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Amoklauf von Heidelberg: „Traumata werden bleiben“ – „Dauerhafter Gedenkort“ soll kommen  

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Von: Tobias Utz, Vincent Büssow, Christian Stör, Lucas Maier

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Nach dem Amoklauf an der Universität Heidelberg stehen Lehrende und Studierende vor der Frage, wie es weitergeht. Die Polizei ermittelt derweil die Waffenverkäufer.

Update vom Donnerstag, 27.01.2022, 11.45 Uhr: Nach dem Amoklauf an der Universität in Heidelberg könnte dort ein dauerhafter Gedenkort entstehen. „Wir denken darüber nach, einen dauerhaften Trauerort auf dem Campus zu etablieren“, sagte der Vorsitzende der Verfassten Studierendenschaft, Peter Abelmann, der Rhein-Neckar-Zeitung in Heidelberg.

Amoklauf auf Uni-Campus in Heidelberg mit mehreren Verletzten
Polizeibeamte sichern nach dem Amoklauf Spuren am Gelände des Botanischen Gartens der Heidelberger Universität. © Uwe Anspach/dpa

Es sei der Wunsch da, dass die Tat aufgearbeitet werde, sagte Abelmann. Viele Studierende wünschten sich auch einen permanenten Trauerort. Es müsse aber auch dauerhafte Unterstützungsangebote für die Studierenden geben, für viele sei es das erste traumatische Erlebnis in ihrem Leben. „Und bei manchen werden Traumata bleiben. Wir werden das Ganze nicht so schnell beiseiteschieben können“, sagte Abelmann.

Dennoch plädierte der Studierendenvertreter weiter für eine offene Universität in Heidelberg. Dass eine solche Tat die gesamte akademische Institution ins Wanken bringe, sei nichts, was man sich vorstellen könne, und nichts, was man wolle. „Wir können deswegen nicht aufhören zu leben. Wir müssen weitermachen.“

Amoklauf auf Uni-Campus in Heidelberg
Blumen und Kerzen für die Opfer nach dem Amoklauf in Heidelberg. © Uwe Anspach/dpa

Amoklauf von Heidelberg: Täter hatte Waffen aus Österreich

+++ 18.50 Uhr: Der Amokläufer von Heidelberg hat sich eine Woche vor der Tat drei Langwaffen in Österreich beschafft. Zwei davon seien mit 150 Schuss Munition am Tatort sichergestellt worden, heißt es in einem am Mittwoch (26.01.2021) veröffentlichten ersten Bericht der Ermittlungsgruppe „Botanik“. Wie die Polizei mitteilte, stammten zwei der Waffen von einem Händler, eine weitere von einer Privatperson. Ob sich die Verkäufer strafbar gemacht haben, werde momentan geprüft.

Nach einer ersten Auswertung von Mobiltelefonen, Laptops und einem Tablet hat die Polizei keine Hinweise, dass es eine persönliche Beziehung zwischen dem mutmaßlichen Täter und den Opfern gegeben hat. Auch das Motiv bleibt unklar. Der 18-Jährige war laut Hinweisen als Jugendlicher Mitglied der rechtsextremen Partei „Der III. Weg“, hatte sie aber 2019 wieder verlassen. Erkenntnisse zu einer Radikalisierung oder zu Kontakten ins rechte Spektrum gebe es nicht. Möglich sei, dass eine psychische Erkrankung die Tat ausgelöst habe, heißt es in der Mitteilung.

Zur Universität war der junge Mann offenbar von Mannheim aus mit einem Taxi gekommen. Die beiden Waffen soll er in einer Sporttasche verstaut und im Kofferraum des Autos abgelegt haben.

Bluttat von Heidelberg: Polizei ermittelt weiter - Immer mehr ungeklärte Fragen

+++ 14.51 Uhr: Nach dem Amoklauf an der Universität Heidelberg versucht die Polizei, sich anhand von Zeugenvernehmungen und der Auswertung von Obduktionsergebnissen ein Bild von der Tat zu machen.

