49-Jähriger aus Niederbayern

300-Kilo-Mann erschoss zuerst Mutter und Frau, danach sich selbst

Bei den Toten von Altfraunhofen (Landkreis Landshut) handelt es sich um einen 49-Jährigen, seine Lebensgefährtin und seine 80 Jahre alte Mutter, wie tz.de* berichtet.

Altfraunhofen - Nach dem Fund drei toter Erwachsener in einem Einfamilienhaus in Niederbayern gibt es neue Informationen zu den Hintergründen (Update weiter unten). 

Ursprungsmeldung: Die Polizei geht von einer Familientragödie aus. Angaben darüber, in welchem Verhältnis die Toten zueinander standen, konnte ein Polizeisprecher am Donnerstag zunächst nicht machen. Zu möglichen Hintergründen äußerte er sich in Absprache mit der Staatsanwaltschaft vorerst nicht. In einem Haus in Altfraunhofen (Kreis Landshut) hatten Beamte nach einem telefonischen Hinweis am Mittwoch drei Leichen mit Schussverletzungen gefunden. Bei den Toten handelt es sich nach Angaben der Polizei nach ersten Erkenntnissen um die Bewohner des Hauses. „Wir werden im Laufe des Tages nähere Informationen zu dem Vorfall bekannt geben“, so Polizeisprecher Johann Lankes gegenüber unserer Redaktion. 

49-Jähriger, der wohl 300 Kilo wog, erschoss beide Frauen

Update 8:26 Uhr: Bei den Toten von Altfraunhofen (Landkreis Landshut) handelt es sich um einen 49-Jährigen, seine Lebensgefährtin und seine 80 Jahre alte Mutter, wie tz.de* berichtet. Der Mann soll am Nachmittag an Allerheiligen die beiden Frauen erschossen und sich dann bei der Polizei gemeldet haben. Am Telefon nannte er gegen 15 Uhr die Adresse und lotste so die Polizisten zu dem Einfamilienhaus. Er kündigte bereits an, dass er beim Eintreffen der Polizei nicht mehr am Leben sein werde. Als die Beamten wenig später das Haus durchsuchten, fanden sie die drei Leichen. Der 49-Jährige hatte in der Zwischenzeit Selbstmord begangen.

Eine Nachbarin erzählte gegenüber tz.de*, die Lebensgefährtin und die Mutter des Mannes seien beide offenbar schwer krank gewesen. Er selbst habe an die 300 Kilo gewogen. Die Bewohner lebten demnach von Hartz IV und der Rente der Mutter. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann mit deren jeweiligem Einverständnis zuerst seine Mutter und seine Lebensgefährtin und anschließend sich selbst tötete. Das Obduktionsergebnis stand noch aus, wie die Polizei am Donnerstag in Straubing mitteilte. Die Tatwaffe war nach Auskunft der Staatsanwaltschaft nicht registriert. Mehr Fotos vom Tatort gibt es auf merkur.de*.

Johannes Heininger/Video: Glomex

*tz.de und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.


Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000.Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

Rubriklistenbild: © Johannes Heininger

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