Firma muss es erlauben

Diese Dinge stehen Ihnen zu, wenn Sie im Home Office arbeiten

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Beim Home Office gibt es einige Dinge zu beachten.

Wer von zuhause aus arbeitet, der hat im Home Office auch gewisse Rechte - und Pflichten. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Vier von zehn Unternehmen in Deutschland bieten Home-Office an. Das zeigt eine Umfrage unter 855 Geschäftsführern und Personalverantwortlichen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Von Mitarbeitern wird das Angebot, zumindest gelegentlich von zuhause aus zu arbeiten, auch gerne genutzt. Aber kennen Sie Ihre Rechte und Pflichten im Home Office?

Arbeiten von unterwegs aus: Zählt das als Arbeitszeit?

Pendler, die einen langen Arbeitsweg haben, checken unterwegs schon mal ihre E-Mails, bearbeiten Dokumente oder führen geschäftliche Telefonate. Doch zählt dies auch als Arbeitszeit? Eindeutig: Ja. Mitarbeiter müssen diese Arbeiten nicht einmal nachweisen, meldet das TV-Magazin Galileo. Abgerechnet wird auf Vertrauensbasis. Doch Vorsicht: Vertrauliche Gespräche sollten Sie lieber im Büro oder im Home Office führen, denn Interna dürfen außerhalb nicht verraten werden.

Arbeiten im Home-Office: Das dürfen Sie ...

Zuhause im Home Office muss ein Arbeitsplatz, Stuhl, Zugang zum Internet und ein Telefon verfügbar sein. Schließlich müssen Sie der Chef und Kollegen auch erreichen können. 

Ist das Heim-Büro richtig eingerichtet, kann es auch schon losgehen. Wie und in welchem Outfit Sie arbeiten, bleibt dabei Ihnen überlassen, denn Kleidervorschriften gelten im Home Office nicht. Wer eine Telefon-Konferenz also im Pyjama abhalten will oder dabei ein paar Yoga-Übungen einbaut, der darf dies ruhig machen. 

Einfach zwischendurch zum Frisör oder zum Arzt dürfen Sie allerdings nicht gehen, denn auch im Home Office gelten die Kernarbeitszeiten der Firma. Ausnahme: Sie haben mit Ihrem Chef etwas anderes vereinbart. 

Übrigens: Falls Sie sich bei der Arbeit im Home Office verletzen, sind Sie auch hier gesetzlich unfallversichert. Allerdings kommt die Versicherung nicht in allen Fällen auf. Auf dem Weg vom Arbeitsplatz zur Toilette oder in die Küche greift die gesetzliche Unfallversicherung beispielsweise nicht, meldet arbeitsrechte.de.

Mehr dazu: Treppensturz im Home Office - zählt das als Arbeitsunfall?

... und das müssen Sie im Home-Office beachten

Ob Sie's glauben oder nicht: Der Chef darf bei Ihnen zuhause vorbeikommen und prüfen, ob mit Ihrem Arbeitsplatz alles in Ordnung ist. Denn genau wie im Büro gelten in Ihrem heimischen Arbeitszimmer das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) sowie die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), berichtet die Rechtschutzseite ARAG. Ihr Arbeitgeber muss also sicherstellen können, dass Sie an Ihrem Heim-Arbeitsplatz Ihre Gesundheit nicht gefährden. Denn wenn er diese Vorschriften nicht einhält, handelt er ordnungswidrig. Einen Besuch muss er vorher jedoch anmelden.

Auch im Home Office müssen Sie unbedingt die Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Ihrer Firma einhalten. So müssen etwa wichtige Geschäftsunterlagen wie Kundendaten vor dem Einblick Dritter geschützt werden. Das gilt für Besuch ebenso wie für Ihren Partner oder die Kinder. Lassen Sie deshalb keine Unterlagen offen auf dem Schreibtisch liegen.

Mehr zum Thema: Das ist der größte Fehler, den Mitarbeiter beim Home Office machen.

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