„Die rund 30 in einem Hörsaal vom Täter überraschten Biologie-Studenten sind größtenteils befragt worden“, sagte Polizeisprecher Patrick Knapp am Mittwoch (26.01.2022) in Mannheim. Sicherlich gebe es auch eine zweite Fragerunde. „Je tiefer wir die Dinge untersuchen, desto mehr neue Fragen tun sich auf.“
 

Heidelberg: Fakultät bleibt vorerst geschlossen

Update vom Mittwoch, 26.01.2022, 6.00 Uhr: Nach dem Amoklauf an der Universität Heidelberg setzt die betroffene Fakultät ihre Präsenzveranstaltungen für Studierende im ersten Semester vorerst aus. Dies gelte zunächst bis zur geplanten zentralen Trauerfeier am Montag, sagte der Dekan der Fakultät für Biowissenschaften, Jochen Wittbrodt, der Deutschen Presse-Agentur. „Ich würde mir als Dozent auch sehr komisch dabei vorkommen, wenn ich jetzt in einen geschlossenen Hörsaal gehen müsste.“ Das Gebäude mit dem Hörsaal, in dem die Schüsse fielen, bleibe vorerst geschlossen, sagte Wittbrodt.

Studierende und Dozenten seien nach den Ereignissen „im Schockmodus“. Dennoch habe am Dienstag ein digitales Treffen der Fakultät mit mehr als 170 Teilnehmern stattgefunden, auch Uni-Rektor Bernhard Eitel sei dabei gewesen. „Wir haben vor allem versucht, die Studierenden zu informieren und ihnen Angebote zu machen“, betonte Wittbrodt. Bei der psychologischen Betreuung solle „niemand durchs Raster fallen“.

Bei den anstehenden Prüfungen sei nun Augenmaß gefragt, sagte Wittbrodt. Eine Prüfung am Mittwoch (26. Januar) sei ausgesetzt worden, für weitere werde es Ersatztermine geben. „Wir geben den Studierenden auch die Gelegenheit, an den Prüfungen teilzunehmen“, sagte Wittbrodt. „Aber wenn sie währenddessen merken, es klappt nicht, genügt ein kurzes Signal. Dann zählt diese Prüfung nicht.“

Nach einer gewissen Zeit wolle man die Studierenden an der Fakultät ermutigen, sich dem Präsenzbetrieb wieder „zu nähern“, betonte Wittbrodt. „Biowissenschaften ist ein sehr praktisches Fach, mehr als 50 Prozent des Studiums sind Praktika.“ Zudem sei ein gewisses Maß an Routine wohl auch bei der Bewältigung des Erlebten sinnvoll.

Amoklauf in Heidelberg: Weitere Details zum Täter - Vater informierte Polizei

+++ 16.45 Uhr: Der Amokläufer an der Heidelberger Universität stammt aus Berlin. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Polizeikreisen. Nach Medienberichten soll der Mann im Stadtteil Wilmersdorf aufgewachsen sein. Zunächst hatte die Tageszeitung Mannheimer Morgen darüber berichtet.

+++ 15.30 Uhr: Die Polizei hat neue Details zu den Ermittlungen des Heidelberger Amoklaufs bekannt gegeben. Demnach werte man nun digitale Geräte aus, welche bei der Wohnungsdurchsuchung gefunden wurden. Zudem werden die Leichen des Täters und des Todesopfers rechtsmedizinisch untersucht. Der Leichnam des jungen Mannes und der 23-jährigen Frau seien zur Obduktion zum Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg gebracht worden, erklärte Baden-Württembergs Innenminister Strobl.

+++ 15.00 Uhr: Am Montag (31.01.2022) soll eine Trauerfeier in der Peterskirche in Heidelberg stattfinden. Diese werde auch per Livestream übertragen, teilte die Universität mit.

Amoklauf in Heidelberg: Vater warnte Polizei

+++ 14.30 Uhr: Der 18-jährige Täter von Heidelberg kündigte seinen Amoklauf per Whatsapp an. In einer Nachricht schrieb er, dass „Leute jetzt bestraft werden“ müssten (s. Update v. 11.45 Uhr). Diese Whatsapp-Nachricht schickte er an seinen Vater, wie Thomas Strobl, Innenminister von Baden-Württemberg, am Dienstag bestätigte.

