Schlechte Karten

Nicht auf das Niveau von unfairen Chefs herablassen

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Unfaire Attacken vom Chef sollten Mitarbeiter nicht mit Gleichem vergelten. In Konfliktsituationen ist eher Souveränität gefragt. Foto: Christin Klose

Verbale Attacken, Machtspiele und Manipulationen: wer es auf der Arbeit mit einem tyrannischen Chef zu tun hat, sollte sich nicht auf das gleiche Niveau herablassen. Es gibt eine effektivere Strategie.

Hamburg (dpa/tmn) - Verhält sich ein Chef den Mitarbeitern gegenüber unfair, wollen die ihm das vielleicht mit gleicher Münze heimzahlen. Dieser Versuchung sollten Arbeitnehmer aber möglichst widerstehen, rät Berater und Buchautor Ron Carucci im "Harvard Business Manager" (Ausgabe Juni 2018).

Denn wer sich einmal auf ein solches Niveau herablässt, akzeptiert Schikane-Methoden wie spitze Bemerkungen damit als normalen Umgang - und legitimiert so das unfaire Verhalten noch. Zudem sitzt der Chef bei Konflikten meist am längeren Hebel. Eine direkte Konfrontation hat deshalb meist wenig Aussicht auf Erfolg.

Besser ist es, unfaire Attacken einfach zu übergehen. Schmückt sich der Chef zum Beispiel mit Lorbeeren, die eigentlich einem Mitarbeiter zustehen, sollte dieser das nicht unbedingt im Büro herumerzählen. Denn die Kollegen wissen das vermutlich ohnehin - und respektieren eher jemanden, der hier Souveränität zeigt.

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