Nach Legalisierung

Studie sagt: Darum soll Sie Alkohol krank machen - und Cannabis nicht

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Forscher vermuten jetzt, dass Cannabis harmloser ist als gedacht. Alkohol sei viel schädlicher, schließen sie.

Über Cannabis wird gerade mehr denn je geforscht. Wissenschaftler vermuten, dass es sogar harmloser als Deutschlands Droge Nummer 1 sei. Mit erstaunlichen Ergebnissen.

Seit einiger Zeit ist der Gebrauch, Konsum und Kauf von Cannabis in einigen Staaten der USA ab 21 Jahren gesetzlich erlaubt. Deutschland hinkt allerdings noch hinterher: Zwar wird über eine Legalisierung heftig debattiert, dennoch gibt es noch viele Unstimmigkeiten in der Politik. Immerhin: Seit Frühjahr 2017 dürfen Schwerkranke Cannabis unter ärztlicher Aufsicht als Medikament nutzen, um Schmerzen zu lindern.

USA erlaubt Legalisierung von Cannabis - Forschung entdeckt Unglaubliches

Dabei macht die USA dahingehend ein gutes Vorbild: So sollen in den US-Bundesstaaten, in denen Cannabis erlaubt ist, seit der Legalisierung die Anzahl der Gewalttaten und Mordfälle zurückgegangen sein. Dasselbe gilt auch für die Zahl der Verkehrstoten. Zudem soll sich auch in der Forschung einiges getan haben, seitdem Marihuana frei verkäuflich ist.

So haben Forscher herausgefunden, dass Cannabis den Alterungsprozess im Gehirn verlangsamen soll. Das Interessante daran: Früher war man davon ausgegangen, dass genau das Gegenteil bei Cannabis-Konsum stattfinde. Die Folge: Psychosen und langfristige, irreparable Hirnschäden. Doch eine aktuelle Studie scheint die neuen Erkenntnisse nun zu untermauern – die hat nämlich ergeben, dass Cannabis im Gegensatz zu anderen Drogen "keinen Einfluss auf die Hirnstruktur" habe.

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Ist Cannabis am Ende sogar "gesünder" als Alkohol?

Das Pikante daran: Für den Vergleich haben sie die Hauptdroge Alkohol hinzugezogen. Diese soll noch immer in Deutschland am häufigsten konsumiert werden. Die Forscher der Universität von Colorado Boulder um Studienleiterin Rachel Thayer haben hierfür die Gehirne von 853 Erwachsenen und 439 Jugendlichen gescannt. Deren Daten haben sie anschließend ausgewertet und haben festgestellt: "Die möglicherweise vorhandenen negativen Folgen von Cannabis sind definitiv nicht einmal annähernd so ausgeprägt wie die negativen Konsequenzen von Alkohol", erklärt Co-Autor Kent Hutchinson.

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So soll der Konsum von Alkohol im Gegensatz zu Marihuana das Volumen der weißen als auch grauen Hirnsubstanz reduzieren. Dennoch schließt er, dass etwaige positive Folgen von regelmäßiger Cannabis-Einnahme noch weiter erforscht werden müssen.

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jp

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