Stress, Angst, Zweifel:

Ihre Körpersprache verrät, was Sie wirklich denken

Achten Sie auf Ihre Körpersprache, denn die sagt mehr über Sie aus, als sie denken.
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Achten Sie auf Ihre Körpersprache, denn die sagt mehr über Sie aus, als sie denken.

Gerade im Job möchte man positiv auf sein Gegenüber wirken. Dabei wird die Körpersprache jedoch meist unterschätzt - sie verrät mehr, als es den Anschein hat.

"Setz dich gerade hin", pflegten schon die Lehrer in der Schule zu sagen, wenn wir wieder gelangweilt in der Schulbank lümmelten. Dass eine aufrechte Körperhaltung sehr hilfreich sein kann, wissen Karriere-Experten nur allzu gut.

Denn egal, was wir im Job sagen: Schon kleine Details in der Körpersprache verraten, wie es in uns wirklich aussieht - und was wir über andere denken. 

Wie Sie sich geben - und was ihre Körpersprache aussagt:

  • Schnell reden, hektisch bewegen: Sprache und Gestik beschleunigen sich, wenn Sie nervös sind. Führungsexperte Peter Economy rät deshalb auf dem Business-Portal Inc., sich in solchen Situationen bewusst zu verlangsamen: „Wenn wir uns präzise bewegen, ist das viel effektiver, als wenn wir etwas nur um der Aktion Willen tun."
  • An die Nasenwurzel fassen, Gesicht oder Nacken reiben: Heißt: Sie sind gestresst, stehen unter hohem Druck oder sind deutlich frustriert. Diese Körpersprache sollten Sie vor allem in Verhandlungen besser sein lassen.
  • Arme verschränken: Gehört zu den echten Klassikern der negativen Körpersprache und signalisiert ganz klar: Sie gehen zu Ihrem Gegenüber auf Abstand. Obwohl vielen die Wirkung dieser Körperhaltung bekannt ist, lässt sie sich nur schwer vermeiden. Jochen Mai von karrierebibel.de rät deshalb, sich diese (negative) Wirkung immer wieder ins Bewusstsein zu rufen und schlicht und einfach zu üben.
  • Erweiterte Pupillen: Augen verraten vieles über einen Menschen - nicht umsonst heißt es. "Die Augen sind der Spiegel der Seele". Was viele aber nicht wissen: Die Pupillen reagieren nicht nur auf Licht, sondern auch auf die Psyche. Sind die Pupillen geweitet, zeigt das: Ich habe Angst. Dieser Schutzmechanismus des Körpers soll so zur Flucht verhelfen.
  • Schulter gehen nach oben: Wenn Sie mit jemandem, zum Beispiel einem Personaler sprechen und sich in etwas unsicher sind, vielleicht sogar ein wenig flunkern, gehen automatisch eine oder beide Schultern nach oben. Laut karrierebibel.de sei das ein unwillkürlicher Reflex, der Sie verrät. Sind die Schultern dagegen gebeugt, drückt dies Unterwürfigkeit oder Niedergeschlagenheit aus.
  • Kopf oder Nase kratzen: Wenn Sie sich in einem Gespräch an der Nase oder dem Kopf kratzen, heißt das im Grunde: Ich glaube dir nicht. Besser wirkt es, wenn Sie die Körpersprache Ihres Gegenüber spiegeln. 

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Natürlich darf man nicht den Fehler machen, die Körpersprache aus dem Kontext zu reißen. Und eine positive Körpersprache allein reicht für Erfolg im Job nicht aus. Bei Arbeitgebern sind vor allem diese Soft-Skills gefragt. Erfahren Sie außerdem, mit welchen fünf Psycho-Tricks Sie bekommen, was Sie wollen

Von Andrea Stettner

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
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