Guter Kauf?

Vitamin-D-Pilze bei Kaufland: Stiftung Warentest gibt erstaunliche Wirkung bekannt

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Unser Körper kann Vitamin D selbst produzieren - aber auch in Pilzen steckt die Substanz.

Zu wenig Vitamin D erhöht das Risiko für Herzinfarkt und Osteoporose. Untersuchungen zeigen, dass mehr als die Hälfte der Deutschen unterversorgt sind. Können Vitamin-D-Pilze helfen?

Unser Körper stellt Vitamin D selbst her - mithilfe von Sonnenlicht. Treffen Sonnenstrahlen auf unsere Haut, produziert der Körper die Substanz, die vor allem wichtig für die Knochen ist. Vitamin D fördert die Aufnahme von Kalzium in den Knochen - was Osteoporose vorbeugt. Einer amerikanischen Studie zufolge soll Vitamin-D-Mangel sogar das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck erhöhen.

Sonnenlicht ist nicht die einzige Vitamin-D-Quelle für den Menschen. Wo der Körper 80 bis 90 Prozent des Vitamins selbst herstellt, können zirka zehn bis 20 Prozent über die Nahrung aufgenommen werden. Zu den Hauptlieferanten zählen hier neben Seefisch und Eiern auch Pilze. Kaufland hat jetzt ein neues Produkt im Sortiment, das genau hier ansetzt: sogenannte Vitamin-D-Pilze.

Vitamin-D-Pilze sollen 30-mal mehr Vitamin D enthalten als normale Pilze

Die Idee hinter den Vitamin-D-Pilzen: Sie sollen dem Hersteller "Biopilzland" zufolge 30-mal mehr Vitamin D enthalten als herkömmliche Pilze - und so vor allem in den sonnenarmen Herbst- und Wintermonaten für eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D sorgen.

Dafür wurden die Pilze mit ultraviolettem Licht bestrahlt, das Sonnenlicht nachahmen soll. Konventionelle Pilze durchlaufen diese Prozedur nicht, weshalb ihr Vitamin-D-Gehalt laut Hersteller viel niedriger ist. Die Bio-Pilze werden in Deutschland gezüchtet und kosten in der 200-Gramm-Packung bei Kaufland 1,99 Euro. Das Portal Utopia, das sich mit Themen rundum nachhaltigen Lebensstil befasst, hatte über die besonderen Pilze berichtet.

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Stiftung Warentest prüft Vitamin-D-Pilze: mit erstaunlichem Ergebnis

Die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest testete die Vitamin-D-Pilze kürzlich und kam zu dem Schluss, dass sie tatsächlich deutlich mehr Vitamin D enthalten als herkömmliche Pilze. Wo in letzteren 0,3 Mikrogramm Vitamin D in 100 Gramm Pilzen enthalten sind, sind es bei Vitamin-D-Pilzen zwischen 5,3 bis 15,1 Mikrogramm - je nach Packung schwankte der Wert stark.

Menschen, die selbst nicht ausreichend Vitamin D produzieren können, sollten rund 20 Mikrogramm täglich aufnehmen, was durch 200 Gramm Vitamin-D-Pilze abgedeckt wäre, wie Utopia schreibt. Die Stiftung Warentest empfiehlt allerdings, sich nicht alleine auf die Pilze zu verlassen: "Wer sein Vitamin-D-Konto aber aufpeppen möchte, zum Beispiel im Winter, kann die Pilze durch­aus nutzen – eine Über­dosierung droht nicht."

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Vitamin-D-Präparate nur in Absprache mit Arzt einnehmen

Anders bei Nahrungsergänzungsmitteln - hier ist eine Überdosierung theoretisch möglich, weshalb das Robert Koch-Institut vor einer eigenmächtigen Einnahme von Vitamin-D-Präparaten warnt. Ob tatsächlich ein Mangel an Vitamin D vorliegt, kann nur ein Arzt durch einen Bluttest herausfinden. Erst wenn ein Mangel bestätigt ist, wird der behandelnde Arzt Vitamin-D-Präparate verordnen.

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jg

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