Hau(p)tsache gesund

Wer gehofft hat, er bliebe vom Älterwerden verschont, stellt in der Regel ab dem 30. Lebensjahr beim Blick in den Spiegel fest, dass er sich geirrt hat. Erste Anzeichen des biologischen Alterungsprozesses zeigen sich, Haut und Bindegewebe verlieren an Volumen und Elastizität und bilden Fältchen.

Anzahl und Qualität der Zellen lassen nach und zusätzlich nimmt die Talkproduktion ab, wodurch die Haut austrocknet. Zu einem Großteil bedingen genetische Veranlagungen das Altern. „Lebensstil, Ernährung und Fitness beeinflussen die Geschwindigkeit jedoch mindestens ebenso stark wie unsere Erbanlagen“, sagt Dr. med. Jens Kauczok, Facharzt für Ästhetische und Plastische Chirurgie. In seinem beruflichen Alltag ist er täglich mit den optischen Folgen des Älterwerdens konfrontiert. „Mit einem bewussten Lebenswandel lässt sich der Alterungsprozess zwar nicht aufhalten, mit ganz einfachen Mitteln jedoch effektiv verlangsamen.“

Schönheit kommt von innen

Antworten auf die Frage, wo und warum unsere Haut altert, liegen in den Zellen. Dr. Kauczok erklärt: „Sauerstoffhaltige Moleküle, besser bekannt als freie Radikale, zerstören durch Oxidation die Zellstrukturen, was sich in erschlaffter Spannkraft und frühzeitiger Faltenbildung äußert.“

In zahlreichen Gemüse- und Obstarten, Kräutern und Samen enthaltene Antioxidantien helfen dabei, diese Moleküle aufzulösen und die Zellen zu schützen. Zu den wichtigsten Lieferanten zählen die Vitamine C und E, die Spurenelemente Zink und Selen sowie Carotinoide, natürliche Farbstoffe, die bei Lebensmitteln eine gelbe bis rötliche Färbung verursachen.

Zudem versorgt eine unausgewogene Ernährung durch Fast Food und Fertigprodukte die Haut nicht mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen, sodass sie zunächst mit Pickelchen und Rötungen reagiert. Vitamin A und C dienen der Zellerneuerung und der Bildung von Kollagen, das die Haut elastisch hält. Die Vitamine E, D3 und Omega-3-Fettsäuren haben eine beruhigende und entzündungshemmende Wirkung und unterstützen den Schutz vor UV-Schäden.

Ernährungspläne mit viel Früchten und Gemüse, naturbelassenen Ölen und Fisch stärken die Haut und bringen sie wieder ins Gleichgewicht. Wer viel Wasser oder ungesüßte Kräutertees trinkt, hilft seiner Haut ebenfalls dabei, länger jung zu bleiben, da eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung die Zellen vor der Austrocknung schützt.

Aktiv gegen Hautalterung

Bewegung strafft nicht nur die Muskeln, sondern auch die Haut. Dr. Kauczok nennt die positiven Auswirkungen: „Sport fördert die Gesundheit und regt den Stoffwechsel an. Aktivitäten an der frischen Luft sorgen für eine ausreichende Sauerstoffversorgung und gute Durchblutung der Haut, wodurch auch das Gewebe beweglich bleibt.“ Nicht zuletzt wirkt sich Bewegung positiv auf die Psyche aus und sorgt für eine zufriedene Ausstrahlung. „Bei Aktivitäten im Freien sollten Sportler die Haut einer intensiven Sonnenstrahlung jedoch nicht ungeschützt aussetzen“, warnt der Facharzt: „Ultraviolette Anteile des Sonnenlichtes schädigen die elastischen Fasern des Bindegewebes irreparabel und schwächen sein Stützgerüst.“ Neben der frühzeitigen Hautalterung steigen die Bildung von Altersflecken und das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

Was sonst noch schadet

Anstatt aggressiver Seifen, die den empfindlichen Säureschutzmantel der Haut beschädigen, bieten sich Öle und Lotionen für eine sanfte Reinigung an. Spezielle Cremes pflegen zwar, ihr Effekt kratzt jedoch nur an der Oberfläche. „Für eine gesunde Gesichtshaut sollte unbedingt auf den Konsum von Zigaretten verzichtet werden, da Rauch die Durchblutung hemmt und so einen fahlen Teint und die Bildung von Falten begünstigt“, weiß Dr. Kauczok.

 Im stressigen Alltag gibt ausreichend erholsamer Schlaf der Haut die Ruhephasen, die sie benötigt, um sich zu regenerieren und im wahrsten Sinne des Wortes ausgeschlafen auszusehen. Aber auch für bereits vorhandene Falten gibt es eine Lösung: „Hier muss es nicht immer gleich ein Facelift sein. Kleine Korrekturen mit Botulinumtoxin oder Hyaluronsäure helfen dabei, das Erscheinungsbild der Haut wieder deutlich zu verbessern. Gegen ausgeprägte Alterungserscheinungen wie Schlupflider, tiefe Gesichtsfalten und Hängebäckchen hilft dann aber doch nur das Skalpell.“
Weitere Informationen unter www.kauczok.de

Quelle: HNA

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