Ärzte bei Untersuchung entsetzt

Schulklasse mit 30 Mädchen intim verstümmelt

Norrköping - Ihre Untersuchungen sollen die grausame Praktik verhindern - doch Ärzte mussten entsetzt feststellen: Alle 30 Schülerinnen einer Mädchenklasse in Schweden waren an den Genitalien verstümmelt.

An einer Schule in Schweden haben Ärzte Medienberichten zufolge Genitalverstümmelungen bei einer ganzen Mädchenklasse entdeckt. Alle 30 Schülerinnen, die aus Migrantenfamilien stammen, seien beschnitten gewesen, 28 von ihnen sogar auf die brutalste Weise, berichtete die schwedische Zeitung „Norrköpings Tidningar“ am Freitag.

In Norrköping untersucht die Behörde in einem Pilotprojekt gezielt Mädchen und habe so seit März bereits 60 Fälle aufgedeckt. „Ein Mädchen hatte so starke Regelschmerzen, dass sie von der Schule mit dem Rettungswagen in eine Frauenklinik gebracht wurde“, sagte eine Mitarbeiterin der Gesundheitsbehörde demnach der „NT“.

Ob die Mädchen in Schweden beschnitten worden seien oder in den Herkunftsländern ihrer Familien, sei unklar, berichtete der schwedische Rundfunk. Die Genitalverstümmelung ist in Schweden illegal. „Geschieht sie im Ausland, bevor die Person schwedischer Staatsbürger geworden oder nach Schweden gekommen ist, ist sie nicht ungesetzlich“, sagte die Wissenschaftlerin Birgitta Essén dem Sender SVT. Bringen die Eltern ihre Kinder zur Beschneidung ins Ausland, können sie dafür wiederum in Schweden bestraft werden.

dpa

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