Der Vater der jungen Biologie-Studenten habe sich daraufhin bei der Polizei gemeldet und davon berichtet. Dabei sagte er gegenüber den Ermittlungsbehörden, dass sei Sohn eine Tat angekündigt habe.

++ 13.00 Uhr: Die Deutsche Polizeigewerkschaft empfiehlt nach dem Amoklauf an der Uni Heidelberg den von der Tat unmittelbar Betroffenen, sich psychologisch betreuen zu lassen. „Die Studenten im Hörsaal haben Todesangst ausgestanden, sie wussten ja nicht, wie lange der Täter noch schießt“, sagte Landeschef Ralf Kusterer der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

Er fügte hinzu: „Das werden sie ihr Leben lang nicht vergessen.“ Das Erlebte könne zu posttraumatischen Belastungsstörungen führen, wenn die Betroffenen nicht behandelt würden. Das gelte auch für andere Menschen, die sich womöglich zur Tatzeit in dem Gebäude befanden. Die Polizei könne Hilfesuchende über die entsprechenden Angebote informieren.

+++ 12.30 Uhr: Die Polizei will mit einer Ermittlungsgruppe die Hintergründe des Amoklaufs an der Heidelberger Universität aufklären. Man habe eine Ermittlungsgruppe namens „Botanik“ mit 32 Personen gegründet, gab der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl am Dienstag in Stuttgart bekannt. Der Name ist darauf zurückzuführen, dass das betroffene Uni-Gebäude an den botanischen Garten grenzt.

Amoklauf in Heidelberg: Täter äußerte Bestattungswunsch

+++ 11.45 Uhr: Der Amoklauf an der Universität Heidelberg sorgt auch einen Tag nach der Tat für Entsetzen. Der 18-jährige Biologie-Student brachte eine junge Frau und schließlich sich selbst um. Seine Tat kündigte der Amokläufer zuvor in einer Chat-Gruppe des Messengerdienstes Whatsapp an. In einer Nachricht erklärte er laut Polizei, dass „Leute jetzt bestraft werden müssen“. Wofür ließ er offen. In der Nachricht hieß es außerdem, dass er sich nach seiner Tat eine Seebestattung wünsche. Das teilten die leitenden Ermittlungsbehörden auf einer Pressekonferenz mit.

„Das werden wir noch verifizieren müssen, auch das werden wir noch nachvollziehen müssen“, sagte Siegfried Kollmar, Polizeipräsident von Mannheim, diesbezüglich. „Wir werden sein Umfeld jetzt durchleuchten in den nächsten Tagen, mit Hochdruck.“ Die Behörden betonten am Dienstagmorgen, dass die „Ermittlungen laufen“ (s. Update v. 09.30 Uhr).

Heidelberg: Amoklauf an Universität – „Ermittlungen laufen noch“

+++ 09.30 Uhr: Nach dem Amoklauf in Heidelberg mit einem Todesopfer gibt es noch keine neuen Erkenntnisse zum Motiv des 18-jährigen Tatverdächtigen. „Die Ermittlungen laufen noch“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in der baden-württembergischen Stadt am Dienstag. Am Montag hatte der Amokläufer an der Heidelberger Universität während einer Vorlesung eine 23-jährige Studentin erschossen sowie drei weitere Studierende durch Schüsse verletzt.

Anschließend beging der Kommilitone der attackierten Studenten im Außenbereich der Hochschule Suizid. Der 18-Jährige soll laut Staatsanwaltschaft keine Vorstrafen haben. Die zwei von ihm verwendeten Waffen soll er sich im Ausland besorgt haben, in seinem Rucksack wurden rund hundert Schuss Munition beschlagnahmt. Bei dem Täter handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen Deutschen, der zuvor nicht polizeilich auffiel. Bekannt sei nur, dass „lange zurückliegend“ eine psychische Erkrankung vorgelegen habe. Unmittelbar vor der Tat habe der Mann eine Whatsapp-Nachricht abgesetzt, dass nun „Leute bestraft werden müssen“.

