Transport nicht möglich

Bombenfund legt Verkehr in Berlin lahm - 10.000 Menschen evakuiert

1 von 10
Die Entdeckung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Montag im Berliner Westen weiträumige Sperrungen ausgelöst.
2 von 10
Die Entdeckung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Montag im Berliner Westen weiträumige Sperrungen ausgelöst.
3 von 10
Die Entdeckung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Montag im Berliner Westen weiträumige Sperrungen ausgelöst.
Bombenfund behindert Verkehr in Berlin
4 von 10
Die Entdeckung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Montag im Berliner Westen weiträumige Sperrungen ausgelöst.
Bombenfund behindert Verkehr in Berlin
5 von 10
Die Entdeckung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Montag im Berliner Westen weiträumige Sperrungen ausgelöst.
Bombenfund behindert Verkehr in Berlin
6 von 10
Die Entdeckung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Montag im Berliner Westen weiträumige Sperrungen ausgelöst.
Die Entdeckung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Montag im Berliner Westen weiträumige Sperrungen ausgelöst.
7 von 10
Die Entdeckung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Montag im Berliner Westen weiträumige Sperrungen ausgelöst.
Die Entdeckung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Montag im Berliner Westen weiträumige Sperrungen ausgelöst.
8 von 10
Die Entdeckung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Montag im Berliner Westen weiträumige Sperrungen ausgelöst.

Noch immer liegen Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden Berlins. Jetzt wurde wieder ein Sprengkörper entdeckt. Eine große Aktion läuft an.

Berlin - Über Jahrzehnte lag die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg unentdeckt im Boden. Am Montag wird der 250 Kilogramm schwere Sprengsatz am Innsbrucker Platz in Berlin bei Bauarbeiten entdeckt und löst am Vorabend des Einheits-Feiertags eine große Aktion von Polizei, Feuerwehr und Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg aus.

Am späten Nachmittag müssen bei trübem, regnerischem Wetter rund 10.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Um den Fundort der Bombe wird ein Sperrkreis von 500 Metern gezogen.

450 Beamte im Einsatz

Die Polizei fährt mit Lautsprecherwagen umher und fordert die Menschen zum Verlassen der Wohnungen auf. Beamte gehen von Tür zu Tür. „Alles läuft ruhig und geordnet ab“, sagt ein Polizeisprecher. Etwa 450 Beamte sind im Einsatz.

Auch ein Seniorenwohnheim muss vorübergehend geräumt werden. Es seien auch Menschen betroffen, die nicht gehen könnten, sagt ein Sprecher der Feuerwehr. Diese geht davon aus, dass der Einsatz mindestens bis Mitternacht dauern wird.

S-Bahnlinien werden unterbrochen

Der Eingang zum S-Bahnhof Innsbrucker Platz ist mit rot-weißen Flatterbändern verschlossen. Mehrere S-Bahnlinien werden unterbrochen, auch eine U-Bahnlinie ist betroffen. Auf der vielbefahrenen Hauptstraße wird der Verkehr umgeleitet. Die Stadtautobahn A 100 sollte erst kurz vor der Entschärfung dicht gemacht werden.

Sie sei nicht beunruhigt, sagt eine 39-Jährige mit ihrem Baby auf dem Arm. Beide sind auf dem Weg in eine Notunterkunft. Eine 76 Jahre alte Seniorin hat sich noch schnell etwas zu essen und trinken mitgenommen. Sie will ins Rathaus Schöneberg, wo die vorübergehend heimatlosen Menschen warten können, bis alles vorbei ist. „Wir lassen Sie nicht im Regen stehen“, twitterte die Polizei zu dem Notquartier im Rathaus.

Bombe muss vor Ort unschädlich gemacht werden

Die Bombenentschärfer haben laut Polizei den brisanten Fund auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Wilmersdorf begutachtet. Dort sollen Wohnungen gebaut werden. Die Bombe kann nicht transportiert werden und muss vor Ort unschädlich gemacht werden, sagen die Experten laut Polizei. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest.

Auch Mitarbeiter des Deutschlandradios am Innsbrucker Platz sind betroffen. Auch deren Gebäude muss verlassen werden. Der Sendebetrieb werde zunächst kurzfristig umgestellt, heißt es.

Von der bisher größten Evakuierungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik war Anfang September Frankfurt/Main betroffen. Mehr als 60 000 Anwohner mussten dort für die Entschärfung einer Bombe ihre Wohnungen verlassen.

dpa

Kommentare