Achten Sie auf die Anzeichen

Motor aus, was nun? Die häufigsten Ursachen für einen Motorschaden

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Ein Motorschaden bedeutet meist Totalschaden. Mit diesen Tipps vermeiden Sie ihn!

Der Motor ist das Herz des Autos. Wenn er kaputt ist, ist die Diagnose oft: Totalschaden. Vermeiden Sie die häufigsten Ursachen für einen Motorschaden.

Es gibt Autos, die laufen seit Jahrzenten Kilometer um Kilometer und der Motor ist immer noch gut in Schuss. Und dann gibt es wiederum die sogenannten „Montagsautos“, die eigentlich mehr in der Werkstatt als auf der Straße sind und schon in jungen Jahren einen Motorschaden erleiden. Kommt es zu diesem „Super-GAU“, sind die Kosten hoch und die Zukunft des Wagens ist ungewiss.

Wie kommt es zum Motorschaden? Häufig liegt die Ursache in Ihrem eigenen Fahr- und Wartungsverhalten. Verschleißerscheinungen machen dem Motor dann den Garaus. Die häufigsten Ursachen schnell zusammengefasst:

Motorschaden durch Motorüberhitzung

Gerade an heißen Sommertagen sollten Sie immer einen Blick auf die Wassertemperaturanzeige im Armaturenbrett werfen. Bewegt sich der Zeiger der Anzeige gefährlich nahe am roten Bereich oder steht sogar schon mittendrin, stellen Sie Ihr Auto so schnell wie möglich ab und lassen Sie es abkühlen. Warten Sie mindestens zwanzig Minuten bei offener Motorhaube. In dieser Zeit können Sie nachschauen, ob Kühlflüssigkeit austritt oder Ihr Auto dampft. Öffnen Sie aber keinesfalls den Kühlerdeckel oder den Ausgleichsbehälter. Hier kann Ihnen eine kochend heiße Wasserfontäne entgegenspritzen und Sie schwer verbrühen. Besonders im Stau kann es zur Motorüberhitzung kommen, da der kühlende Fahrtwind fehlt. Aber auch zu wenig Wasser im Kühler kann eine Ursache für einen überhitzten Motor sein.

Motorschaden durch zu hohe Drehzahlen

An der Ampel mal den Motor aufheulen lassen? Beim Anfahren nicht den zweiten Gang finden? Auf der Autobahn in den vierten Gang zurückschalten, um schneller zu überholen? Wenn Sie gern sportlich fahren und den Drehzahlmesser häufiger mal in den roten Bereich hochtreiben, nimmt Ihnen das der Motor Ihres Autos auf die Dauer übel. Soll der Motor lange leben, halten Sie enorme Belastungen von ihm fern. Hohe Drehzahlen belasten die Kolben, Ventile, Lager und Zylinder bis wesentliche Motorteile zu Bruch gehen.

Motorschaden durch gerissenen Zahnriemen oder defekte Steuerkette

Ein Klassiker, der nicht sein müsste, ist häufiger der gerissene Zahnriemen oder seltener die defekte Steuerkette. Der Riemen treibt die Nockenwelle an, und wenn er reißt, dreht sich die Kurbelwelle weiter, während die Ventile offenbleiben. Ventile und Kolben schlagen gegeneinander und verursachen einen Motorschaden, der häufig nicht mehr zu beheben ist. Dann kann nur noch ein Motorwechsel Ihr geliebtes Auto retten. Sie wollen sich diesen letzten Schritt ersparen? Dann lassen Sie Zahnriemen und Steuerkette regelmäßig kontrollieren und warten.

Motorschaden durch zu wenig Öl

Auch ein Motorschaden durch zu wenig Öl vermeiden Sie durch regelmäßige Pflege Ihres Autos. Werden die beweglichen Teile des Motors zu wenig geschmiert, „fressen“ sie sich fest und nutzen zu schnell ab. Gerade bei älteren Fahrzeugen müssen Sie den Ölstand häufig kontrollieren, um keine unangenehme Überraschung zu erleben. Eine Faustregel lautet: Nach jedem dritten Tankstopp Ölstand prüfen, aber bitte nur bei kaltem Motor. Auch der regelmäßige Ölwechsel ist Pflicht. Altes Öl verliert mit der Zeit seine Schmierfähigkeit durch Schmutz, Staub, Verbrennungsrückstände und viele weitere Faktoren. Wechseln Sie das Öl in Ihrem Auto nach 15.000 bis 70.000 Kilometern oder nach eineinhalb bis zwei Jahren, je nachdem, was früher kommt.

Motorschaden durch Wasser

Eine unterschätze Gefahr für Ihren Motor ist Wasser. Wenn Sie nach starken Regenfällen durch tiefe Pfützen fahren und das Wasser über die Unterkante Ihrer Stoßfänger reicht, kann das Ihrem Motor nachhaltig schaden. Auf dieser Höhe befindet sich bei vielem Modellen die Ansaugöffnung, durch die so statt Luft Wasser in den Motor gelangt. Da sich Wasser im Gegensatz zu Luft nicht komprimieren lässt, werden Motorteile beschädigt und verbogen. Vorsicht auch, wenn Sie zu Ihrem Auto zurückkommen und es in einer tiefen Pfütze steht. Lassen Sie es nicht an, sondern warten Sie, bis der Wasserstand gesunken ist.

Motorschaden durch falsches Tanken

Die unterschiedlich dicken Zapfhähne verhindern normalerweise, dass Diesel in einen Benziner getankt wird. Umgekehrt kann dieser Fehler schon häufiger passieren. Immer wieder müssen Pannenhelfer ausrücken, weil falsch betankte Fahrzeuge liegen bleiben. Gerade, wer häufig Mietwagen fährt oder Leasingautos regelmäßig wechselt, kann an der Zapfsäule schon mal danebengreifen. Gut, wenn Sie Ihren Fehler gleich bemerken, denn so bleibt ein Motorschaden aus. Lassen Sie den Tank vollständig ab und reinigen Sie ihn, bevor Sie neuen Kraftstoff tanken. Starten Sie den Motor auf keinen Fall vorher zuvor oder fahren Sie gar zur nächsten Werkstatt. Gelangt der falsche Treibstoff erst in die Kraftstoffanlage, muss dieser komplett gespült werden. Haben Sie den Tankfehler nicht bemerkt, macht sich Ihr Motor mit lauten Klopfgeräuschen bemerkbar. Stellen Sie ihn sofort ab und lassen Sie Ihr Auto in die nächste Werkstatt abschleppen.

Sie sehen, die häufigsten Ursachen für einen Motorschaden lassen sich durch Sorgfalt, Pflege und Wartung vermeiden. Achten Sie zusätzlich auf Veränderungen an Ihrem Motor wie Leistungsabfall, Quietschen, häufige Fehlzündungen oder andere Symptome und bringen Sie Ihr Fahrzeug zeitnah in die Werkstatt Ihres Vertrauens. So haben Sie lange etwas von Ihrem geliebten Auto.

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