Gruselig oder gute Idee?

14-Jährige lässt sich Bein freiwillig umgekehrt einsetzen - Grund erstaunt alle

Mit gerade mal zwölf Jahren erkrankt Emma Neagu an Knochenkrebs. Um dennoch ihren Lebenstraum zu erfüllen, greift sie zu einer ungewöhnlichen Maßnahme.

Neun Monate lang musste sich Emma Neagu einer kräftezehrenden Behandlung gegen den Knochenkrebs unterziehen. In einem Alter, in dem andere anfangen, sich für Jungs zu interessieren oder auf Partys zu gehen, stellten Ärzte bei dem Teenager die Diagnose: Osteosarkom.

Teenagerin leidet an Knochenkrebs - und kämpft tapfer um ihren Lebenstraum

Sie hatten zuvor bei der Kanadierin einen bösartigen Tumor unterhalb ihres Knies entdeckt, der die Größe einer Orange hatte. Ein Albtraum für das junge Mädchen: Schließlich gilt sie als talentierte Turnerin. Tapfer nahm sie den Kampf auf – und litt in dieser Zeit unter Übelkeit, wunde Stellen im Mund, Kopfschmerzen und Haarverlust.

Als die Chemo beendet war und die Ärzte weitere Behandlungen vorschlugen, entschied sich die 14-Jährige schließlich für eine Umkehrplastik. Hierbei handelt es sich um eine innovative OP-Methode, bei der der Unterschenkel mit Fuß um 180 Grad verdreht und am Oberschenkel wieder fixiert wird. Das Sprunggelenk übernimmt dann die Funktion des erkrankten Kniegelenks.

Auch tragisch: 24-Jährige will sich Bein amputieren lassen - wegen eines gravierenden Fehlers.

Neagus Mutter verstand anfangs allerdings nicht, was ihre Tochter dazu bewegte. Schließlich hätten die Ärzte beide Beine Emmas retten können. Doch diese soll ihr laut der britischen Daily Mail geantwortet haben: "Ich brauche nicht zwei identische Beine. Ich möchte einfach nur wieder fähig sein, das zu tun, was ich liebe". Und diese Leidenschaft ist nun mal das Turnen.

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Neagu will Turn-Karriere trotz Knochenkrebs - und lässt sich das Bein umgekehrt einsetzen

Um ihren Sport weiter umfassend ausführen zu können, blieb dem Mädchen nur die OP – und das anschließende Tragen einer Prothese. "Es sah zwar seltsam aus, aber es bedeutete, dass mein Bein weiterhin sehr beweglich sein würde. (…) Ich war nervös, aber ich ging in die Operation mit dem Wissen, dass ich die beste Entscheidung für mich getroffen habe. (…) Wenn ich mein Bein so gelassen hätte, hätte es so wie vorher ausgesehen, als wäre nie etwas gewesen. Aber ich hätte mich nicht mehr so bewegen können. Die Umkehrplastik hat einfach besser zu mir gepasst", erklärt sie dem Nachrichtenportal. 

18 Monate habe sie nach dem Eingriff gebraucht, um wieder so turnen zu können wie früher. Doch es habe sich gelohnt, ist sich Neagu sicher. Zwar habe sie nochmal einen kleinen Rückfall erlitten (es hatten sich Metastase in der Lunge gebildet), aber nun ist sie in Remission. Ihre Mutter ist stolz auf sie: "Von Beginn an war Emma fest entschlossen, zu kämpfen. Und genau das hat sie auch getan."

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jp

Hinter Beinschmerzen können ernsthafte Erkrankungen stecken

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