesundheitsminister Spahn beim Impftempo mit den USA gleich. Der News-Ticker.

Update vom 30. Juni, 20.44 Uhr: In der dritten Juni Woche verdoppelt sich der Anteil der Delta-Variante in Deutschland erneut, teilt das Robert-Koch-Institut am Mittwoch mit. Die besonders ansteckende Mutante ist stark auf dem Vormarsch.

Der Delta-Anteil der Corona-Neuinfektion steigt stetig. Ein Ende ist laut RKI vorerst nicht in Sicht. Die Experten gehen davon aus, dass Delta noch in dieser Woche zur dominierenden Virus-Variante in Deutschland wird. „Die aktuell vorliegenden Daten zeigen, dass damit zu rechnen ist, dass die Variante B.1617.2 sich gegenüber den anderen Varianten durchsetzen wird“, schreibt das RKI. Ab Kalenderwoche 26 werde es mindestens die Hälfte aller Neuinfektionen ausmachen.

Corona: Stuttgart startet Impf-Modellprojekt für Studierende

Update vom 30. Juni, 18.31 Uhr: „Es ist sehr wichtig, dass möglichst viele Studierende jetzt im Sommer geimpft werden“, sagte Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne). Dafür startet die Stadt Stuttgart jetzt ein neues Modellprojekt an Hochschulen.

Die ersten von rund 6000 Impfdosen stehen im Robert-Bosch-Krankenhaus bereit. Studierenden werden jetzt spezielle Impfangebote gemacht. „Mit dem Modellprojekt wollen wir einen ersten Beitrag für ein sicheres Hochschulleben leisten“, erklärte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). Baden-Württemberg wolle jetzt die Weichen dafür stellen, dass ein regulärer Studienbetrieb im Wintersemester möglich sein wird - in Präsenz.

Spahn: Deutschland holt USA bei Impfquote ein

Update vom 30. Juni, 15.43 Uhr: Deutschland hat die USA bei der Impfquote nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn eingeholt. 45,3 Mio Bürgerinnen und Bürger (54,5 Prozent) seien mindestens einmal geimpft, twittert Spahn. 30,3 Millionen (36,5 Prozent) hätten den vollen Impfschutz. „Damit liegt Deutschland bei den Erstimpfungen erstmals gleichauf mit den USA“, schreibt Spahn.

Lauterbach: Uefa für den Tod von vielen Menschen verantwortlich

Update vom 30. Juni, 15.36 Uhr: Nach dem EM-Achtelfinale zwischen England und Deutschland übt Karl Lauterbach scharfe Kritik an EURO-Ausrichter Uefa. Der Corona-Experte wird drastisch.

Corona: NRW-Minister will Quarantäne kontrollieren und droht mit saftigem Bußgeld

Update vom 30. Juni, 13.15 Uhr: Wer aus Großbritannien, Portugal, Indien oder Russland wieder nach Deutschland zurückkehrt, muss 14 Tage in Quarantäne und kann sich auch nicht „freitesten“. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann will die 14-tägige Quarantänepflicht von Reiserückkehrern aus sogenannten Virusvariantengebieten kontrollieren.

„Unsere Gesundheitsämter werden stichprobenartig überprüfen, ob die Quarantäne eingehalten wird. Und dann gibt es auch ganz hohe Strafen, wenn man sich nicht daran hält“, sagt Laumann im WDR-Radiointerview am Dienstag. Wer sich nicht an die Quarantäneregeln hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet wird, heißt es der NRW-Corona-Webseite. Urlauber sollen sich freiwillig vor der Rückkehr an ihren Arbeitsplatz auf Corona testen lassen. Auch in den Schulen soll nach den Ferien zweimal wöchentlich getestet werden, kündigte der NRW-Gesundheitsminister Laumann am Dienstag im Landtag an.

Zwei Regionen weisen Inzidenz von mehr als 30 auf

Update vom 30. Juni, 9.42 Uhr: Lichtenfels in Bayern galt bisher als Corona-Hotspot in Deutschland. Ein Corona-Ausbruch in einer Firma hat die Inzidenz in die Höhe schnellen lassen. Der Wert kratze an der 50er-Grenze. Die Lage scheint sich jedoch zu entspannen. Die 7-Tage-Inzidenz* ist von 46,4 auf 34,4 gefallen. In den vergangenen Stunden wurde ein neuer Corona-Fall laut RKI verzeichnet. In allen 412 Land- und Stadtkreisen in Deutschland, die das RKI ausweist, liegt der Wochenwert erstmals unter 35. Zwei Regionen weisen eine Inzidenz über 30 aus:

  • Landkreis Lichtenfels (Bayern) - 34,4
  • Stadtkreis Heilbronn (Baden-Württemberg) - 30,8

Coronavirus in Deutschland: Inzidenz sinkt auf 5,2

Erstmeldung vom 30. Juni 2021

Berlin - Die Corona-Zahlen bleiben weiterhin auf einem niedrigen Level. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) innerhalb eines Tages 808 Corona-Neuinfektionen* und 56 neue Todesfälle gemeldet. Das geht aus den Zahlen vom Mittwochmorgen (30. Juni) hervor. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1.016 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut RKI bundesweit bei 5,2 (Vortag: 5,4; Vorwoche: 7,2).

Corona in Deutschland: Anteil „reiseassoziierter Fälle“ bislang gering

Bislang machen in diesem Sommer Einreisende aus dem Ausland nur einen recht kleinen Anteil an allen erfassten neuen Corona-Infektionen aus. So wurden dem RKI zuletzt innerhalb von vier Wochen 1.036 Fälle gemeldet, bei denen eine wahrscheinliche Ansteckung im Ausland angenommen wird. Das geht aus dem RKI-Lagebericht von Dienstagabend (29. Juni) hervor. Das seien etwa zwei Prozent aller übermittelten Fälle. „Dies zeigt, dass im derzeitigen Infektionsgeschehen reiseassoziierte Fälle eine nachgeordnete Rolle spielen“, so das RKI*.

Allerdings lagen bei 42 Prozent aller Fälle keine Angaben zum wahrscheinlichen Infektionsland vor. Das RKI macht in seinem Lagebericht vom Dienstag weder Angaben zu den Ländern, aus denen Infizierte einreisten, noch unterscheidet der Bericht nach Varianten. Im Virusvariantenbericht von vergangenem Mittwoch (23. Juni) teilte das RKI allerdings mit, dass die meistgenannten Länder im Zusammenhang mit Einschleppungen der sich ausbreitenden Delta-Variante* Afghanistan (19 Fälle), Russland (16 Fälle) und Italien (14 Fälle) seien. (ph/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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