Jumping Fitness stärkt Herz und Kreislauf

Trampolin im Trend

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Beats inklusive: Bei Jumping Fitness springen und hüpfen die Teilnehmer im Takt schneller Musik.

„Man fängt an zu schwitzen wie verrückt“, so beschreibt es Silke Wollenweber, „und der ganze Körper ist in Bewegung.“ Die 36-jährige Trainerin bietet beim Turnverein im hessischen Salmünster Jumping Fitness an.

16 Trampoline stehen an den Abenden für Silke Wollenweber und die Kursteilnehmer in der Halle.

Jumping Fitness kam 2014 aus Tschechien nach Deutschland. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine Art Aerobic auf dem Trampolin. Startet das Warm-up noch mit langsamer Musik, geht es im Hauptteil im schnellen Takt zur Sache. „Das Gute danach ist: Man hat keinen Muskelkater, weil es ein Schnellkrafttraining ist“, verspricht die Trainerin. Entscheidend bei Jumping Fitness ist, wie man springt: „Bei den normalen Trampolinen springt man nach oben“, erklärt Wollenweber. „Bei Jumping Fitness haben wir eine Gewichtsverlagerung, das heißt, wir springen in das Trampolin hinein und haben so weniger Belastung für die Gelenke.“

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Die Bewegungen und Schritte der Jumping Fitness kommen zum Teil aus der Aerobic. „Das sind auch Dinge, die man von früher kennt, so wie der Hampelmann“, erklärt Julia Baßler, Trainerin und Ausbilderin bei der Jumping Fitness AG in Berlin. Die Fitness-Hüpfer tragen Schuhe und bequeme Kleidung. Die Sprungfläche des Trampolins bietet so viel Platz, dass die Beine etwas weiter als hüftbreit nach vorne und hinten geöffnet werden können.

Trainiert wird dabei so einiges, immerhin sind dabei 400 Muskeln in Betrieb. „Im Grunde ist es ein Core-Training für die Rumpfmuskulatur, weil wir permanent in einer leicht vorgebeugten Oberkörperhaltung mit gebeugten Knien sind“, erklärt Anna Welker, Dozentin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Auch Herz und Gefäßen tut der Trampolinsport gut, sagt sie: „Es ist ein super Herz-Kreislauf-Training.“

Nebenbei geht das Springen ans Körperfett. „Man merkt gar nicht, wie gut und schnell man die Kalorien verbrennt, dadurch, dass man viel Spaß auf dem Trampolin hat“, sagt Baßler. „Je nach Fitnesslevel und Intensität kann man bis zu 800 oder 1000 Kalorien verbrennen.“ Nicht zuletzt durch den Spaß-Faktor liegt ihrer Meinung nach die Sportart Jumping Fitness derzeit im Trend.

Grundsätzlich kann fast jeder Interessierte die Sportart ausüben. Julia Baßler rät allerdings Menschen mit Herzschrittmachern davon ab. „Menschen mit Inkontinenz würde ich es nicht empfehlen. Und für schwangere Frauen kann es eine zu hohe Belastung auf den Beckenboden sein“, ergänzt Anna Welker. tmn

Quelle: HNA

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