Studie

In diesen Berufen drohen die meisten Überstunden - wie sieht es in Ihrer Branche aus?

Ein Mann tippt einem Büro auf einer Tastatur
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Ein Mann tippt in einem Büro auf einer Tastatur.

54 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland machen einer aktuellen Auswertung zufolge Überstunden. Manche Branchen trifft es besonders. Welche Rolle zudem das Alter spielt.

  • Eine Studie zufolge machen 54 Prozent der Beschäftigten in Deutschland Überstunden.
  • Die Auswertung zeigt zudem, in welchen Branchen Beschäftigte besonders lange arbeiten - und wo vergleichsweise wenige Überstunden anfallen.
  • Nicht nur zwischen den Berufen gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede.

In ihrer gesamten Berufslaufbahn machen Fachkräfte 9.655 und Führungskräfte 15.390 Überstunden*. Doch das ist nicht die einzige Erkenntnis aus einer jüngst vom Hamburger Vergütungsanalysten Compensation Partner veröffentlichten Studie, für die die Experten 215.403 Daten ausgewertet haben.

Studie: 54 Prozent der Beschäftigten leisten Überstunden

Dieser „Arbeitsmonitor 2019“ liefert interessante Vergleichszahlen, in der sich viele Beschäftige wiederfinden könnten: Insgesamt leisten demnach 54 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland Überstunden - im Schnitt rund drei pro Woche, wie das Unternehmen zu der Studie bekanntgab. Frauen würden im Schnitt 2,2 und Männer 3,7 Überstunden pro Woche verrichten.

Die schlechte Nachricht für Beschäftigte: Ein Drittel der Fachkräfte bekommt laut der Studie die zusätzliche Arbeitszeit nicht ausgeglichen. Sie arbeiten somit in ihrer Karriere 13 Monate umsonst. Bei den Führungskräften bekommen zudem sogar 74 Prozent keinen Ausgleich. Die gute Nachricht: Die Überstunden-Zahl nimmt in Deutschland insgesamt ab, so eine weitere Erkenntnis. Seit 2009 gebe es immer weniger Überstunden.

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Unternehmensberater machen am meisten Überstunden

Die meisten Überstunden leisten der Auswertung zufolge Beschäftigte in der Unternehmensberatung. Demnach kommen sie auf durchschnittlich 5,18 Überstunden pro Woche. Auf Platz zwei folgen Beschäftigte der Konsum- und Gebrauchsgüster-Branche mit im Schnitt 4,49 Überstunden pro Woche. Gefolgt von Beschäftigten bei Logistik, Transport und Verkehr mit 4,23 Überstunden. Den vierten und fünften Platz belegen der Studie zufolge Arbeitnehmer des Hotel- und Gaststättengewerbes mit durchschnittlich 4,11 Überstunden sowie des Bauwesens mit 4,03 Überstunden pro Woche.

Weniger Überstunden bei Beschäftigten bei Steuerberatung und öffentlicher Verwaltung

Die wenigsten Überstunden verrichten laut der Auswertung unterdessen Beschäftigte in der Steuerberatung beziehungsweise der Wirtschaftsprüfung, sie leisten im Schnitt 1,85 Stunden pro Woche zusätzlich. Vergleichsweise wenige Überstunden machen demnach zudem Beschäftigte der öffentlichen Verwaltung (im Schnitt 1,95 Überstunden), des Gesundheitsheitswesens (2,13) sowie Beschäftigte der sozialen Einrichtungen (2,24) und des Einzelhandels (2,29).

Abstufungen gibt es natürlich auch innerhalb der einzelnen Branchen und Gruppen. „In höheren Einkommensklassen steigt auch die Überstundenanzahl“, so eine der Erkenntnisse laut der Mitteilung. „Während Fachkräfte mit einem Jahresgehalt von bis zu 20.000 Euro 1,9 Überstunden pro Woche verrichten, arbeiten solche mit über 120.000 Euro durchschnittlich 6,8 Stunden zusätzlich“, heißt es dort. Führungskräfte „mit über 120.000 Euro im Jahr“ kämen auf mehr als zehn Überstunden wöchentlich.

Digitaler Wochenplaner als Hilfe

Wenn Sie öfter Überstunden machen, sollten Sie das im Blick behalten. Praktisch fürs Büro ist zum Beispiel ein digitaler Wochenplaner (werblicher Link).

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Arbeitsmonitor 2019: Zahl der Überstunden steigt mit dem Alter

Und auch das Alter wirke sich auf die Zahl der Überstunden aus: „Berufseinsteiger mit unter 20 Jahren leisten im Schnitt 1,7 Überstunden pro Woche“, teilt das Unternehmen zu der Studie weiter mit. Beschäftigte im Alter zwischen 30 und 39 Jahren kämen auf 3,1 Überstunden. Nach dem 60. Lebensjahr blieben Arbeitnehmer wöchentlich rund 3,7 Stunden länger im Büro. Weitere Details zu der Studie finden Interessierte hier. (ahu) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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