Russische Fluglinie vor Gericht

Aeroflot darf Taillenumfang seiner Stewardessen nicht beschränken

Eine Flugbegleiterin hatte sich diskriminiert gefühlt und die Fluggesellschaft erfolgreich verklagt - nun darf diese ihren Angestellten keine Uniformgrößen mehr vorschreiben. 

Moskau - Die russische Fluglinie Aeroflot hat einen Prozess wegen Diskriminierungsvorwürfen einer Stewardess verloren. Künftig darf die staatliche Airline ihren Flugbegleiterinnen nicht mehr vorschreiben, ausschließlich die Uniformgrößen 42 bis 48 zu tragen. Das entschied ein Moskauer Gericht am Mittwoch und hob damit einen früheren Richterspruch vom April auf. Eine Flugbegleiterin hatte Aeroflot vorgeworfen, mit einer sogenannten Schlankheitsklausel zu dicke und zu große Frauen von bestimmten Flügen auszuschließen.

Die Klägerin erhält ein Schmerzensgeld von mehreren hundert Euro

Die Klägerin hat Medienberichten zufolge selbst Kleidergröße 52. Das Gericht sprach ihr eine Zahlung von rund 300 Euro zu. Ein Aeroflot-Sprecher sagte der Agentur Tass zufolge, die Entscheidung werde geprüft, bevor die internen Regelungen geändert würden.

dpa/AFP

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