Olivenöl, Joghurt & Co.

Ist Ihr Nagelbett entzündet? Diese sieben Hausmittel lindern Ihren Schmerz

Wer schon mal mit einem entzündeten Nagelbett zu kämpfen hatte, der weiß, wie schmerzhaft das ist. Wer sich nicht quälen will, sollte folgende Hausmittel probieren.

Ein pochender Schmerz, der unerträglich ist, zudem fühlt sich der Finger heiß an, ist rot und geschwollen – wenn sich das Nagelbett entzündet, ist das für Betroffene unerträglich. Oftmals ist dann das erkrankte Gewebe mit Bakterien oder Pilzen infiziert, das sich unter dem Finger- oder Zehennagel befindet.

Nagelbettentzündung: Das steckt dahinter - und das sind die Ursachen

Was viele allerdings nicht wissen: Bei einer Nagelbettentzündung sind meist auch die darum liegenden Stellen betroffen – so auch die umgebende Nagelpartie mit Nagelfalz, Nagelwall und/oder Nagelhaut. Die Bakterien, darunter meist Staphylokokken und Streptokokken sowie auch Hefepilze und Herpesviren, können in den Körper eindringen, wenn zuvor bereits offene Wunden bestehen.

Kamillebad für den entzündeten Finger. Autsch! #nagelbettentzündung

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Diese kleinen Verletzungen entstehen zum Beispiel durch:

  • falsche Nagelpflege
  • trockene, rissige Haut an Händen und/oder Füßen
  • Schnittwunden
  • häufiges Händewaschen
  • aggressive Putzmittel
  • dünne, brüchige Nägel
  • Druckstellen an Zehen

Aber auch bereits bestehende Nagelkrankheiten (eingewachsene Nägel oder Quetschungen) sowie schlechte Angewohnheiten wie Nägelkauen können die Nagelhaut reizen und das Eindringen von Erregern begünstigen.

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Öle, Tee oder Joghurt: Hausmittel gegen die Nagelbettentzündung

Um die Entzündung zu stoppen bzw. die Schmerzen zu lindern, haben sich in der Vergangenheit folgende Hausmittel bewährt:

Pflanzliche Öle

Wenn trockene Haut die Ursache für eine Nagelbettentzündung ist, ist es ratsam, ein paar Tropfen Mandelöl, Olivenöl oder Aprikosenöl auf den Nägel zu verteilen und diese dann in die Nagelhaut einzumassieren. Die pflanzlichen Öle enthalten wertvolle Fettsäuren, die die umliegende Haut nähren.

Wenn die Wunde allerdings bereits eitrig ist und/oder nässt, sollten Sie lieber Kokosöl benutzen. Nehmen Sie hierzu ein wenig des Öls und massieren Sie es etwa zwei- bis dreimal täglich auf die betroffene Stelle ein. Es soll bei nassen Infektionen austrocknend wirken.

Apfelessig

Der Essig gilt als entzündungshemmend und antibakteriell. Daher empfiehlt es sich, ein paar Tropfen auf ein Wattepad zu geben und damit über den infizierten Bereich zu streichen. Das beruhigt zusätzlich die Haut.

Zitronensaft

Alternativ bietet sich auch der Saft einer frischen Zitrone an. Schneiden Sie sie entzwei und reiben Sie mit der Seite, bei der das Fruchtfleisch offen liegt, um den Nagelbereich. Die im Saft enthaltenen Antioxidantien desinfizieren und beschleunigen die Heilung.

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Rosmarin- oder Kamillentee

Auch Wickel mit kaltem Tee bewährter Heilpflanzen können dabei helfen, Bakterien abzutöten und die Wundheilbildung zu fördern. Brühen Sie dazu die Blätter auf, lassen Sie das Gebräu anschließend wieder abkühlen und tunken Sie ein Tuch oder einen Waschlappen darin. Dann wickeln Sie den Finger oder den Zeh ein und warten 15 Minuten.

Joghurt

Steckt ein Pilz hinter der Nagelbettentzündung, sollte Joghurt zum Einsatz kommen. Die darin enthaltenen Wirkstoffe haben eine wachstums- und entzündungshemmende Wirkung. Streichen Sie hierzu eine dicke Schicht des Milchprodukts auf die entzündete Stelle. Am besten verwenden Sie hierzu Naturjoghurt ohne Zucker. Dann warten Sie, bis er sich erwärmt hat. Anschließend wischen Sie die Schicht wieder ab und streichen wieder und tragen dann wieder eine Neue auf. Wiederholen Sie diesen Schritt insgesamt dreimal, am besten morgens und abends.

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Honig

Wer die Heilung noch weiter beschleunigen möchte, sollte Joghurt mit Honig mixen. So haben Sie eine echte Power-Waffe gegen Pilze & Co. Schließlich ist der Bienennektar ebenfalls ein jahrhundertealtes Allheilmittel, das für seine pflegenden und antibakteriellen Eigenschaften sehr geschätzt wird. Tragen Sie auch hier die Mischung auf den entsprechenden Bereich auf, warten Sie einige Minuten und waschen Sie dann wieder ab. Wiederholen Sie den Vorgang.

Fuß- oder Handbäder

Um die Wunde zu desinfizieren, empfiehlt es sich, lauwarmes Wasser und ein wenig Salz oder Desinfektionsmittel in eine Schüssel zu geben. Dann baden Sie für circa eine halbe Stunde den Finger- oder Zehennagel darin. Dadurch wird die Haut aufgeweicht und nimmt die im Wasser enthaltenen Stoffe leichter und besser auf.

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jp

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