Prof. Dr. Thomas Dimpfl, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Kassel, ist seit Mitte Oktober Vorsitzender der Deut ...

Dimpfl für zwei Jahre DGGG-Präsident

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Für zwei Jahre Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe: Prof. Dr. Thomas Dimpfl, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Kassel.

Prof. Dr. Thomas Dimpfl, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, hat Mitte Oktober das Amt des Präsidenten der renommierten Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) übernommen.

Prof. Dimpfl war bereits im Herbst 2010 von der Mitgliederversammlung der DGGG gewählt worden und hatte zwei Jahre die Funktion des „incoming president“ inne. Nun steht der Kasseler Chefarzt, der bereits seit 1998 Mitglied des geschäftsführenden DGGG-Vorstandes ist, für zwei Jahre an der Spitze dieser mit rund 7000 Mitgliedern großen medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaft. Unter seiner Federführung wird in 2014 der große DGGG-Kongress ausgerichtet, in dessen Rahmen sich alle zwei Jahre weit mehr als 4000 Frauenärzte über die aktuellen Entwicklungen und Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft im Bereich der Frauenheilkunde informieren.

Als DGGG-Präsident will Prof. Dimpfl den Fokus auf den Nachwuchs und die Fort- und Weiterbildung richten: „Je sorgfältiger die frauenärztliche Ausbildung, je engagierter unsere lebenslange Fortbildung, umso besser wird es uns gelingen, unsere Patientinnen optimal zu behandeln und umso mehr können wir die Vielfalt unseres Faches nutzen“, sagt er. Dabei geht es auch um eine Optimierung der Abstimmung unter den Ärzten und Förderung der Kooperation zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Zudem will er sich für eine Intensivierung der klinischen Forschung und Wissenschaft im Bereich der Frauenheilkunde einsetzen. „Dazu werden wir eine Wissenschaftsplattform ähnlich wie die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie gründen“, kündigte er an.

In Fachkreisen gilt Prof. Dimpfl als Vertreter einer innovativen und an neuesten wissenschaftlichen Leitlinien ausgerichteten Spitzenmedizin. Er ist zudem Befürworter medizinischer Zentren, „weil diese aufgrund ihrer geballten Kompetenz und interdisziplinären Kooperation hoch spezialisierter Fachärzte bessere Behandlungserfolge vorweisen können“. Am Klinikum Kassel initiierte Dimpfl gleich vier solcher Zentren: Das Interdisziplinären Brustzentrum (IBZ), das  Gynäkologische Tumorzentrum (GTZ – eines von nur zweien in Hessen) sowie das Perinatalzentrum (PNZ – dem einzigen in Nordhessen mit „Level 1“, in dem speziell ausgebildete Fachärzte auch die Versorgung von Frauen mit Früh- und Risikogeburten übernehmen dürfen).

Nicht zuletzt initiierte Dimpfl das Beckenbodenzentrum (BBZ) Nordhessen – inzwischen als einziges Pilotzentrum in Hessen zertifiziert –, dem sich mittlerweile weit über 100 niedergelassene Frauenärzte und Urologen aus der Region angeschlossen haben, um nach festgelegten Standards für eine optimale Behandlung von Patienten zu sorgen, die über ihr Leiden nur ungern sprechen: Inkontinenz und Senkungsbeschwerden. Die aktuellen, für Deutschland, die Schweiz und Österreich geltenden Leitlinien für die Behandlung der häufigen Belastungsinkontinenz und Senkung bei Frauen wurden maßgeblich von Dimpfl entwickelt. Deutschlandweit einzigartig ist das von ihm in Kooperation mit der Patientinnen-Organisation Mamazone entwickelte Nachsorgeprogramm für Frauen, die an Brustkrebs erkrankten. „Die angestrebten Veränderungen haben allesamt zum Ziel, die Versorgung unserer Patientinnen weiter zu optimieren und ihnen die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen. Dabei kommt dem Austausch mit Patientinnenvertretern eine besondere Bedeutung zu“, sagt der neue DGGG-Präsident.

Quelle: HNA

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