Ermittler untersuchen eine der Waffen, die ein Mann bei seinem Amoklauf an der Uni in Heidelberg benutzt hatte.
Ermittler untersuchen eine der Waffen, die ein Mann bei seinem Amoklauf an der Uni in Heidelberg benutzt hatte. © Sebastian Gollnow/dpa

+++ 08.00 Uhr: Nach dem Amoklauf an der Heidelberger Universität mit zwei Toten und drei Verletzten setzen die Ermittler am Dienstag ihre Arbeit fort. Offene Fragen gibt es unter anderem zum Motiv des Täters und wieso er an die Waffen kam. Diese soll der 18-Jährige vor wenigen Tagen im Ausland gekauft haben, wie der Mannheimer Polizeipräsident Siegfried Kollmar am Montagabend sagte.

Amoklauf in Heidelberger Universität: Suche nach Motiv läuft

Die Ermittler gehen nach bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass der Deutsche erst in einem Hörsaal, in dem rund 30 Studenten waren, mehrmals schoss und sich später vor dem Gebäude selbst richtete. Eine 19- und 20-jährige Frau sowie ein 20-jähriger Mann wurden durch die Schüsse leicht verletzt, eine 23-Jährige starb an den Folgen. Nach Angaben der Polizei hatte der Mann unmittelbar zuvor eine Whatsapp-Nachricht an seinen Vater geschickt. Er habe geschrieben, „dass Leute jetzt bestraft werden müssen“, sagte Kollmar. Details müssten noch verifiziert werden. „Wir werden sein Umfeld jetzt durchleuchten in den nächsten Tagen, mit Hochdruck.“

Der Leiter der Staatsanwaltschaft Heidelberg, Andreas Herrgen, sagte, über ein Motiv könne bislang nur spekuliert werden. Der Täter sei nicht vorbestraft gewesen. Die Ermittler müssten auch prüfen, ob sich andere strafrechtlich etwas haben zu Schulden kommen lassen.

Amoklauf an Heidelberger Universität: Neue Details zum Täter bekannt

Update vom Dienstag, 25.01.2022, 06.35 Uhr: Der Schock nach dem Amoklauf in Heidelberg sitzt weiter tief. Es sei eine „schreckliche Gewalttat“, sagte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU*) gegenüber dem Spiegel. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat würden auf Hochtouren laufen.

Die Polizei geht in ihren Ermittlungen vor allem der Frage nach, woher der 18 Jahre alte Mann die Waffen, eine Schrotflinte und ein Repetiergeweher, sowie die zugehörige Munition hatte, mit der er unter anderem eine 23-jährige Frau erschossen hatte. Der Mann, wohl wohnhaft in Mannheim gewesen und Student der Biowissenschaften, war nicht im Besitz eines Waffenscheins. Die Gewehre soll er einige Tage zuvor im Ausland gekauft haben. Wie das möglich gewesen sei, soll nun von den Behören geklärt werden.

Amoklauf in Heidelberg: Bundeskanzler Olaf Scholz meldet sich zu Wort

+++ 21.13 Uhr: Am Abend äußerte sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zu dem Amoklauf in Heidelberg. Nach der Ministerpräsidentenkonferenz sagte er in Berlin: „Es zerreißt mir das Herz, solch eine Nachricht zu erfahren“.

Den Angehörigen, Opfern und Student:innen der Universität Heidelberg sprach Scholz sein Beileid aus, so die dpa. Die Anteilnahme nach den Schüssen in Heidelberg zeigt sich parteiübergreifend. Gerade in den sozialen Medien äußerten sich viele Politiker:innen. Unter ihnen neben anderen auch Justizminister Marko Buschmann (FDP) und Nancy Faeser (SPD).

Noch am Nachmittag (24.01.2022) kam die Wissenschaftsministerin von Baden-Württemberg, Theresia Bauer (Grüne), an den Ort des Amoklaufs. Sie äußerte sich bestürzt: „Ich bin entsetzt. Es lässt einen sprachlos zurück, wenn unschuldige junge Menschen im Hochschulbetrieb so etwas erleben müssen.“ Eine schnelle Aufklärung versicherte unterdessen Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Die Polizei würde alles dafür tun, die Hintergründe schell aufzuklären, so Kretschmann.

