Falsche Ergebnisse drohen

Corona-Selbsttest: Diese Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden

Corona-Tests werden zu Hause, an der Arbeit oder in Schulen genutzt. Beliebte Fehler sollte man dabei unbedingt vermeiden.
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Corona-Tests werden zu Hause, an der Arbeit oder in Schulen genutzt. Beliebte Fehler sollte man dabei unbedingt vermeiden.

Bei der Durchführung von Corona-Selbsttests schleichen sich schnell kleine Fehler ein, die das Ergebnis beeinflussen. Worauf Sie achten müssen.

Kassel – Nach rund zwei Jahren Pandemie gehört ein Corona-Selbsttest für viele Menschen schon zum Alltag. Das Prozedere ist zumeist bekannt, die Vorgehensweise unterscheidet sich bei den vielen Tests wenig bis gar nicht. Und am Ende ist die Erleichterung stets groß, wenn das Testergebnis negativ ausfällt.

Doch Vorsicht: Einige Fehler verfälschen das Resultat und sorgen schlimmstenfalls sogar dafür, dass eine Covid-19-Infektion nicht erkannt wird. Wir verraten, worauf Sie achten müssen.

Corona-Selbsttest: Temperatur und Zeitpunkt können entscheidend sein

Corona-Selbsttests sollten stets bei Zimmertemperatur gelagert werden, damit deren Sensitivität und Spezifität nicht beeinflusst wird. „Sie können ganz normal bei Raumtemperatur aufbewahrt werden“, sagte HNO-Arzt Bernhard Junge-Hülsing der Apotheken Umschau. Zudem lohnt sich ein Blick auf die Verpackung oder den Beipackzettel, da dort meist die korrekte Lagerung erläutert wird.

Die Spezifität von Tests beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass eine nicht-infizierte Person auch richtigerweise ein negatives Testergebnis erhält. Die Sensitivität beschreibt hingegen die Wahrscheinlichkeit, dass eine infizierte Person ein positives Ergebnis erhält. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) prüfte zuletzt viele Corona-Tests auf ihre Zuverlässigkeit.

Das Bundesministerium für Gesundheit empfiehlt darüber hinaus, den Test morgens nach dem Aufstehen durchzuführen, weil die Viruslast dann theoretisch am höchsten sei. Weiter sollte darauf verzichtet werden, vor dem Selbsttest die Nase zu putzen, den Mund auszuspülen oder die Zähne zu putzen.

Temperatur bei Lagerung der Corona-SchnelltestsFolge
Zu hochSensitivität nimmt ab
Zu niedrigSpezifität nimmt ab

Auch ein schwacher Strich zählt: Ergebnis von Corona-Test unbedingt ernst nehmen

Bei Selbsttests, die einen Nasenabstrich fordern, ist es unbedingt nötig, den Tupfer in beide Nasenlöcher zu stecken. Ansonsten „bekommt man womöglich zu wenig Sekret an den Tupfer“, sagte Junge-Hülsing. Der Tupfer sollte unbedingt tief genug, in den meisten Fällen zwei bis vier Zentimeter, in beide Nasenlöcher geschoben werden. Weitere Details lassen sich im Normalfall dem Beipackzettel entnehmen. Im Anschluss muss die Wartezeit des Corona-Tests unbedingt beachtet werden. Sowohl eine zu kurze als auch eine zu lange Wartezeit kann zu falschen Resultaten führen.

Zu guter Letzt sollte natürlich das Testergebnis korrekt interpretiert werden. Auf den Corona-Testkits befinden sich ein „T“ und ein „C“ – letzteres steht dabei nicht für „Corona“ sondern für „Control“. Der Strich zeigt nur an, dass der Test richtig ausgeführt und demnach ausgewertet werden kann. Das „T“ steht hingegen für „Test“. Wer also einen Strich beim „C“ entdeckt, braucht sich keine Sorgen zu machen. Eine Übersicht:

  • Tests bei Zimmertemperaturen lagern
  • Tests am besten morgens nach dem Aufstehen durchführen
  • Zähne und Nase vorher nicht putzen
  • Tupfer tief genug in beide Nasenlöcher schieben
  • Wartezeit beachten
  • Angezeigten Corona-Teststrich unbedingt ernst nehmen

Apropos: Ein Strich beim „T“ gilt als positives Ergebnis, ganz egal wie schwach oder stark dieser ausgeprägt ist, da er für Viren im Körper steht. Ein PCR-Test oder NAT-Test, um das positive Selbsttestergebnis zu bestätigen oder zu widerlegen, ist im Anschluss also immer notwendig. (Nail Akkoyun)

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