Petition gestartet

Eigenheimzulage kann ab sofort beantragt werden - doch Stichtag sorgt für Verwirrung

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Die Bayerische Eigenheimzulage soll Häuslebauern und -käufern das Leben erleichtern - doch nur ab einem bestimmten Datum.

Seit dem 1. September 2018 kann in Bayern die Eigenheimzulage beantragt werden. Allerdings herrscht vielerorts Rätselraten um den eigentlichen Stichtag.

Mit der Eigenheimzulage sollen ab sofort Häuslebauer in Bayern mit einer Finanzspritze unterstützt werden. Sie kann seit dem 1. September 2018 bei der Bayerischen Landesbodenkreditanstalt (BayernLabo) beantragt werden. Um für die Zulage infrage zu kommen, muss neben einigen finanziellen Kriterien allerdings auch der Stichtag stimmen. Und gerade da liegt die Crux.

Was ist die Bayerische Eigenheimzulage?

Die Bayerische Eigenheimzulage ist ein Zuschuss, der vom Staat gezahlt wird, um die Bildung von Wohneigentum in Bayern zu fördern. Dabei handelt es sich um einen einmaligen Festbetrag von 10.000 Euro.

Wer kann die Eigenheimzulage beantragen?

Jeder, der seit mindestens einem Jahr in Bayern wohnhaft ist und dort ein Ein- oder Zweifamilienhaus bauen oder eine Wohnung kaufen möchte, kann die Eigenheimzulage beantragen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie eine Familie haben, alleinstehend oder kinderlos sind, wie die BayernLabo schreibt.

Auch Anbauten an bestehenden Häusern werden gefördert, solange eine neue Wohnung entsteht. Familien können neben der Eigenheimzulage außerdem Baukindergeld oder Baukindergeld Plus beantragen. Doch auch das jährliche Einkommen eines Haushaltes spielt eine Rolle und darf folgende Beträge nicht überschreiten:

für einen Einpersonenhaushalt

50.000 €

für einen Zwei- oder Mehrpersonenhaushalt ohne Kind

75.000 €

für einen Haushalt mit Kind

90.000 €

zuzüglich für jedes zum Haushalt rechnende Kind

15.000 €

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Wann ist der Stichtag für die Bayerische Eigenheimzulage?

Gerade um diese Frage streiten sich gerade Politik und Bürger. Letztere gingen bis jetzt davon aus, dass der Stichtag für die Eigenheimzulage der 1. Januar 2018 sei. Das bedeutet, dass alle Baugenehmigungen und Kaufverträge, die nach diesem Datum abgeschlossen wurden, für die Förderung infrage kommen. Viele Häuslebauer gingen sicher davon aus, bezuschusst zu werden und planten die Zulage fest in die Ausgaben mit ein.

Das Bauministerium erklärte allerdings später, dass der Stichtag auf den 01. Juli 2018 fallen wird. Die Verwirrung kam offensichtlich im Zusammenhang mit dem Baukindergeld zustande, eine Förderung, die rückwirkend vom 01. Januar 2018 erhältlich ist und zusammen mit der Eigenheimzulage starten sollte.

Viele Bürger fühlen sich nun betrogen und starteten vor kurzem eine Petition an den Bayerischen Landtag, die den 01. Januar 2018 als Stichtag fordert. Offiziell gilt allerdings weiterhin der 01. Juli als Stichtag. Um die Eigenheimzulage zu bekommen, muss sie innerhalb von sechs Monaten nach Bezug des Wohnraums gestellt werden. Ab dem 25. September kann sie auch online beantragt werden.

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fk

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