Amoklauf in Heidelberg: Identität des Täters geklärt – Waffen im Ausland gekauft

+++ 20.10 Uhr: Andreas Herrgen, Leiter der Staatsanwaltschaft Heidelberg, machte am Montagabend (24.01.2022) zunächst keine Angaben zu einem möglichen Motiv. Dafür sei es noch zu früh, so Herrgen. Nach früheren Angaben aus Sicherheitskreisen soll der Mann jedoch keine politischen oder religiösen Motive gehabt haben. Man gehe eher von einer Beziehungstat oder psychischen Problemen aus, hieß es.

Die Tatwaffe soll eine Schrotflinte gewesen sein. Der Mann hatte noch mehr als 100 Schuss Munition dabei. Warum er mit dem Schießen aufgehört habe, wisse man noch nicht, sagte Kollmar. Das sei spekulativ, es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass eine bestimmte Person getroffen werden sollte. Der 18-Jährige hätte noch nachladen können.

Amoklauf in Heidelberg: Waffen im Ausland gekauft

+++ 20.02 Uhr: Der Amokläufer von Heidelberg soll die Waffen nicht im Internet, sondern vor einigen Tagen persönlich im Ausland gekauft haben. Es gebe Kaufbelege, sagte der Präsident des Mannheimer Polizeipräsidiums, Siegfried Kollmar, am Montagabend (24.01.2022). Zu klären sei nun, wer jemandem ohne Waffenschein eine Waffe verkaufe. Um den Verkäufer nicht vorzuwarnen, nannten die Ermittler das Land, in dem die Waffen gekauft wurden, nicht.

Der 18 Jahre alte Amokläufer sei bisher nicht polizeilich erfasst. Er habe auch keinen Führerschein gehabt. „Das ist schon sehr außergewöhnlich, diese Sachlage“, so der Polizeipräsident.

Amoklauf in Heidelberg: Einsatzkräfte drangen in den Hörsaal vor

+++ 19.45 Uhr: In einer Pressekonferenz hat der Polizeipräsident von Mannheim, Siefried Kollmar, den Ermittlungsstand nach dem Amoklauf in Heidelberg erläutert. Demnach gingen um 12.24 sieben Notrufe bei der Polizei ein. Bereits kurze Zeit später waren die Einsatzkräfte vor Ort und drangen in den Hörsaal vor, in dem die Tat stattfand. Über 400 Beamte sollen insgesamt im Einsatz gewesen sein.

Polizeipräsident Kollmar zufolge handelte es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 18-Jährigen. Er habe sich nach der Tat selbst getötet. Die drei Verletzten sowie die Verstorbene waren alle in ihren Zwanzigern. Der mutmaßliche Täter hat die zwei Langwaffen, die bei dem Amoklauf in Heidelberg eingesetzt wurden, den Ermittlungen zufolge im Ausland erworben. Die Polizei hat die Wohnung des 18-Jährigen durchsucht und Beweismittel gesichert. In einer Whatsapp-Nachricht soll dieser geschrieben haben, dass nun „Leute bestraft werden müssen“. Die Echtheit der Nachricht müsse noch geprüft werden. Die Ermittlungen dauern an.

Oberbürgermeister von Heidelberg äußert sich nach Amoklauf

+++ 18.55 Uhr: Der Oberbürgermeister von Heidelberg hat auf den Amoklauf an der Universität in seiner Stadt reagiert. Der parteilose Eckart Würzner erklärte „Wir alle sind schockiert und entsetzt über den Amoklauf, der sich heute im Neuenheimer Feld abgespielt hat. Auf diesem Campus schlägt das Herz der Wissenschaftsstadt Heidelberg.“

Der Oberbürgermeister dankte außerdem den Einsatzkräften. Darin tat es ihm auch Bundesjustizminister Marco Buschmann gleich. Seine Gedanken seien bei den Opfern und Menschen vor Ort, sagte der FDP-Politiker. Ein Mann hatte am Montag (24.01.2022) auf Menschen in einer laufenden Vorlesung geschossen und dabei eine Studentin sowie sich selbst getötet. Drei weitere Personen wurden schwer verletzt.

Amoklauf in Heidelberg: Mann erschießt Studentin

+++ 16.30 Uhr: Nach dem Amoklauf an der Universität in Heidelberg ist eine junge Frau wenige Stunden nach der Tat ihren schweren Verletzungen erlegen. Der Täter habe sie in den Kopf geschossen, hieß es am Montag aus Sicherheitskreisen. Der Mann hatte am Mittag bei laufender Vorlesung in einem Hörsaal mit einem Gewehr um sich geschossen, wie die Polizei mitteilte. Es gab neben der jungen Frau drei Verletzte.

