Zehn-Minuten-Aktivierung

Die Altersforschung zeigt, dass Menschen mit Alzheimer-Demenz sich nur begrenzte Zeit konzentrieren können. Deshalb wurde Anfang der 90er Jahre die Zehn-Minuten-Aktivierung entwickelt.

Über vertraute Gegenstände aus dem früheren Alltagsleben der Patienten werden Erinnerungen wachgerufen und so Aktivierung und Lebendigkeit gefördert.

Durch diese Erinnerungsarbeit sollen die Menschen mit Alzheimer-Demenz körperlich und geistig aktiviert und ihre Sinne angeregt werden, ohne sie zu überfordern.

Geeignete Gegenstände für die Zehn-Minuten-Aktivierung können zum Beispiel aus den Themenbereichen Kochen, Werken, Gartenarbeit oder Wäschepflege stammen.

Zehn-Minuten-Aktivierung an die Biographie anpassen

Dem Patienten werden die ausgewählten Gegenstände vorgelegt – zum Beispiel Topf, Rührlöffel, Nudelholz, Küchentuch, Kartoffelpresse, bei einem männlichen Patienten alternativ vielleicht verschiedene Werkzeuge zur Gartenarbeit.

Anschließend ermuntert der Pflegende den Patienten, mit den Gegenständen zu hantieren, sie anzusehen, zu fühlen, eventuell auch daran zu riechen oder sie zu schmecken. Die Angehörigen können beispielsweise nach den Erinnerungen fragen, die der Patient mit den Gegenständen verbindet.

Der Umgang mit den von früher vertrauten Utensilien, ihre Farbe, der Geruch oder die Form der Gegenstände, können verborgene Fähigkeiten wiedererwecken. Entscheidend ist, dass die Patienten dadurch wacher, aktiver und beweglicher werden. Wirklich effektiv ist die Zehn-Minuten-Aktivierung, wenn sie möglichst täglich durchgeführt wird. (nh)

Weitere Informationen zur Zehn-Minuten-Aktivierung:
www.10-minuten-aktivierung.de

Quelle: HNA

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