Mysteriöse Krankheit

Junge denkt, dass seine Katze ihn töten will: So gefährlich ist das Tier wirklich

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Probleme in der Schule, Ängste, Wahnvorstellungen: Ein Junge aus den USA litt unter einer mysteriösen Krankheit. Bis Ärzte sie diagnostizierten, vergingen Jahre. (Symbolbild)

Er war ein gesunder Junge, bis sich urplötzlich alles änderte. Mit 14 beginnen die wirren Gedanken - er ist sich sicher, er sei der Sohn des Teufels. Bis Ärzte den Grund für seine Verwandlung finden, vergehen Jahre.

Der Junge aus den USA, der anonym bleiben möchte, war sportlich, intelligent und spielte eine Hauptrolle am Schultheater. Doch mit seinem 14. Lebensjahr sollte sich alles ändern. Die Verwandlung begann damit, dass er sich überfordert und unruhig fühlte. Was folgte, brachte ihn an den Rand des Wahnsinns.

Haustier will ihn umbringen: Junge kämpft mit Halluzinationen

Wie Spiegel Online berichtete, kämpfte der Junge mit den schlimmsten Wahnvorstellungen: Als "verfluchter Sohn des Teufels" wollte er sich sogar das Leben nehmen - aus Angst vor sich selbst. Auch Mordgedanken quälten ihn - und der Gedanke, dass seine Katze ihn töten will. Seine Eltern brachten ihn zum Arzt, dieser verschrieb Aripiprazol, ein Präparat, das bei Schizophrenie eingesetzt wird.

Die Mord- und Suizidgedanken verschwanden einige Wochen. Doch schnell setzten wieder psychische Probleme ein: Zu Halluzinationen und irrationalen Ängsten kamen Wutausbrüche hinzu. Seine Mutter kündigte sogar ihren Job, damit sie sich besser um ihren Sohn kümmern konnte. Sie suchte verschiedenste Ärzte auf, der Junge nahm Antidepressiva, Benzodiazepine und Antipsychotika - doch sein Zustand wurde nicht besser. Erst seltsame Streifen auf seiner Haut verhalfen zur richtigen Diagnose.

Katzenbisse oder -kratzer übertragen Nerven-Krankheit

Die Streifen sind ein Symptom der sogenannten Neurobartonellose. Deren Erreger mit Namen Bartonella Henselae werden dabei durch Bisse und Kratzer von Katzen übertragen und können sich auf die Nerven auswirken. Mediziner gehen davon aus, dass der Junge von einer Neurobartonellose betroffen war, die von streunenden Katzen übertragen wurde, die von der Familie adoptiert worden waren. So hätten den Jungen zwei der Katzen attackiert, bevor seine psychischen Probleme ihren Anfang nahmen, so Spiegel Online.

Nach einer langen Antibiotika-Therapie, die die Bakterien im Körper des Jungen abtöteten, geht es ihm heute wieder gut - die Halluzinationen, Ängste, Wahnvorstellungen verschwanden, auch die Hautstreifen bildeten sich zurück. Der mittlerweile 16-Jährige hat heute wieder gute Noten, jobbt als Kellner und trifft sich mit Freunden: Ihr Kind sei wieder ganz gesund, sagen seine Eltern.

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Neurobartonellose: Tückische Infektion

Eine Infektion mit Bartonella Henselae führt oftmals zu keinen typischen Symptomen einer bakteriellen Krankheit. Über den Schaden und den Einfluss, den die bakterielle Infektion auf das Nervensystem nimmt, ist wenig bekannt, weil kaum Fälle beschrieben sind. Ob bei dem betroffenen Jungen neben der bakteriellen Infektion auch eine genetische Vorbelastung eine Rolle bei der Entwicklung seiner Beschwerden spielte, können die Mediziner nicht ausschließen.

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jg

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