Das sollten Sie als Arbeitnehmer wissen

Homeoffice-Pflicht soll zum 1. Juli enden – strenge Hygiene-Regeln im Büro auch im Sommer?

Arbeitgeber müssen aller Voraussicht nach ab Juli kein Homeoffice mehr anbieten. Die entsprechende Pflicht läuft aus und soll nicht verlängert werden. Was danach geplant ist.

Ab Juli 2021 müssen Arbeitgeber aller Voraussicht nach kein Homeoffice mehr anbieten. Denn die wegen der Coronakrise geltende Homeoffice-Pflicht* läuft zum Monatsende aus. Und Absichten, sie zu verlängern gibt es nach Angaben aus der Bundesregierung nicht, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) bereits am Mittwoch (16. Juni) berichtete.

Coronakrise: Homeoffice-Pflicht läuft mit Bundesnotbremse aus

„Die gesetzliche Homeoffice-Pflicht ist Teil des Infektionsschutzgesetzes, besser bekannt als Notbremse, und wird Ende Juni auslaufen“, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) demnach der Wirtschaftswoche. Dass eine Verlängerung der sogenannten Bundesnotbremse, die konkrete bundesweite Corona-Regeln vorschreibt, nicht geplant ist, hatte die Regierung schon Ende Mai angekündigt. Arbeitgeber mussten der Vorgabe zufolge Homeoffice anbieten, „wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen“.

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Zu einer möglichen Neuauflage der Bundesnotbremse, etwa im Herbst, sagte Braun demnach, dies müsse von der Impfquote und der Wirkung der Impfstoffe abhängig gemacht werden und von der möglichen Ausbreitung weiterer Virusmutationen. „Wenn die Zahlen wieder hochgehen würden, dann müsste man schnell entscheiden. Jetzt gibt es keinen Grund, sie akut zu verlängern.“

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Testangebot in Firmen soll bestehen bleiben – wie steht es mit Hygiene-Regeln?

Für Unternehmen in Deutschland sollen trotz sinkender Ansteckungszahlen aber auch über den Sommer einige Corona-Regeln weiter gelten, wie dpa zudem am Donnerstag (17. Juni) berichtete: Die Betriebe müssten weiterhin mindestens zweimal in der Woche ihren Beschäftigten Corona-Tests anbieten und nach wie vor auch bestimmte Hygieneregeln einhalten, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) der dpa.

Eine entsprechende Neufassung der Ende Juni auslaufenden Corona-Arbeitsschutzverordnung, die Vorgaben für Flächen, Abstände und Masken am Arbeitsplatz macht, solle nach Heils Angaben am kommenden Mittwoch (23. Juni) im Kabinett beschlossen werden. Man könne die Arbeitsschutzregeln mit Blick auf Corona ein Stück lockern, weil die Inzidenzen dies hergäben. „Aber ich sage trotzdem: Vorsicht an der Bahnsteigkante.“ Die Regeln schützten Beschäftigte und würden helfen Betriebe offen zu halten. Durch Tests am Arbeitsplatz behalte man das Infektionsgeschehen im Blick und im Griff. (ahu)*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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