Vor- und Nachteile

Daunen oder Federn: Was ist besser für Kopfkissen und Bettdecke?

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Wo lässt es sich nachts besser hineinkuscheln? In Daunen oder Federn?

Wer eine neue Bettdecke oder ein Kopfkissen kaufen möchte, wird stets vor diese Frage gestellt: Daunen oder Federn? Doch was ist besser und wo liegt der Unterschied?

Jeder will es kuschlig und warm im Bett haben – schließlich hängt von der Nachtruhe die Tageskondition ab. Und wer legt sich schon gerne in eine unbequeme Schlafstätte? Deshalb scheuen viele keine Kosten und Mühen, um die beste Decke oder das gemütlichste Kopfkissen zu haben. Doch vor eine Frage wird dabei jeder gestellt: Brauche ich Daunen oder Federn?

Was ist der Unterschied zwischen Daunen und Federn?

Viele zucken hier wahrscheinlich mit den Schultern und denken, dass die Unterschiede doch gar nicht so groß sein können. Doch weit gefehlt! Daunen und Federn sind nicht dasselbe – und unterscheiden sich auch vom Preis.

Zunächst einmal sind Federn das sichtbare Federkleid von Vögeln allgemein. Daunen hingegen sind vor allem das Untergefieder von Gänsen und Enten. Der auffälligste Unterschied ist jedoch der Kiel, den nur Federn besitzen. Daunen hingegen bestehen aus Büscheln von flauschigen Fädchen, die aus dem Daunenkern wachsen.

Welche Vorteile bieten Daunen und Federn?

Daunen bieten einige Vorteile mit denen Federn nicht aufwarten können: Sie speichern sehr viel Luft und bleiben dabei trotzdem leicht, fluffig und voluminös. Dadurch können Sie hervorragend Wärme speichern und sorgen trotzdem für einen Temperaturausgleich. Im Winter halten sie also warm, während sie im Sommer vor extremer Hitze schützen. Allerdings sind sie etwas schwieriger zu waschen.

Federn hingegen sorgen nur für mehr Füllmenge und Gewicht, können aber nicht wärmen. Zudem piksen Federn gerne mal durch die Stoffhülle der Bettdecke oder des Kopfkissens. Dafür sind sie allerdings um einiges günstiger. Falls Sie also eine billige Daunendecke finden, liegt dies meist daran, dass sie mit Federn gemischt ist.

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Daunen oder Federn: Was ist besser für die Bettdecke?

Was Bettdecken angeht, hat Daunen-Experte Micheal Gouram vom Bettenfachgeschäft Sauer in Köln laut dem Blog "Der Schlafraum" eine eindeutige Meinung: "Die beste Daunendecke ist zu 100 Prozent mit Daunen gefüllt, alles andere ergibt eigentlich kaum Sinn." Diese sei zwar teurer, aber halte dafür auch 20 bis 30 Jahre, wenn sie gut gepflegt werde.

Daunendecken können zudem mit einer sehr dünnen Stoffhülle versehen werden, da keine Gefahr durch piksende Kiele besteht. Dies hat den Vorteil, dass die Daunen voll und ganz aus ihrer temperaturausgleichenden Eigenschaft schöpfen können. Wer also besonders viel schwitzt im Schlaf – und das tut eigentlich jeder bewusst oder unbewusst –, kann deshalb trotzdem recht angenehm schlummern.

Sobald allerdings auch Federn zu den Daunen gemischt werden, muss die Decke aus einem dickeren Stoff gewebt sein. Schon verringern sich die Vorteile der Daune. Eine Investition in eine reine Daunendecke ist demnach empfehlenswert.

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Daunen oder Federn: Was ist besser für das Kopfkissen?

Das gleiche trifft nicht unbedingt bei Kopfkissen zu. Sind sie nämlich nur mit Daunen gefüllt, versinken Sie regelrecht darin – was einem angenehmen Schlaf auch nicht förderlich ist, da Rücken und Nacken verspannen. Sind hingegen die robusteren Federn beigemischt, bleibt das Kissen stabil in seiner Form und bietet auch dem Kopf eine gute Stütze. Zudem wärmt das Kissen bei einem höheren Federanteil weniger – und gerade am Kopf hat man es nachts gerne mal kühler. Am besten ist also eine Feder-Daunen-Mischung.

Diese gibt es meistens in dem Mischverhältnis von 70 Prozent Federn und 30 Prozent Daunen oder 80 Prozent Federn und 20 Prozent Daunen. Sie sind auch unter den veralteten Begriffen Dreivierteldaune oder Halbdaune bekannt. Mit Dreivierteldaune ist das Füllvolumen gemeint, das zu 3/4 aus Daunen und zu 1/4 aus Federn besteht. Da Daunen aber weniger Gewicht haben, tragen sie in dieser Konstellation nur 30 Prozent zum Gesamtgewicht bei – die restlichen 70 kommen von den Federn. Bei der Halbdaune haben Daunen dementsprechend ein Gewichtsanteil von 20 Prozent und Federn eines von 80 Prozent.

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