Studie offenbart

Wer lustlos arbeitet, hat einen miesen Chef - sagt eine Studie

Demotiviert statt engagiert? Das liegt auch am Chef.

Motiviert und engagiert - so wollen Chefs ihre Mitarbeiter sehen. Doch die Realität sieht ganz anders aus. Schuld daran sind die Vorgesetzten meist selbst, meint eine Studie.

Gehören Sie auch zu den Menschen, die Montag Morgen schon vom Freitag träumen? Dann befinden Sie sich in bester Gesellschaft: Vier von fünf Mitarbeitern sollen sich laut einer Studie kaum oder sogar gar nicht mehr mit Ihrem Unternehmen verbunden fühlen. Die Folge: lustlose Mitarbeiter, die nur das Nötigste erledigen.

Arbeitnehmerzufriedenheit: 71 Prozent schieben Dienst nach Vorschrift

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsinstituts Gallup, die einmal jährlich die Arbeitnehmerzufriedenheit von 1.000 Beschäftigten unter die Lupe nimmt. 71 Prozent der Befragten gaben an, nur Dienst nach Vorschrift zu schieben - 14 Prozent hätten sogar schoninnerlich gekündigt

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Chefs sehen sich als Kontrolleure, statt zu motivieren

Schuld an der Unzufriedenheit scheint bei vielen der Chef zu sein. Nur einer von fünf Befragten gab an, dass die Art, wie der Vorgesetzte ihn behandelt, ihn dazu ansporne, "hervorragende Arbeit" abzuliefern. Nur ein Fünftel gab an, dass sie bei der Arbeit ermutigt werden, Neues auszuprobieren und wenn es nicht klappt, aus Missgeschicken zu lernen. Keine guten Voraussetzungen also, um sich im Job richtig einzusetzen.

"Wenn Mitarbeiter mehr Eigeninitiative zeigen und größere Verantwortung übernehmen sollen, brauchen wir ein Umdenken auf allen Führungsebenen", meint Gallup-Berater Marco Nink laut eines Berichts des Tagesspiegel. Statt als "Leistungskontrolleur" den Mitarbeitern auf die Finger zu schauen, sollen sich Chefs vielmehr als Coach sehen, der seine Mitarbeiter berät und motiviert. 

Glückliche Mitarbeiter werden seltener krank

Das bringt dem Unternehmen laut Gallup nicht nur glückliche Mitarbeiter, sondern auch gesunde, die seltener krank werden. Den volkswirtschaftlichen Schaden einer "innerlichen Kündigung" schätzen die Berater auf bis zu 103 Milliarden Euro.

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Von Andrea Stettner

Gehalt: Die zehn bestbezahlten Berufe für Angestellte

Welcher Angestellte verdient am meisten? Das Portal Gehalt.de hat den Verdienst von rund 200.000 Angestellten ohne Personalverantwortung verglichen und anhand der Median-Werte die zehn bestbezahlten Berufe ermittelt. 

Platz 10: Vertriebsingenieure mit einem Bruttogehalt von 68.058 Euro pro Jahr.

Platz 9: Justiziare sichern sich knapp einen Platz darüber - ihr Jahresgehalt beträgt 68.959 Euro.

Platz 8: Regionalverkaufsleiter punkten mit einem ordentlichen Gehalt von 70.838 Euro pro Jahr.

Platz 7: Ein noch besseres Salär sichern sich Versicherungsingenieure. Sie verdienen jährlich rund 70.963 Euro.

Platz 6: Patentingenieur müsste man sein - bei ihnen klingelt die Kasse mit 71.983 Euro Jahresverdienst.

Platz 5: Key Account Manager sind nicht nur geschickt im Umgang mit Geschäftspartnern. Auch in Gehaltsverhandlungen wissen Sie scheinbar zu überzeugen. Mit 72.609 Euro Jahresverdienst schaffen sie es sogar in die Top 5 der bestverdienenden Angestellten.

Platz 4: Corporate Finance Manager kümmern sich gut um die eigenen Finanzen. Sie verdienen stolze 75.420 Euro pro Jahr.

Platz 3: Mit jährlich 75.793 Euro Verdienst sichern sich Fondsmanager einen Platz an der Sonne. 

Platz 2: Angestellte Fachärzte wie der Zahnarzt gehören zu den bestverdienensten Mitarbeitern - mit einem Gehalt von 78.004 Euro. 

Platz 1: Der Spitzenreiter liegt weit vor den anderen gutverdienenden Angestellten: Oberärzte erhalten monatlich ein Gehalt von etwa 9.745 Euro - das sind jährlich 116.937 Euro. Da klingelt die Kasse!

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