Kleinkind liegt in künstlichem Koma

Autofahrer versperrt Rettern den Weg: „Mir egal, wer hier reanimiert wird!“

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Notärzte

Retter sind ständigen Bedrohungen ausgesetzt. Es gibt einen neuen erschütternden Fall. Sanitäter in Berlin versuchten, das Leben eines Kindes zu retten, als sich ihnen ein Autofahrer in den Weg stellte. 

Jedes Mal, wenn es eine Meldung über (verbale oder körperliche) Gewalt gegen Retter gibt, kommentieren Menschen: So etwas darf nie wieder passieren. Das ist abstoßend. Doch es gibt einen neuen erschütternden Fall, der Freitagmorgen passiert ist: In Berlin im Ortsteil Moabit soll ein Autofahrer Sanitäter verbal angegriffen haben, die gerade versuchten, das Leben des kleinen Leonard (18 Monate) zu retten. Der Junge war nach Informationen der Bild am Sonntag in der Kindertagesstätte zusammengebrochen. Später soll sich herausgestellt haben, dass Leonard Kammerflimmen hatte. Als die Retter die Kita erreichten, soll ein ungeduldiger Autofahrer ausgerastet sein. Er habe geschrieen, er müsse zur Arbeit, soll gegen den Krankenwagen geschlagen und den Außenspiegel zerstört haben – und das nur, weil er nicht aus der Parklücke fahren konnte. 

Leonards Vater sagte der Zeitung: „Das Verhalten des Mannes ist unfassbar und unmenschlich. Es ging um das Leben meines Sohnes, und er dachte nur an sich.“ Als einer der Retter den Notfallkoffer mit dem Beatmungsmaske holen wollte, soll ihm der 23-Jährige den Weg versperrt und gebrüllt haben: „Verpisst euch, ich muss zur Arbeit!“ Und als er erfuhr, dass ein Kind jetzt schnelle Rettung bräuchte, hab er „sich drohend vor mir aufgebaut, als ob er gleich zuschlagen will“, schildert ein Sanitäter nachher. Der Mann habe geschrien: „Mir egal, wer hier gerade reanimiert wird!“

Die Sanitäter hätten die Polizei alarmiert, der Autofahrer habe sogar noch dann weitergepöbelt, als die Beamten da waren. 

Leonards Familie will dem Bericht zufolge Anzeige erstatten, sobald es Leonard besser geht. Noch soll er in einem künstlichen Koma sein. 

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