Der Mann, der selbst Student gewesen sein soll, sei dann ins Freie geflohen. Er soll einen Rucksack mit weiteren Waffen dabei gehabt haben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus den Sicherheitskreisen. Demnach soll er sich dann selbst erschossen haben. Die Polizei bestätigte bisher lediglich, dass der Täter tot ist.

+++ 15.48 Uhr: Nach dem Amoklauf an der Universität in Heidelberg ist ein Opfer seinen schweren Verletzungen erlegen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Sicherheitskreisen.

Amoklauf auf Uni-Campus in Heidelberg mit mehreren Verletzten.
Polizeibeamte untersuchen eine Waffe am Gelände der Heidelberger Universität. © Sebastian Gollnow/dpa

Update von Montag, 24.01.2022, 15.40 Uhr: In einer Pressemitteilung bestätigte das Polizeipräsidium Mannheim, dass der Täter mit einer Langwaffe in den Hörsaal der Universität Heidelberg eingedrungen war und dort um sich schoss. Dabei habe er vier Menschen zum Teil schwer verletzt. Anschließen sei er in den Außenbereich geflüchtet.

Nach Polizeiinformationen ist der Täter tot. Es wird von einem Einzeltäter ausgegangen und eine Gefahrenlage sei derzeit nicht mehr gegeben. Eine Pressekonferenz ist für Montagnachmittag (24.01.2022) gegen 19.00 Uhr geplant.

Heidelberg: Amoklauf auf Uni-Campus mit mehreren Verletzten – Angreifer nach Attacke in Hörsaal tot

Erstmeldung von Montag, 24.01.2022, 14.20 Uhr: Heidelberg – Auf dem Gelände der Heidelberger Universität hat es einen Amoklauf gegeben. Ein Einzeltäter habe am Montagmittag mit einer Langwaffe mehrere Menschen in einem Hörsaal verletzt, teilte die Polizei mit. Der Täter sei inzwischen tot.

Amoklauf auf Uni-Campus
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot auf dem Gelände der Heidelberger Universität. © R.Priebe//Pr-Video/dpa

Beim Neuenheimer Feld handelt sich um ein Neubaugebiet. Dort liegen unter anderem der Botanische Garten und Teile des Universitätsklinikums. Ein Sprecher der Polizei teilte gegenüber Welt mit, man ginge nach dem Amoklauf in einem Uni-Hörsaal im Neuenheimer Feld von einem Einzeltäter aus. Ob es sich bei dem Täter um einen Studenten handele, teile der Sprecher nicht mit.

Heidelberg: Gezielter Angriff oder Amoklauf?

Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtete, habe es sich bei dem Angriff um einen Amoklauf gehandelt. Es gibt allerdings bislang noch keine offizielle Bestätigung, dass der Täter seine Opfer wahllos aussuchte. Laut Heidelberg24 bleibt der Uni-Campus Heidelberg weiter weiträumig gesperrt*.

Nach dpa Informationen hat es bei dem Amoklauf vier Verletzte gegeben. Eines der Opfer sei bei den Schüssen im Hörsaal der Universität lebensgefährlich verletzt worden, hieß es aus Sicherheitskreisen.

Heidelberger Amoklauf: Täter soll sich selbst erschossen haben

Laut dpa-Informationen soll der Amokläufer selbst Student gewesen sein, dies ist jedoch noch nicht offiziell bestätigt. Der Mann, der am Montagmittag in einem Hörsaal der Universität um sich schoss, habe nach ersten Erkenntnissen keine politischen oder religiösen Motive gehabt, hieß es in Sicherheitskreisen. Er habe mehrere Langwaffen bei sich gehabt und soll sich schließlich selbst erschossen haben.

Näheres war zunächst nicht bekannt. Die Polizei forderte Autofahrer auf, das Gelände weiträumig zu umfahren, damit Rettungskräfte freie Fahrt haben. (lm/vbu/cs/tu mit dpa/AFP) *heidelberg24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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