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Wegen Corona: Arbeiter campieren vor dem Atomkraftwerk - Betrieb muss gesichert werden

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Von: Helena Grillenberger

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Kernkraftwerk Isar 2 am Abend.
Auf dem Kraftwerksgelände werden seit vergangenem Wochenende die Mitarbeiter untergebracht. © Peter Widmann/imago

Wegen der angespannten Corona-Lage werden nun die Mitarbeiter des Atomkraftwerks Isar 2 auf dem Kraftwerksgelände untergebracht.

Essenbach - Es ist das letzte verbliebene AKW in Bayern, das noch Strom liefert: Isar 2 in der Nähe von Landshut. Erst zum Jahreswechsel gingen die Lichter im schwäbischen Gundremmingen* aus. Dort sind die ehemaligen AKW-Mitarbeiter inzwischen damit beschäftigt, die Anlage zurückzubauen. Dasselbe Schicksal soll Ende des Jahres auch Isar 2 ereilen. Doch zuvor müssen die Mitarbeiter mit einem anderen Problem fertig werden.

Wegen Corona müssen die Mitarbeiter auf dem AKW-Gelände campieren

Vollausgestattete Unterkünfte, Containerzimmer und Caravans: Auf dem Gelände des Atomkraftwerks Isar 2 wird seit vergangenem Wochenende das Schichtpersonal untergebracht. Der Grund: Die nach wie vor hohen Corona-Infektionszahlen im Landshuter Landkreis*.

Weil auch die Mitarbeiter in ihrem sozialen Umfeld immer stärker von Infektionen betroffen sind, hat sich der Betreiber PreussenElektra zu diesem Schritt entschieden. Nach Informationen des BR laufen die Vorbereitungen dafür bereits seit Anfang des Jahres. Dadurch soll das Personal geschützt und der Betrieb gesichert werden.

Atomkraftwerk: Zelte als Gemeinschaftsraum

Neben Containerzimmern und Caravans wurden auch Zelte auf dem Gelände aufgestellt. Darin sind die Küchen und Gemeinschaftsräume für das Personal untergebracht. Außerdem stehen den Mitarbeitern mehrere Betreuer und ein Arzt zur Verfügung, die ebenfalls auf dem Isar 2 Gelände* untergebracht sind.

Alle Mitarbeiter, die auf dem Gelände einquartiert wurden, haben sich demnach freiwillig gemeldet. Das Kraftwerkgelände wird für drei Wochen als Unterkunft genutzt. (hgr) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und sein Vize, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), äußerten sich erst neulich zu einer Laufzeitverlängerung der bayerischen AKW.*

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