Haut und Haar

Haarausfall wegen Corona? Ärztin erklärt, was bei Coronavirus-bedingtem Haarverlust hilft

Eine prächtige Mähne ist der ganze Stolz vieler Frauen. Wenn die Haare plötzlich ausfallen, kann das auch an der Coronavirus-Pandemie liegen.
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Eine prächtige Mähne ist der ganze Stolz vieler Frauen. Wenn die Haare plötzlich ausfallen, kann das auch an der Coronavirus-Pandemie liegen.

Eine Coronavirus-Infektion ist häufig mit dem Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns verbunden. Doch auch Haut und Haare können Schaden nehmen, so eine Hautärztin.

  • Covid-19 ist eine „junge“ Krankheit: In China kam es im Dezember 2019 zu ersten Berichten, bevor sich die Krankheit weltweit ausbreitete.
  • Zu Beginn war von einer neuartigen Lungenkrankheit die Rede. Doch heute weiß man: Nicht nur die Lunge kann betroffen sein. Mediziner beobachteten auch schwerwiegende Komplikationen wie Thrombosen*.
  • Ob auch eher „harmlose“ Beschwerden wie Haarausfall zu den Folgen einer Infektion zählt, beantwortet eine Dermatologin.

Eine Vorstellung, die manche in Form von Albträumen bereits durchgemacht haben: Die Haare fallen ganz oder teilweise aus. Hinter echtem Haarausfall können viele Ursachen stecken, zum Beispiel genetische Veranlagung bei Männern, ein hormonelles Ungleichgewicht bei Frauen oder Eisenmangel. Doch es gibt auch Corona-Patienten, die nach überstandener Infektion über Haarausfall berichten. Was dahinter steckt, ordnet Dermatologin Dr. Ohara Aivaz ein.

Das offizielle Gesundheitsportal der deutschen ApothekerInnen zitiert die US-amerikanische Hautärztin: „Ich hatte kürzlich Patienten mit stressbedingtem Haarausfall, die mir erzählten, dass sie Anfang des Jahres fürchteten zu sterben oder Covid-19 zu haben“. Man sehe die Auswirkungen von Stress allerdings erst rund drei Monate später. „Die Patienten verlieren Haare, obwohl der Stress abgeklungen ist, weil die Manifestation erst später stattfindet.“

Haarausfall und Hautekzeme: „Waschen Sie nichts, was nicht verschmutzt ist“

Fachleute sprechen dann von stressbedingtem Haarausfall. Dieser tritt in der Regel nicht direkt während eines traumatischen Erlebnisses auf, sondern zeitverzögert. Oftmals liegen einige Monate zwischen dem auslösenden Moment und dem Haarausfall. Eine Ursache dafür sieht die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände darin, dass der Wachstumszyklus der Haare bei Stress in eine Art Ruhephase versetzt wird. Die Haarwurzel kann dadurch schrumpfen und das Haar infolge ausfallen. Nur ein Arzt kann die tatsächliche Ursache von Haarausfall herausfinden und eine geeignete Therapie einleiten. Bei stressbedingtem Haarverlust gilt Aivaz zufolge: „Wenn der Stresspegel abnimmt, hört der Haarausfall meist von selbst auf, und das verlorene Haar wächst nach, weil die Follikel immer noch aktiv und gesund sind.“

Stress kann zum einen Haarausfall zur Folge haben, aber auch Akne und Ekzeme treten möglicherweise stressbedingt auf. Auch vermehrtes Händewäschen während der Pandemie begünstigt Hautprobleme. Kurze, lauwarme Duschen und duftstofffreie Duschlotionen beugen vor und lindern Beschwerden. „Wenn die Haut wirklich trocken ist, kann sogar sanfte Seife schaden. Waschen Sie nichts, was nicht verschmutzt ist“, so der Tipp von Dermatologin Dr. Ohara Aivaz, wie aponet.de berichtet. (jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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